Plagiat Scanner.de Redaktion — redaktionell verantwortlich: Benjamin Lohrer | Zuletzt geprüft: 04.09.2026 | 7 Min. Lesezeit
Lohnt sich eine Plagiatsprüfung bei einer Hausarbeit?
Bei einer Bachelorarbeit ist die Antwort für die meisten klar. Bei einer Hausarbeit mit 15 Seiten zögern viele — sie erscheint zu klein, um sich Sorgen zu machen.
Ob sich eine Vorabprüfung lohnt, hängt nicht allein von der Seitenzahl ab. Auch in einer kurzen benoteten Arbeit müssen fremde Gedanken und Wortlaute nachvollziehbar belegt sein. Welche Folgen ein Fehler oder ein Täuschungsverdacht hat, bestimmt die konkrete Prüfungsordnung und der Einzelfall; eine allgemeine Note oder Sanktion lässt sich seriös nicht versprechen.
Der praktische Nutzen eines Scans ist enger: Er kann Textübereinstimmungen sichtbar machen, die du anschließend an Quelle, Zitatkennzeichnung und Kontext prüfst. Die Freie Universität Berlin betont, dass Antiplagiatssoftware nur Hinweise liefert und jede erkannte Stelle einzeln bewertet werden muss.
Dazu kommt ein zweiter Punkt, über den seltener gesprochen wird. Hausarbeiten entstehen fast immer unter Zeitdruck, oft parallel zu zwei oder drei anderen Kursen. Wer am letzten Wochenende schreibt, kopiert Textstellen in ein Notizdokument und verliert danach den Überblick, was Zitat war und was eigene Formulierung. Genau diese Stellen findet ein Scan.
Die typischen Plagiatsfallen in Hausarbeiten
Hausarbeiten haben eigene Schwachstellen. Sie unterscheiden sich von denen längerer Arbeiten.
Wo es in Hausarbeiten am häufigsten hakt
- Der Theorieteil aus einem einzigen Lehrbuch. Bei 15 Seiten stützt sich das Grundlagenkapitel oft auf zwei, drei Standardwerke. Wer nah am Original bleibt, produziert schnell eine Paraphrase, die keine mehr ist.
- Definitionen ohne Beleg. „Unter Motivation versteht man …" klingt nach Allgemeinwissen, stammt aber meistens wörtlich aus einer bestimmten Quelle.
- Übernommene Seminarfolien. Formulierungen aus dem Skript deiner Dozentin sind fremder Text. Sie brauchen eine Quellenangabe wie jede andere Quelle.
- Vergessene Belege beim Kürzen. Wenn du am Ende zwei Seiten streichen musst, verschwinden Fußnoten mit — der Text davor bleibt stehen.
Der häufigste Fall ist keine böse Absicht, sondern das sogenannte Patchwriting: Du tauschst einzelne Wörter gegen Synonyme, behältst aber Satzbau und Gedankenführung des Originals. Formal steht da etwas Neues. Für die Bewertung ist es trotzdem übernommen.
Wann du deine Hausarbeit prüfen solltest
Der beste Zeitpunkt liegt nach dem letzten inhaltlichen Durchgang und vor der Endformatierung. Dann steht dein Text, und du hast noch Zeit, einzelne Stellen zu prüfen. Setze den Auftrag mindestens drei Werktage vor die Abgabe: bis zum nächsten Werktag für die zugesagte Lieferung, danach je einen Block für Auswertung und Reserve.
- Rohtext fertig. Alle Kapitel stehen, das Fazit ist geschrieben. Jetzt kannst du zum ersten Mal sinnvoll prüfen.
- Bericht durchgehen. Rechne mit 30 bis 60 Minuten, um die Treffer zu sichten und die echten von den harmlosen zu trennen.
- Korrigieren. Quellen nachtragen, zu nahe Paraphrasen neu formulieren, wörtliche Übernahmen in Anführungszeichen setzen.
- Optional zweiter Scan. Wenn du viel umgeschrieben hast, lohnt ein zweiter Durchlauf zur Kontrolle.
Drei Werktage Puffer sind keine Erfolgsgarantie, aber ein belastbarer Mindestplan. Wer erst am Abgabetag bestellt, kann weder die Lieferfrist noch die Dauer inhaltlicher Korrekturen sinnvoll auffangen. Die Seite Wie lange dauert eine Plagiatsprüfung? trennt technische Laufzeit, Lieferfrist und eigene Arbeitszeit im Detail.
Was die Prüfung deiner Hausarbeit kostet
Der Plagiat Scan rechnet nach Normseiten ab. Eine Normseite sind 1.800 Zeichen inklusive Leerzeichen — das ist die übliche Bezugsgröße im Lektorat und deutlich fairer als eine Abrechnung pro Word-Seite, weil Schriftgröße und Zeilenabstand keine Rolle spielen. Der Preis ist der höhere Wert aus 2,90 € und der aufgerundeten Normseitenzahl mal 0,29 € (Kombi: mal 0,39 €); der Mindestbestellwert wird nie zusätzlich zum Seitenpreis berechnet.
| Hausarbeit | Zeichen (ca.) | Normseiten | Plagiat Scan | Kombi mit KI Scan |
|---|---|---|---|---|
| 8 Seiten | 16.000 | 9 | 2,90 € Mindestpreis (9 × 0,29 € = 2,61 €) | 3,51 € (9 × 0,39 €) |
| 12 Seiten | 25.000 | 14 | 4,06 € | 5,46 € |
| 15 Seiten | 31.000 | 18 | 5,22 € | 7,02 € |
| 20 Seiten | 42.000 | 24 | 6,96 € | 9,36 € |
Die Zeilen sind Rechenbeispiele mit geschätzten Zeichenzahlen, keine Messungen echter Hausarbeiten. Die genaue Zeichenzahl deines Dokuments findest du in Word unter „Überprüfen" → „Wörter zählen". Wenn du es exakt haben willst, rechnet der Normseitenrechner dir die Zahl aus. Für Einzel- und Kombi-Scans gilt ein Mindestbestellwert von 2,90 €; der konkrete Gesamtpreis wird vor der Zahlung angezeigt.
Was im Bericht steht
Du bekommst ein PDF. Darin ist dein Text vollständig abgebildet, markierte Passagen sind farbig hinterlegt und mit der gefundenen Quelle verlinkt. Zusätzlich siehst du eine Prozentangabe über die gesamte Arbeit.
Die Prozentzahl ist der am häufigsten missverstandene Teil. Sie sagt für sich genommen wenig aus. Was zählt, ist die Frage hinter jedem einzelnen Treffer:
- Steht an dieser Stelle eine Quellenangabe?
- Ist eine wörtliche Übernahme als Zitat gekennzeichnet?
- Handelt es sich um einen Fachbegriff oder eine feststehende Wendung, die kaum anders formulierbar ist?
- Ist es mein eigener Text aus einer früheren Arbeit — also ein möglicher Fall von Selbstplagiat?
Treffer im Literaturverzeichnis sind normal und kein Problem: Titelangaben müssen mit der Quelle übereinstimmen. Wie du echte von harmlosen Treffern unterscheidest, steht ausführlich unter echte vs. falsche Treffer.
Was du vor dem Upload aus dem Dokument nehmen solltest
Du kannst deine Hausarbeit komplett hochladen — das ist der Normalfall und funktioniert. Wer den Bericht übersichtlicher haben will, entfernt vorher zwei Teile:
- Das Literaturverzeichnis. Es erzeugt viele Treffer, die alle korrekt sind, und macht die Prozentzahl unnötig groß.
- Umfangreiche Anhänge. Transkripte, Gesetzestexte oder abgedruckte Fragebögen bestehen fast vollständig aus fremdem Text.
Beides senkt außerdem die Seitenzahl und damit den Preis. Wie du dabei vorgehst, steht unter Literaturverzeichnis ausschließen.
Akzeptiert werden .docx, .doc, .pdf, .txt, .odt, .rtf und .pages, bis 50 MB und bis 999 Normseiten. Eine Hausarbeit liegt davon meilenweit entfernt.
Datenfluss statt pauschalem Löschversprechen
Die Datei wird bereits vor der Zahlung auf dem Server von PlagiatScanner.de gespeichert, damit Umfang und Preis ermittelt werden können. Für die bestellte Prüfung wird sie anschließend im beschriebenen Dienstleisterprozess verarbeitet. Der aktuelle technische Stand belegt keine feste automatische Löschfrist für Upload- und Tokendateien; deshalb nennt diese Seite keine erfundene 14-Tage-Garantie.
Die vollständige Empfänger-, Speicher- und Zweckbeschreibung steht in der Datenschutzerklärung. Für Texte anderer Personen brauchst du unabhängig davon eine tragfähige Grundlage für den Upload. Deine Hochschule erhält von PlagiatScanner.de keine automatische Mitteilung über den Auftrag.
Checkliste vor der Abgabe
- Jede Übernahme im Text hat einen Beleg — auch die sinngemäßen.
- Wörtliche Zitate stehen in Anführungszeichen und mit Seitenzahl.
- Definitionen aus Lehrbüchern sind als solche gekennzeichnet.
- Seminarfolien und Skripte sind im Literaturverzeichnis aufgeführt.
- Der Scan ist durchgelaufen und jeder Treffer ist bewertet.
- Nach der Korrektur ist ein zweiter Blick auf die geänderten Stellen gegangen.
Mehr zu den einzelnen Punkten findest du unter Plagiat vermeiden und in der Abgabe-Checkliste.
Quellen und Stand
- PlagAware: Häufige Fragen zu PlagAware. Offizielle Anbieterangabe zur technischen Dauer von wenigen Minuten bis zu einigen Stunden; kein unabhängiger Leistungstest und keine Lieferzusage von PlagiatScanner.de.
- PlagAware: Der Prüfbericht im Detail. Offizielle Beschreibung von Fundstellen, Quellenklassen und Bericht; keine fachliche Bewertung deiner Hausarbeit.
- Freie Universität Berlin: Was kann Antiplagiatssoftware leisten?. Institutionelle Einordnung zum Hinweischarakter und zur notwendigen Einzelfallprüfung.
Alle externen Quellen und Aussagen zuletzt fachlich geprüft am 04.09.2026. Lieferfrist, Mindestpreis und Datenfluss folgen dem aktuell verifizierten Stand von Checkout, Vertrags- und Datenschutzinformationen; konkrete Hochschulfolgen richten sich nach der jeweils geltenden Prüfungsordnung.