Portfolio

Plagiatsprüfung für dein Portfolio

Ein Portfolio sammelt Texte aus mehreren Semestern. Genau daraus entsteht das Hauptproblem: eigene ältere Passagen tauchen wieder auf, ohne dass es jemand kennzeichnet. Ein Scan macht diese Überschneidungen sichtbar.

Server in Deutschland Ergebnis in 15 Min. 70 Mrd. Quellen

 |  Zuletzt geprüft: 26.08.2026  |  6 Min. Lesezeit

Das Portfolio hat ein eigenes Plagiatsproblem

Bei den meisten Arbeiten geht es um fremden Text. Beim Portfolio geht es zuerst um den eigenen.

Ein Portfolio sammelt, was über mehrere Semester entstanden ist: Reflexionen, Praxisberichte, Seminarausarbeitungen, manchmal Unterrichtsentwürfe. Diese Texte wurden oft schon einmal eingereicht und bewertet. Sie jetzt erneut abzugeben, ist der Sinn der Sache — aber nur, wenn es transparent geschieht.

Ohne Kennzeichnung entsteht eine Doppelverwertung: Dieselbe Leistung wird zweimal angerechnet. In vielen Prüfungsordnungen ist das ein eigener Tatbestand, unabhängig davon, dass der Text von dir stammt. Mehr dazu unter Plagiat vs. Doppelverwertung.

Was in einem Portfolio zusammenkommt

Die typischen Risikostellen

  • Wiederverwendete eigene Texte. Reflexionen und Ausarbeitungen aus früheren Modulen, ungekennzeichnet übernommen.
  • Theoriebausteine. Dieselbe Definition oder Modellbeschreibung taucht in mehreren Teilen des Portfolios auf, weil sie aus derselben Quelle stammt.
  • Unterrichts- und Fallmaterial. Arbeitsblätter, Konzepte und Ablaufpläne aus der Praxisstelle sind fremde Texte, auch wenn du damit gearbeitet hast.
  • Standardformulierungen aus Fachliteratur. Bei pädagogischen und sozialarbeiterischen Portfolios wiederholen sich Begriffsdefinitionen zwangsläufig.

Eigene Vorarbeit richtig kennzeichnen

Die Regel ist einfacher, als sie klingt: Sag, was woher kommt.

  1. Übersicht voranstellen. Eine Tabelle am Anfang, die jeden Teil des Portfolios seiner Entstehung zuordnet: Modul, Semester, ob bereits bewertet.
  2. An der Stelle selbst hinweisen. Ein Satz zu Beginn des Abschnitts genügt: „Überarbeitete Fassung meiner Reflexion aus dem Modul XY, Sommersemester 2025."
  3. Überarbeitung sichtbar machen. Wenn du einen alten Text weiterentwickelt hast, beschreib kurz, was sich geändert hat. Das ist oft genau der Lernnachweis, den das Portfolio zeigen soll.
  4. Im Zweifel fragen. Die Modulbeschreibung sagt selten etwas dazu. Die Lehrperson schon.

Warum das kein Nachteil ist

Ein Portfolio soll Entwicklung dokumentieren. Wenn du zeigst, dass eine Reflexion aus dem dritten Semester stammt und wie du sie heute anders siehst, ist das inhaltlich stärker als ein Text, der so tut, als sei er neu.

Fallbeispiele und Datenschutz

Portfolios in Lehramt, Sozialer Arbeit und Pflege enthalten fast immer Fallbeschreibungen: ein Kind, eine Klientin, eine Pflegesituation.

Hier gilt eine zweite Regelebene neben der Plagiatsfrage. Personenbezogene Daten dürfen nicht ohne Weiteres in eine Studienleistung. Anonymisiere:

  • Namen durch Initialen oder Pseudonyme ersetzen.
  • Einrichtung nur allgemein bezeichnen: „eine Grundschule in einer Mittelstadt".
  • Alter und Daten vergröbern, wo sie identifizierend wirken.
  • Besondere Merkmale weglassen, wenn sie nicht fachlich nötig sind.
  • Keine Fotos oder Originaldokumente ohne Einwilligung beilegen.

Wenn du unsicher bist, frag deine Praxisstelle nach deren Regelung. Viele Einrichtungen haben eine.

Was der Scan kostet

Portfolio Zeichen (ca.) Normseiten Plagiat Scan Kombi mit KI
20 Seiten 40.000 23 6,67 € 8,97 €
30 Seiten 61.000 34 9,86 € 13,26 €
40 Seiten 82.000 46 13,34 € 17,94 €
60 Seiten 123.000 69 20,01 € 26,91 €

Abgerechnet wird in Normseiten zu 1.800 Zeichen inklusive Leerzeichen. Wenn dein Portfolio viele Arbeitsblätter, Fotos oder Formulare enthält, liegt die Normseitenzahl deutlich unter der Seitenzahl. Umrechnen kannst du im Normseitenrechner.

Fremdes Material aus der Praxisstelle

Portfolios enthalten fast immer Material, das du nicht selbst erstellt hast: Arbeitsblätter, Beobachtungsbögen, Konzeptpapiere, Ablaufpläne der Einrichtung. Für diese Unterlagen gelten zwei Regeln nebeneinander.

Die erste ist die Belegpflicht. Jede übernommene Unterlage gehört mit Urheber, Titel, Einrichtung und Jahr gekennzeichnet — auch dann, wenn sie unveröffentlicht ist und nirgends online steht. Dass eine Software sie nicht findet, ändert daran nichts.

Die zweite betrifft das Nutzungsrecht. Arbeitsblätter aus Schulbuchverlagen sind urheberrechtlich geschützt. Sie im Original in ein Portfolio zu legen, das nur der bewertenden Person vorliegt, ist etwas anderes, als sie zu veröffentlichen. Wenn du unsicher bist, beschreibe das Material und lege es nicht bei.

  • Arbeitsblatt eines Verlags: Quelle nennen, Abdruck nur wenn nötig
  • Konzept der Einrichtung: mit Träger, Titel und Jahr belegen
  • Selbst erstelltes Material: als eigenes kennzeichnen
  • Material nach fremder Vorlage: „eigene Darstellung nach …"
  • Fotos aus der Einrichtung: nur mit Einwilligung, Personen unkenntlich

Wie du das Portfolio zusammenführst

Der technisch heikelste Moment ist das Zusammenfügen der Einzelteile. Aus fünf Dokumenten wird eines, und dabei gehen typischerweise drei Dinge verloren: Fußnoten beim Kopieren zwischen Dateien, Quellenangaben in Kopfzeilen und die Zuordnung, welcher Teil wann entstanden ist.

Geh deshalb in dieser Reihenfolge vor: erst alle Teile in ein Dokument bringen, dann die Belege durchsehen, dann die Herkunftsübersicht ergänzen, und erst danach scannen. Wer vor dem Zusammenführen prüft, findet die Überschneidungen zwischen den Teilen nicht — und genau die sind bei einem Portfolio der interessanteste Befund.

Ein Scan des Gesamtdokuments kostet nach Umfang, ohne Aufschlag für die Zahl der Einzelteile.

So prüfst du sinnvoll

Prüfe das zusammengeführte Gesamtdokument, nicht die Einzelteile. Nur dann werden die Überschneidungen zwischen deinen eigenen Abschnitten sichtbar — und die sind bei einem Portfolio der interessanteste Befund.

Wenn dieselbe Definition dreimal auftaucht, siehst du es im Bericht sofort. Das ist nicht automatisch ein Fehler, aber es ist ein Hinweis: Entweder du kürzt die Wiederholung, oder du verweist beim zweiten Mal auf die erste Stelle.

Anhänge mit fremdem Material — Arbeitsblätter, Gesetzestexte, Formulare — solltest du vom Scan ausnehmen. Sie erzeugen Treffer, die nichts über deinen Text aussagen. Wie das geht, steht unter Anhang ausschließen.

Vor der Abgabe

  1. Jeder wiederverwendete eigene Text ist gekennzeichnet.
  2. Eine Übersicht zeigt, welcher Teil aus welchem Modul stammt.
  3. Fremde Materialien aus der Praxisstelle sind als Quelle belegt.
  4. Fallbeispiele sind anonymisiert.
  5. Der Scan ist über das Gesamtdokument gelaufen.
  6. Wiederholungen zwischen den Teilen sind entweder gekürzt oder als Verweis gelöst.
FAQ

Häufige Fragen

0,29 € pro Normseite mit 1.800 Zeichen. Ein Portfolio mit 40 Seiten hat rund 40 bis 48 Normseiten und kostet damit etwa 12 bis 14 €.
Es kann eines sein. Wenn beide Leistungen getrennt bewertet werden, gilt die ungekennzeichnete Wiederverwendung als Doppelverwertung. Bei Portfolios ist die Wiederverwendung oft ausdrücklich vorgesehen — dann muss sie nur gekennzeichnet sein.
Mit einem Hinweis an der Stelle selbst: „Dieser Abschnitt basiert auf meiner Reflexion vom Wintersemester 2024/25, Modul XY." Bei größeren Übernahmen gehört der Hinweis zusätzlich in ein Vorwort oder eine Übersicht.
Ja, aber anonymisiert. Namen, Orte, Einrichtungen und identifizierende Details gehören verändert oder weggelassen. Das ist eine Datenschutzfrage, keine Plagiatsfrage — sie trifft aber dasselbe Dokument.
Das ist unterschiedlich. Portfolios sind benotete Leistungen, damit gelten dieselben Täuschungsregeln wie bei einer Hausarbeit. Ob routinemäßig geprüft wird, weiß dein Prüfungsamt.
Nein. Die Datei wird nur für deinen Scan verarbeitet, auf Servern in Deutschland nach DSGVO, und nach 14 Tagen gelöscht. Sie geht nicht in einen Vergleichsbestand ein.

Portfolio prüfen, bevor du es abgibst

Ergebnis in der Regel in 15 Minuten. Kein Abo, keine Registrierung.

Plagiat Scan 0,29 € / Normseite
Jetzt Plagiat Scan starten