Plagiat Scanner.de Redaktion | Zuletzt geprüft: 26.08.2026 | 6 Min. Lesezeit
Lohnt sich eine Plagiatsprüfung bei einer Hausarbeit?
Bei einer Bachelorarbeit ist die Antwort für die meisten klar. Bei einer Hausarbeit mit 15 Seiten zögern viele — sie erscheint zu klein, um sich Sorgen zu machen.
Das ist ein Trugschluss. Prüfungsämter behandeln eine Hausarbeit prüfungsrechtlich wie jede andere benotete Leistung. Ein nachgewiesener Täuschungsversuch kann die Note auf 5,0 setzen, den Kurs kosten und in die Prüfungsakte wandern. Der Aufwand für einen Scan steht in keinem Verhältnis dazu: wenige Euro und eine Viertelstunde.
Dazu kommt ein zweiter Punkt, über den seltener gesprochen wird. Hausarbeiten entstehen fast immer unter Zeitdruck, oft parallel zu zwei oder drei anderen Kursen. Wer am letzten Wochenende schreibt, kopiert Textstellen in ein Notizdokument und verliert danach den Überblick, was Zitat war und was eigene Formulierung. Genau diese Stellen findet ein Scan.
Die typischen Plagiatsfallen in Hausarbeiten
Hausarbeiten haben eigene Schwachstellen. Sie unterscheiden sich von denen längerer Arbeiten.
Wo es in Hausarbeiten am häufigsten hakt
- Der Theorieteil aus einem einzigen Lehrbuch. Bei 15 Seiten stützt sich das Grundlagenkapitel oft auf zwei, drei Standardwerke. Wer nah am Original bleibt, produziert schnell eine Paraphrase, die keine mehr ist.
- Definitionen ohne Beleg. „Unter Motivation versteht man …" klingt nach Allgemeinwissen, stammt aber meistens wörtlich aus einer bestimmten Quelle.
- Übernommene Seminarfolien. Formulierungen aus dem Skript deiner Dozentin sind fremder Text. Sie brauchen eine Quellenangabe wie jede andere Quelle.
- Vergessene Belege beim Kürzen. Wenn du am Ende zwei Seiten streichen musst, verschwinden Fußnoten mit — der Text davor bleibt stehen.
Der häufigste Fall ist keine böse Absicht, sondern das sogenannte Patchwriting: Du tauschst einzelne Wörter gegen Synonyme, behältst aber Satzbau und Gedankenführung des Originals. Formal steht da etwas Neues. Für die Bewertung ist es trotzdem übernommen.
Wann du deine Hausarbeit prüfen solltest
Der beste Zeitpunkt liegt nach dem letzten inhaltlichen Durchgang und vor der Formatierung. Dann steht dein Text, und du hast noch Zeit, einzelne Stellen umzuschreiben.
- Rohtext fertig. Alle Kapitel stehen, das Fazit ist geschrieben. Jetzt kannst du zum ersten Mal sinnvoll prüfen.
- Bericht durchgehen. Rechne mit 30 bis 60 Minuten, um die Treffer zu sichten und die echten von den harmlosen zu trennen.
- Korrigieren. Quellen nachtragen, zu nahe Paraphrasen neu formulieren, wörtliche Übernahmen in Anführungszeichen setzen.
- Optional zweiter Scan. Wenn du viel umgeschrieben hast, lohnt ein zweiter Durchlauf zur Kontrolle.
Zwei Tage Puffer vor der Abgabe reichen für diesen Ablauf bequem. Wer erst am Abgabetag prüft, findet zwar noch Probleme, hat aber kaum noch Zeit, sie sauber zu lösen.
Was die Prüfung deiner Hausarbeit kostet
Abgerechnet wird nach Normseiten. Eine Normseite sind 1.800 Zeichen inklusive Leerzeichen — das ist die übliche Bezugsgröße im Lektorat und deutlich fairer als eine Abrechnung pro Word-Seite, weil Schriftgröße und Zeilenabstand keine Rolle spielen.
| Hausarbeit | Zeichen (ca.) | Normseiten | Plagiat Scan | Kombi mit KI Scan |
|---|---|---|---|---|
| 8 Seiten | 16.000 | 9 | 2,61 € | 3,51 € |
| 12 Seiten | 25.000 | 14 | 4,06 € | 5,46 € |
| 15 Seiten | 31.000 | 18 | 5,22 € | 7,02 € |
| 20 Seiten | 42.000 | 24 | 6,96 € | 9,36 € |
Die genaue Zeichenzahl deines Dokuments findest du in Word unter „Überprüfen" → „Wörter zählen". Wenn du es exakt haben willst, rechnet der Normseitenrechner dir die Zahl aus. Der Kombi-Scan prüft zusätzlich auf KI-Anteile und kostet 0,39 € statt 0,58 € pro Normseite.
Was im Bericht steht
Du bekommst ein PDF. Darin ist dein Text vollständig abgebildet, markierte Passagen sind farbig hinterlegt und mit der gefundenen Quelle verlinkt. Zusätzlich siehst du eine Prozentangabe über die gesamte Arbeit.
Die Prozentzahl ist der am häufigsten missverstandene Teil. Sie sagt für sich genommen wenig aus. Was zählt, ist die Frage hinter jedem einzelnen Treffer:
- Steht an dieser Stelle eine Quellenangabe?
- Ist eine wörtliche Übernahme als Zitat gekennzeichnet?
- Handelt es sich um einen Fachbegriff oder eine feststehende Wendung, die kaum anders formulierbar ist?
- Ist es mein eigener Text aus einer früheren Arbeit — also ein möglicher Fall von Selbstplagiat?
Treffer im Literaturverzeichnis sind normal und kein Problem: Titelangaben müssen mit der Quelle übereinstimmen. Wie du echte von harmlosen Treffern unterscheidest, steht ausführlich unter echte vs. falsche Treffer.
Was du vor dem Upload aus dem Dokument nehmen solltest
Du kannst deine Hausarbeit komplett hochladen — das ist der Normalfall und funktioniert. Wer den Bericht übersichtlicher haben will, entfernt vorher zwei Teile:
- Das Literaturverzeichnis. Es erzeugt viele Treffer, die alle korrekt sind, und macht die Prozentzahl unnötig groß.
- Umfangreiche Anhänge. Transkripte, Gesetzestexte oder abgedruckte Fragebögen bestehen fast vollständig aus fremdem Text.
Beides senkt außerdem die Seitenzahl und damit den Preis. Wie du dabei vorgehst, steht unter Literaturverzeichnis ausschließen.
Akzeptiert werden .docx, .doc, .pdf, .txt, .odt, .rtf und .pages, bis 50 MB und bis 999 Normseiten. Eine Hausarbeit liegt davon meilenweit entfernt.
Deine Hausarbeit bleibt deine Hausarbeit
Der Upload läuft verschlüsselt, die Verarbeitung findet auf Servern in Deutschland statt und richtet sich nach der DSGVO. Nach 14 Tagen wird deine Datei automatisch gelöscht.
Wichtig für den akademischen Kontext: Deine Arbeit wird nicht in eine Vergleichsdatenbank aufgenommen. Sie taucht später also nicht als Quelle auf, wenn jemand anderes prüft — und auch nicht, wenn deine Hochschule dieselbe Arbeit noch einmal durch ihre eigene Software schickt. Ein Konto brauchst du nicht.
Checkliste vor der Abgabe
- Jede Übernahme im Text hat einen Beleg — auch die sinngemäßen.
- Wörtliche Zitate stehen in Anführungszeichen und mit Seitenzahl.
- Definitionen aus Lehrbüchern sind als solche gekennzeichnet.
- Seminarfolien und Skripte sind im Literaturverzeichnis aufgeführt.
- Der Scan ist durchgelaufen und jeder Treffer ist bewertet.
- Nach der Korrektur ist ein zweiter Blick auf die geänderten Stellen gegangen.
Mehr zu den einzelnen Punkten findest du unter Plagiat vermeiden und in der Abgabe-Checkliste.