Zeitpunkt

Wann du deine Arbeit prüfen lassen solltest

Wann du prüfst, entscheidet darüber, ob dir der Bericht überhaupt noch nützt. Der richtige Moment liegt nach dem letzten inhaltlichen Durchgang und vor der Endformatierung. Dann steht jeder Satz, den du abgeben willst, und eine Korrektur kostet dich noch keine halbe Nacht.

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 |  Zuletzt geprüft: 26.08.2026  |  7 Min. Lesezeit

Der richtige Zeitpunkt in drei Schritten

  1. Inhalt abschließen. Alle Kapitel stehen, das Fazit ist geschrieben, du planst keinen Umbau mehr.
  2. Scannen, solange der Text beweglich ist. Die Prüfung gehört vor die Endformatierung.
  3. Zwei Arbeitstage freihalten. Einer fürs Sichten des Berichts, einer für die Korrekturen.

Wer eine Plagiatsprüfung machen will, sucht selten den perfekten Tag im Kalender, sondern den Punkt, an dem ein Bericht noch etwas verändern kann und die Korrektur nicht schon am fertig gesetzten Dokument scheitert. Dieser Punkt ist schmaler, als er klingt. Er liegt zwischen zwei Arbeitsschritten.

Warum nach dem letzten inhaltlichen Durchgang

Geprüft wird die Fassung, die du hochlädst. Schreibst du danach noch ganze Absätze neu, ergänzt eine Quelle oder holst einen Abschnitt aus einem älteren Entwurf zurück ins Dokument, dann beschreibt dein Bericht einen Text, den es so nicht mehr gibt. Das ist der ganze Grund für die Regel.

Solange du Literatur nachträgst, Kapitel umstellst oder ein Unterkapitel ergänzt, wartest du. Jeder dieser Schritte holt fremden Text ins Dokument. Genau der wird später markiert.

Am deutlichsten sieht man das an einem Kapitel, das erst in der letzten Woche entsteht. Diskussion und Ausblick werden oft ganz zum Schluss geschrieben, häufig mit frischer Literatur, die du vorher nur überflogen hattest. Wer zwei Wochen vor der Abgabe scannt und diese Kapitel danach schreibt, hat für den unkritischsten Teil seiner Arbeit bezahlt und den riskantesten nie geprüft.

Eine Ausnahme betrifft lange Arbeiten. Wer acht Monate an einer Masterarbeit sitzt, hat den Theorieteil im ersten Monat geschrieben, aus Exzerpten, die noch älter sind. Dort stecken erfahrungsgemäß die meisten Übernahmen, und dort ändert sich zum Schluss fast nichts mehr. Ein früher Teilscan nur dieses Kapitels kostet bei 15 Normseiten 4,35 € und nimmt dir die größte Unsicherheit ab, bevor du den empirischen Teil überhaupt beginnst.

Warum vor der Formatierung

Formatierung ändert am Ergebnis nichts. Schriftart, Zeilenabstand und Seitenrand haben keinen Einfluss darauf, welche Sätze mit einer Quelle übereinstimmen. Abgerechnet wird ohnehin nach Normseiten zu 1.800 Zeichen inklusive Leerzeichen, nicht nach Word-Seiten.

Der Ärger entsteht erst danach. Wer nach dem Setzen von Inhaltsverzeichnis, Seitenzahlen und Kopfzeilen noch drei Absätze umschreibt, verschiebt alles dahinter und darf Verzeichnisse und Querverweise ein zweites Mal erzeugen. Bei einer Arbeit mit Abbildungsverzeichnis ist das ein halber Abend.

Daraus folgt die Reihenfolge: Text festzurren, prüfen, korrigieren, setzen. Wie du das Dokument dafür vorbereitest, steht unter Dokument vorbereiten. Den genauen Umfang liefert dir der Normseitenrechner, bevor du bezahlst.

Woran du merkst, dass dein Text reif ist

  • Du hast das Fazit geschrieben und nicht nur skizziert.
  • Kein Kapitel trägt noch die Notiz „hier später ergänzen".
  • Alle Quellen, die du verwenden wolltest, sind eingearbeitet.
  • Du hast die Arbeit einmal am Stück gelesen, ohne dabei zu schreiben.
  • Was jetzt noch kommt, ist Formsache: Verzeichnisse, Nummerierung, Layout.

Trifft einer der Punkte nicht zu, warte noch. Vorher lohnt der Aufwand nicht. Ein Scan auf einen Text, der sich danach noch um ein Fünftel ändert, beantwortet dir eine Frage, die du in dieser Form gar nicht gestellt hast.

Der Ablauf, wenn du so weit bist

Du wählst deine Datei aus, bestätigst den ermittelten Umfang, bezahlst und gibst eine E-Mail-Adresse an, an die der Bericht geht. Ein Konto legst du nicht an. Akzeptiert werden .docx, .doc, .pdf, .txt, .odt, .rtf und .pages bis 50 MB. Der Preis steht vor dem Bezahlen fest: 0,29 € pro Normseite, im Kombi-Scan mit KI-Prüfung 0,39 € statt 0,58 €.

Dann kommt der Teil, den viele unterschätzen: das Lesen. Der Bericht zeigt deinen Text mit farbigen Markierungen, dazu die Quelle hinter jeder Fundstelle und einen Prozentwert über die ganze Arbeit, der für sich genommen wenig aussagt und trotzdem als Erstes ins Auge fällt. Wie du ihn systematisch abarbeitest, steht unter Plagiatsbericht lesen.

Welche Phase sich für den Scan eignet

Phase deiner Arbeit Scan sinnvoll? Warum
Exposé und Gliederung nein Es steht kaum eigener Fließtext da, der markiert werden könnte
Rohtext einzelner Kapitel nur bei langen Arbeiten Der Theorieteil ändert sich später kaum noch
Alle Kapitel stehen, Fazit fertig ja, das ist der Punkt Text vollständig, Änderungen noch billig
Nach dem Lektorat gezielt Nur die neu formulierten Stellen, nicht die ganze Arbeit
Nach der Endformatierung ungünstig Jede Korrektur zwingt dich, Verzeichnisse neu zu erzeugen
Am Abgabetag Notlösung Erkenntnis ohne Zeit, sie umzusetzen

Was bei falschem Timing schiefgeht

Die zwei teuren Fehler

  • Zu früh geprüft. Du bezahlst für eine Fassung, die du danach umbaust. Die neuen Absätze sind ungeprüft, und dein Bericht gibt dir eine Sicherheit, die er längst nicht mehr deckt.
  • Zu spät geprüft. Der Bericht kommt, die Frist auch. Du siehst zwar, wo es hakt, hast aber keine Stunden mehr, um eine zu nahe Paraphrase sauber neu zu schreiben.

Zwischen diesen Fehlern liegt ein schmaler Korridor. Ob eine markierte Stelle überhaupt Arbeit macht, entscheidest du beim Sortieren, denn echte und harmlose Treffer sehen im Bericht zunächst gleich aus.

Wie viel Zeit du einplanen musst

Der Scan liefert in der Regel nach etwa 15 Minuten ein Ergebnis. In seltenen Fällen dauert es länger, im Extremfall bis zu 24 Stunden. Diese Zahl ist der Grund, warum du nicht mit einer Stunde Restzeit anfängst.

Das Sichten kostet deutlich mehr. Bei einer Hausarbeit rechne mit 30 bis 60 Minuten, bei einer Bachelorarbeit mit anderthalb bis drei Stunden. Für jede Stelle, die du wirklich anfassen musst, kommen fünf bis fünfzehn Minuten dazu. Zehn echte Treffer sind ein halber Arbeitstag.

Rechne ehrlich rückwärts, statt zu hoffen. Fünfzehn Minuten Wartezeit, zwei Stunden Lesen und vier Stunden Korrektur ergeben zusammen einen vollen Arbeitstag, und der muss vor deiner Frist liegen, nicht darauf. Wer diesen Tag nicht mehr hat, prüft trotzdem, senkt aber seinen Anspruch: Dann geht es nur noch um die zwei, drei gravierendsten Stellen.

Wo der Scan in deinem Ablauf steht

Zwischen Schreiben und Formatieren, mit zwei Tagen Abstand zur Abgabe. Danach trägst du fehlende Belege nach, formulierst zu nahe Paraphrasen um und setzt wörtliche Übernahmen in Anführungszeichen, samt Seitenzahl der Quelle. Diese Reihenfolge spart Nerven.

Hast du dabei viel umgeschrieben, lohnt ein zweiter Scan nach der Korrektur. Erst wenn dieser Durchgang sauber ist, setzt du Verzeichnisse und Seitenzahlen. Die Handgriffe dafür stehen unter Formatierung in Word.

FAQ

Häufige Fragen

Nach dem letzten inhaltlichen Durchgang und vor der Endformatierung. Zu diesem Zeitpunkt steht jeder Satz, den du abgeben willst, und du kannst einzelne Stellen noch ohne Aufwand umschreiben. Plane danach mindestens zwei Tage ein: einen fürs Sichten des Berichts, einen für die Korrekturen.
Meistens ja. Ein Rohtext, an dem du noch zwei Kapitel umbaust, liefert dir einen Bericht über Passagen, die es später gar nicht mehr gibt. Bei sehr langen Arbeiten kann ein früher Scan des Theorieteils trotzdem lohnen, weil dort die alten Exzerpte stecken.
Technisch ja, praktisch unangenehm. Schriftart und Zeilenabstand ändern am Ergebnis nichts, die Korrekturen danach aber schon: Wer nach dem Setzen der Verzeichnisse noch Absätze umschreibt, verschiebt alle Seitenzahlen dahinter und erzeugt Inhalts- und Abbildungsverzeichnis ein zweites Mal. Deshalb steht der Scan besser eine Stufe früher.
In der Regel etwa 15 Minuten. In seltenen Fällen zieht es sich, im Extremfall bis zu 24 Stunden. Für deine Planung heißt das: Rechne mit einer Viertelstunde, aber verlass dich nicht darauf, wenn zwischen Upload und Abgabe nur zwei Stunden liegen.
Musst du nicht. Es erzeugt viele korrekte Treffer und macht den Prozentwert größer, ohne dass inhaltlich etwas falsch wäre. Wer den Bericht schlanker haben will, lässt Verzeichnis und lange Anhänge weg. Das senkt nebenbei die Zahl der Normseiten und damit den Preis.
0,29 € pro Normseite mit 1.800 Zeichen inklusive Leerzeichen. Eine Hausarbeit mit 18 Normseiten liegt bei 5,22 €, eine Bachelorarbeit mit 45 Normseiten bei 13,05 €. Wer gleichzeitig auf KI-Anteile prüfen lässt, zahlt im Kombi-Scan 0,39 € statt 0,58 € pro Normseite.

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Schritt-für-Schritt durch Upload, Bericht und Korrektur.

AnleitungenZeitplan für die Prüfung AnleitungenMehrfach prüfen AnleitungenScan und Lektorat

Im richtigen Moment prüfen statt im letzten

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