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Plagiatsprüfung: Ab wie viel Prozent ist es ein Plagiat?

Plagiatscanner.de Redaktion  |  24. März 2026

Du hast deine Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Seminararbeit durch eine Plagiatsprüfung laufen lassen und siehst jetzt einen Prozentwert in deinem Ergebnis. Sofort stellt sich die entscheidende Frage: Ab wie viel Prozent ist es eigentlich ein Plagiat? Ist 3 % in Ordnung? Sollte man sich bei 10 % Sorgen machen? Und was passiert bei 25 %? In diesem umfassenden Artikel erklären wir dir, was die Prozentzahlen bei einer Plagiatsprüfung wirklich bedeuten, wie deutsche Universitäten damit umgehen und was du tun kannst, wenn dein Wert höher ausfällt als erwartet.

Was bedeutet der Prozentwert bei einer Plagiatsprüfung?

Der Prozentwert in deinem Plagiatsbericht wird häufig als „Plagiatsquote" oder „Ähnlichkeitswert" bezeichnet. Beide Begriffe beschreiben dasselbe: den Anteil deines Textes, der Übereinstimmungen mit anderen Quellen aufweist. Wichtig ist dabei ein grundlegendes Verständnis: Der Prozentwert zeigt Textähnlichkeit, nicht bestätigtes Plagiat.

Wenn dein Bericht beispielsweise 8 % anzeigt, bedeutet das, dass 8 % deines Textes Übereinstimmungen mit Texten in der Quelldatenbank aufweisen. Diese Übereinstimmungen können aus verschiedenen Gründen auftreten:

Ein professioneller Plagiatsbericht — wie er bei Plagiatscanner.de erstellt wird — listet nicht nur den Gesamtprozentwert auf, sondern markiert jede einzelne übereinstimmende Stelle farblich und benennt die zugehörige Quelle. So kannst du genau nachvollziehen, welche Übereinstimmungen unproblematisch sind und welche du vor der Abgabe korrigieren solltest.

Ab wie viel Prozent ist es ein Plagiat?

Die kurze Antwort lautet: Es gibt keinen festen Prozentsatz, ab dem eine Arbeit automatisch als Plagiat gilt. Es existiert weder eine gesetzliche Regelung noch eine allgemeingültige akademische Norm, die einen konkreten Schwellenwert definiert. Ob eine Arbeit als Plagiat eingestuft wird, hängt immer von der inhaltlichen Bewertung der einzelnen Fundstellen ab — nicht allein vom Gesamtprozentwert.

Dennoch gibt es in der Praxis Richtwerte, an denen sich Hochschulen und Prüfer orientieren:

Die meisten deutschen Universitäten sehen einen Übereinstimmungswert von über 15 % als kritisch an und nehmen die betroffenen Stellen genauer unter die Lupe. Das bedeutet nicht automatisch, dass die Arbeit als Plagiat gewertet wird — aber es löst eine vertiefte Prüfung aus.

Die Richtlinien variieren jedoch stark je nach Hochschule und Fachbereich:

Das Entscheidende ist immer die Frage: Sind die übereinstimmenden Stellen als Zitate gekennzeichnet und mit einer korrekten Quellenangabe versehen? Wenn ja, liegt kein Plagiat vor — unabhängig vom Prozentwert. Wenn Textpassagen ohne Quellenangabe aus fremden Werken übernommen wurden, liegt ein Plagiat vor — selbst wenn der Gesamtwert nur 2 % beträgt.

Warum der Prozentwert allein nicht ausreicht

Der Prozentwert ist ein nützlicher erster Indikator, aber er erzählt nicht die ganze Geschichte. Um die Ergebnisse einer Plagiatsprüfung richtig einzuordnen, musst du die einzelnen Fundstellen genauer betrachten. Hier sind die wichtigsten Gründe, warum der Prozentwert allein nicht ausreicht:

Kontext ist entscheidend

Dieselbe Prozentzahl kann in verschiedenen Kontexten völlig unterschiedliche Bedeutungen haben. Eine juristische Hausarbeit mit 20 % Übereinstimmung, die hauptsächlich aus korrekt zitierten Gesetzestexten besteht, ist weitaus unbedenklicher als eine psychologische Bachelorarbeit mit 8 % Übereinstimmung, bei der ein ganzer Absatz ohne Quellenangabe aus einem Lehrbuch übernommen wurde.

Falsch-positive Ergebnisse

Plagiatssoftware kann sogenannte False Positives erzeugen — also Übereinstimmungen anzeigen, die keine Plagiate sind. Das passiert häufig bei:

Farbliche Kennzeichnung im Prüfbericht

Professionelle Plagiatsprüfungsprogramme wie PlagAware (das über Plagiatscanner.de genutzt wird) verwenden ein intuitives Farbsystem, um verschiedene Arten von Übereinstimmungen zu unterscheiden:

Durch diese Farbkodierung kannst du auf einen Blick erkennen, welche Stellen tatsächlich problematisch sein könnten und welche korrekt gehandhabt wurden. Eine detaillierte Anleitung zur Interpretation deines Prüfberichts findest du in unserem Hilfeguide.

Wie Universitäten mit den Ergebnissen umgehen

Deutsche Hochschulen haben unterschiedliche Ansätze im Umgang mit Plagiatsprüfungsergebnissen. Es gibt keine einheitliche bundesweite Regelung — jede Hochschule legt ihre eigenen Maßstäbe und Verfahren fest. Dennoch lassen sich einige gemeinsame Muster erkennen:

Automatische Prüfung bei der Abgabe

Immer mehr Universitäten führen eine automatische Plagiatsprüfung aller eingereichten Abschlussarbeiten durch. An Hochschulen, die PlagAware einsetzen, geschieht dies häufig automatisch im Hintergrund, sobald die Arbeit über das Prüfungsportal hochgeladen wird. Der Prüfer erhält dann den Bericht zusammen mit der Arbeit.

Differenzierte Bewertung durch den Prüfer

Kein seriöser Prüfer wird eine Arbeit allein aufgrund des Prozentwerts als Plagiat bewerten. Der Standardprozess sieht so aus:

  1. Der Prüfer sieht den Gesamtwert und die markierten Stellen im Bericht.
  2. Er prüft die einzelnen Fundstellen im Kontext der Arbeit: Handelt es sich um korrekt zitierte Stellen, Fachbegriffe oder tatsächlich problematische Übernahmen?
  3. Nur wenn Textpassagen ohne Quellenangabe aus fremden Werken übernommen wurden, wird ein Plagiatsvorwurf erhoben.
  4. Bei Verdacht wird häufig ein Gespräch mit dem Studierenden geführt, bevor Konsequenzen gezogen werden.

Unterschiedliche Konsequenzen je nach Schwere

Die Konsequenzen bei einem bestätigten Plagiat variieren ebenfalls stark:

Typische Prozentwerte und ihre Bedeutung

Um dir eine bessere Orientierung zu geben, haben wir die typischen Prozentwerte und ihre Bedeutung in einer übersichtlichen Tabelle zusammengestellt. Beachte: Diese Werte sind Richtwerte, keine absoluten Grenzen. Die tatsächliche Bewertung hängt immer von der Einzelfallanalyse ab.

Prozentwert Einstufung Empfehlung
0–5 % Unbedenklich In der Regel kein Handlungsbedarf. Die Übereinstimmungen stammen wahrscheinlich aus Fachbegriffen, korrekten Zitaten oder Standardformulierungen. Ein kurzer Blick auf die markierten Stellen ist dennoch empfehlenswert.
5–15 % Prüfung empfohlen Überprüfe die einzelnen Fundstellen genauer. Sind alle Übereinstimmungen auf korrekte Zitate oder Fachbegriffe zurückzuführen? Wenn ja, besteht kein Problem. Wenn nicht, korrigiere fehlende Quellenangaben vor der Abgabe.
15–30 % Kritisch Eine gründliche Überarbeitung ist dringend empfohlen. Analysiere jede markierte Stelle einzeln. Ergänze fehlende Quellenangaben, formuliere zu nah am Original formulierte Passagen in eigenen Worten um und reduziere die Anzahl direkter Zitate.
Über 30 % Hohes Risiko Ein Wert über 30 % deutet in den meisten Fällen auf erhebliche Probleme hin. Bevor du die Arbeit einreichst, solltest du sie grundlegend überarbeiten: Alle Quellen prüfen, Paraphrasen verbessern und im Zweifelsfall mit deinem Betreuer sprechen.

Wichtig: Auch ein niedriger Prozentwert schließt ein Plagiat nicht aus. Wenn beispielsweise eine zentrale Definition ohne Quellenangabe übernommen wurde und dieser einzelne Satz nur 1 % des Gesamttextes ausmacht, kann dies trotzdem als Plagiat gewertet werden. Umgekehrt kann ein hoher Prozentwert (z. B. 25 % in einer juristischen Arbeit) völlig unproblematisch sein, wenn alle Übereinstimmungen auf korrekt zitierte Gesetzestexte zurückzuführen sind.

So senkst du deinen Plagiatswert

Wenn dein Plagiatswert höher ausfällt als erwartet, ist das kein Grund zur Panik. In den meisten Fällen lässt sich der Wert mit gezielten Maßnahmen deutlich reduzieren. Hier sind die effektivsten Strategien:

1. Fehlende Quellenangaben ergänzen

Der häufigste Grund für einen erhöhten Plagiatswert: Du hast eine Quelle sinngemäß verwendet, aber vergessen, sie als solche zu kennzeichnen. Gehe jede markierte Stelle in deinem Prüfbericht durch und prüfe, ob eine Quellenangabe vorhanden ist. Wenn nicht, füge sie nachträglich hinzu. Schon allein dadurch sinkt dein Risiko erheblich — denn ein korrekt zitierter Text ist kein Plagiat.

2. Direkte Zitate in Paraphrasen umwandeln

Zu viele direkte Zitate treiben den Übereinstimmungswert in die Höhe und erwecken zudem den Eindruck mangelnder Eigenleistung. Überlege bei jedem direkten Zitat: Muss diese Stelle wirklich wörtlich zitiert werden, oder reicht eine sinngemäße Wiedergabe in eigenen Worten? In den meisten Fällen ist ein indirektes Zitat die bessere Wahl. Vergiss dabei nicht die Quellenangabe.

3. Passagen sorgfältig paraphrasieren

Wenn du beim Paraphrasieren zu nah am Originaltext bleibst — also nur einzelne Wörter austauschst oder die Satzstruktur leicht umstellst —, erkennt die Plagiatssoftware dies als Paraphrasenplagiat. Schließe das Originaldokument, formuliere den Inhalt komplett in eigenen Worten und überprüfe anschließend, ob du den Sinn korrekt wiedergegeben hast. Das Ergebnis sollte wie dein eigener Text klingen, nicht wie eine leicht veränderte Kopie.

4. Standardformulierungen individualisieren

Akademische Standardphrasen wie „Im Folgenden wird dargestellt", „Die vorliegende Arbeit untersucht" oder „Zusammenfassend lässt sich feststellen" kommen in unzähligen Arbeiten vor und können Übereinstimmungen erzeugen. Versuche, solche Formulierungen individueller zu gestalten oder durch eigenständigere Ausdrucksweisen zu ersetzen.

5. Literaturverzeichnis überprüfen

Auch bibliografische Angaben können Übereinstimmungen erzeugen. Das lässt sich nicht immer vermeiden, aber du solltest sicherstellen, dass dein Literaturverzeichnis fehlerfrei formatiert ist und nur die Quellen enthält, die du tatsächlich im Text zitiert hast.

6. Erneute Prüfung durchführen

Nach der Überarbeitung empfehlen wir dringend, eine erneute Plagiatsprüfung durchzuführen. So siehst du sofort, ob deine Änderungen den gewünschten Effekt haben und ob der Übereinstimmungswert auf ein unbedenkliches Niveau gesunken ist. Bei Plagiatscanner.de erhältst du das Ergebnis in nur etwa 15 Minuten — ideal für eine kurzfristige Überprüfung vor der Abgabe.

Plagiatsprüfung vor der Abgabe

Eine Plagiatsprüfung vor der Abgabe ist keine Schwäche — sie ist ein Zeichen professioneller Sorgfalt. Immer mehr Studierende nutzen diese Möglichkeit, um sicherzustellen, dass ihre Arbeit den Qualitätsstandards entspricht und keine unbeabsichtigten Übereinstimmungen enthält.

Mit Plagiatscanner.de kannst du deine Arbeit schnell und unkompliziert prüfen lassen:

Gerade in Zeiten, in denen Hochschulen ihre Prüfverfahren verschärfen und immer häufiger professionelle Plagiatssoftware einsetzen, gibt dir eine eigene Prüfung vor der Abgabe die Sicherheit, dass du keine böse Überraschung erlebst. Es ist immer besser, Probleme selbst zu entdecken und zu beheben, als vom Prüfer darauf hingewiesen zu werden.

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Häufige Fragen

Ab wie viel Prozent Übereinstimmung ist es ein Plagiat?

Es gibt keinen festen Prozentsatz, ab dem eine Arbeit automatisch als Plagiat gilt. Die meisten deutschen Universitäten sehen einen Übereinstimmungswert von über 15 % als kritisch an und prüfen die betroffenen Stellen genauer. Entscheidend ist jedoch nicht der Gesamtprozentsatz, sondern ob die Übereinstimmungen korrekt zitiert sind oder ob fremde Texte ohne Quellenangabe übernommen wurden.

Ist 5 % Übereinstimmung bei einer Plagiatsprüfung normal?

Ja, ein Übereinstimmungswert von bis zu 5 % ist in der Regel unbedenklich. Solche Werte entstehen häufig durch Fachbegriffe, korrekt zitierte Stellen, Standardformulierungen und Quellenangaben im Literaturverzeichnis. Es empfiehlt sich dennoch, die markierten Stellen kurz zu überprüfen, um sicherzustellen, dass keine Quellenangabe fehlt.

Kann ich meinen Plagiatswert vor der Abgabe senken?

Ja. Wenn dein Plagiatswert höher ist als erwartet, kannst du ihn senken, indem du fehlende Quellenangaben ergänzt, direkte Zitate in Paraphrasen umwandelst, zu nah am Original formulierte Passagen in eigenen Worten neu schreibst und nach der Überarbeitung eine erneute Prüfung durchführst. Bei Plagiatscanner.de erhältst du das Ergebnis in nur 15 Minuten, sodass du auch kurz vor der Abgabe noch Korrekturen vornehmen kannst.

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