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Gibt es eine wirklich kostenlose Plagiatsprüfung?

Kostenlos möglich ist ein Web-Check über einzelne Absätze. Eine vollständige Plagiatsprüfung deiner Arbeit gegen einen großen Bestand an Fachliteratur kennen wir nach unserer Marktbeobachtung nicht als kostenloses Angebot. Warum das an Datenquellen und Rechenaufwand liegen kann und wie klein der Betrag stattdessen ausfällt, steht hier.

Datenweg transparent beschrieben Lieferung spätestens am nächsten Werktag Verfügbare Online-Quellen

— redaktionell verantwortlich: Benjamin Lohrer  |  Zuletzt geprüft: 02.10.2026  |  7 Min. Lesezeit

Die ehrliche Antwort auf die Gratis-Frage

Kostenlos möglich sind Web-Suchen über Textausschnitte. Eine vollständige Prüfung deiner Arbeit gegen einen großen wissenschaftlichen Quellenbestand kennen wir nicht als kostenloses Angebot, bei uns jedenfalls nicht: Hier kostet jede Bestellung mindestens 2,90 €.

So ein Gratis-Werkzeug funktioniert simpel: Du kopierst einen Absatz in ein Formular, der Dienst sucht diese Wortfolge in frei zugänglichen Seiten und meldet, wo sie sonst noch auftaucht. Das ist nützlich, wenn du bei einem einzelnen Satz unsicher bist. Eine Prüfung deiner Arbeit ist es nicht.

Der Unterschied steckt im Bestand, gegen den geprüft wird. Deine Quellen stehen zum großen Teil in Fachzeitschriften, Sammelbänden und Hochschulschriften, die hinter Bezahlschranken liegen und für Suchmaschinen oft unsichtbar sind. Dort schauen kostenlose Tools in der Regel nicht nach. Das Problem betrifft allerdings auch bezahlte Prüfungen: Nicht öffentlich zugängliche oder technisch nicht erfasste Quellen kann kein Abgleich finden, weshalb ein niedriger Wert nie beweist, dass nichts übernommen wurde.

Wovon der Preis einer Prüfung abhängt

Wie andere Anbieter kalkulieren, wissen wir nicht. Bei einer Plagiatsprüfung fallen typischerweise zwei Arten von Kosten an, und sie erklären, warum ein vollständiger Abgleich selten verschenkt wird.

Der erste Posten sind die Quellen. Je größer der Bestand, gegen den abgeglichen wird, desto eher hängen daran Zugangs- oder Lizenzkosten, laufend und nicht einmalig. Das ist die eigentliche Substanz einer Plagiatsprüfung: nicht allein der Algorithmus, sondern das, wogegen er sucht.

Der zweite Posten ist Rechenzeit. Eine Bachelorarbeit mit rund 81.000 Zeichen wird in viele überlappende Textabschnitte zerlegt, die einzeln gegen den Quellenbestand laufen. Das braucht Server und Strom. Wer beides dauerhaft verschenkt, holt das Geld meist anderswo herein.

Bei Plagiat Scanner.de setzt sich der Preis aus 0,29 € je Normseite zusammen, mit einem Mindestpreis von 2,90 € je Bestellung. Wie wir intern kalkulieren, veröffentlichen wir nicht; relevant für dich ist, was im Checkout vor der Zahlung steht.

Was kostenlose Werkzeuge tatsächlich können

Unterschätze sie deshalb nicht komplett. Für bestimmte Aufgaben sind sie genau das richtige Werkzeug, und du sparst dir den Umweg über eine Bestellung.

Was du brauchst Gratis machbar Was dafür fehlt
Einen Satz auf wörtliche Übernahme prüfen ja nichts, dafür reicht es
Einen Absatz aus einer Webquelle gegenprüfen meist ja lizenzierte Fachliteratur
Ganze Hausarbeit mit 31.000 Zeichen selten Zeichenlimit, Bericht
Bachelor- oder Masterarbeit vollständig nein Datenbasis, Berichtsformat
Belegbarer Bericht für die Betreuung nein PDF mit Quellenzuordnung
Prüfung auf KI-Anteile im selben Durchlauf nein zweiter Scan nötig

Die Zeile mit dem Zeichenlimit ist die wichtigste. Viele Gratis-Dienste nehmen ein paar tausend Zeichen an, was für zwei Absätze reicht. Eine Hausarbeit hat das Zehnfache davon, eine Masterarbeit das Fünfzigfache.

Was du für 0,29 € pro Normseite bekommst

Abgerechnet wird nach angefangenen Normseiten, jede Bestellung mindestens 2,90 €. Eine Normseite umfasst 1.800 Zeichen mit Leerzeichen, unabhängig davon, wie du dein Dokument formatierst. Schriftgrad und Rand ändern daran nichts.

Damit kostet eine Hausarbeit mit 18 Normseiten 5,22 €, eine Bachelorarbeit mit 45 Normseiten 13,05 € und eine Masterarbeit mit 80 Normseiten 23,20 €. Enthalten ist der Abgleich der hochgeladenen Datei, ein Bericht mit markierten Textübereinstimmungen und möglichen Quellen und die Lieferung per E-Mail spätestens am nächsten Werktag. Die einzelnen Fundstellen bewertest du selbst am Original. Willst du gleichzeitig wissen, wie ein KI-Detektor deinen Text einschätzt, kostet das Paket aus beiden Prüfungen 0,39 € je Normseite; zwei einzeln bestellte Prüfungen kosten 0,58 €.

Setz diese Beträge ins Verhältnis. Eine Hausarbeit kostet weniger als zwei Kaffees. Der Kurs, an dem sie hängt, kostet ein Semester.

Wo du legitim sparen kannst

Es gibt zwei Hebel, und der erste hat eine Grenze.

Zwei Wege zu einem kleineren Betrag

  • Den Umfang der hochgeladenen Fassung bewusst wählen. Verzeichnisse und Anhänge kosten Normseiten. Ob sie zur Abgabefassung gehören, regelt dein Fach, und was du nicht hochlädst, kann der Bericht nicht prüfen. Notiere deshalb, welche Fassung du geprüft hast. Wie du Teile sauber abtrennst, steht unter Anhang vom Scan ausschließen.
  • Rabattcode nutzen. Mit plagiat-scan10 bekommst du 10 % auf den Bestellbetrag, aber nie unter den Mindestpreis von 2,90 €. Aus 13,05 € für die Bachelorarbeit werden etwa 11,75 €.

Was du besser lässt: die Arbeit in Häppchen zerlegen und nur ein Kapitel prüfen, um Geld zu sparen, wenn du eigentlich eine Aussage über die ganze Arbeit brauchst. Plagiatsrisiken verteilen sich nicht gleichmäßig über eine Arbeit. Ausgerechnet das Grundlagenkapitel, das viele beim Sparen als Erstes streichen, stützt sich oft auf wenige Lehrbücher und ist damit eine anfällige Stelle. Jede Teilbestellung kostet außerdem mindestens 2,90 €.

Wann eine Gratis-Prüfung genügt

Es gibt Situationen, in denen du wirklich kein Geld ausgeben musst, und sie sind häufiger, als der Verkaufsreflex nahelegt.

Bei einem unbenoteten Referat, einem Blogtext oder einer Übungsaufgabe, die nicht in die Prüfungsakte wandert, reicht ein schneller Web-Check über die zwei oder drei Absätze, bei denen du zögerst. Auch wenn du nur klären willst, ob eine bestimmte Formulierung aus deinem Notizdokument von dir selbst stammt oder aus einer kopierten Quelle, hilft die einfache Suche zuverlässig weiter.

Sobald eine Note dranhängt, kippt die Rechnung. Ein Täuschungsvorwurf kostet dich im schlimmsten Fall den Kurs oder mehr, und die Gratis-Prüfung hat genau die Quellen nicht gesehen, aus denen du zitiert hast.

Der Sonderfall Hochschulzugang

Manche Hochschulen haben Prüfsoftware lizenziert und stellen sie bereit. Ob das bei dir so ist, erfährst du nur durch Nachfragen.

Sprich das Prüfungsamt an oder frag in der Bibliothek. Wo ein Zugang existiert, läuft er häufig über die Betreuung und erst bei der offiziellen Abgabe, nicht über dich selbst im Entwurfsstadium. Was dabei sonst noch zu klären ist, steht unter Zahlt die Uni die Plagiatsprüfung.

Was du jetzt machst

Zähl zuerst die Zeichen deiner Arbeit, dann kennst du deinen Betrag. Word zeigt den Wert im Reiter „Überprüfen" unter „Wörter zählen"; genauer und ohne Umweg rechnet der Normseitenrechner.

Danach entscheidest du nach Einsatz. Übungstext ohne Note: Gratis-Suche über die kritischen Absätze, fertig. Benotete Arbeit: vollständiger Scan, eingeplant mit ein paar Tagen Luft vor dem Abgabetermin, damit du gefundene Stellen noch korrigieren kannst und sie nicht bloß zur Kenntnis nimmst. Diese Reihenfolge ist der ganze Trick: erst zählen, dann entscheiden, dann prüfen. Die Übersicht aller Beträge findest du unter Preise.

FAQ

Häufige Fragen

Für kurze Ausschnitte ja, für eine ganze Arbeit nach unserer Kenntnis nicht. Gratis-Werkzeuge durchsuchen meist frei zugängliche Webseiten und nehmen oft nur wenige tausend Zeichen an. Ein Abgleich gegen lizenzierte Fachliteratur hinter Bezahlschranken ist bei kostenlosen Angeboten in der Regel nicht enthalten. Für einen einzelnen Satz reicht es trotzdem.
Wir kennen die Kalkulation anderer Anbieter nicht. Typische Kostenpunkte sind Zugänge zu Datenquellen und Rechenzeit für den Abgleich einer langen Arbeit. Wer beides dauerhaft kostenlos anbietet, finanziert sich meist an anderer Stelle, etwa über Zeichenobergrenzen, Werbung oder die Nutzung eingereichter Texte. Das solltest du in den Bedingungen nachlesen.
Du zahlst 0,29 € je angefangene Normseite, also je 1.800 Zeichen samt Leerzeichen, mindestens 2,90 € je Bestellung. Für eine Hausarbeit mit 18 Normseiten sind das 5,22 €, für eine Bachelorarbeit mit 45 Normseiten 13,05 €. Kein Abo, keine Grundgebühr, keine Registrierung. Bezahlt wird der eine Scan, den du gerade brauchst.
Eine Vorschau auf den fertigen Bericht gibt es nicht. Der günstigste echte Test ist eine kurze Bestellung zum Mindestpreis von 2,90 €. Du kannst außerdem einen einzelnen Absatz in ein kostenloses Web-Tool kopieren, um ein Gefühl zu bekommen. Für die Bewertung deiner gesamten Arbeit ersetzt beides den vollständigen Scan nicht.
Manche Einrichtungen tun das, viele nicht. Frag im Prüfungsamt oder in der Bibliothek nach, ob ein Zugang für Studierende existiert. Wo es ihn gibt, ist er oft auf Abschlussarbeiten beschränkt und läuft über die Betreuung statt über dich selbst. Eine allgemeine Regel dazu gibt es nicht.
Das hängt vom Anbieter ab und steht in dessen Nutzungsbedingungen, die du vor dem Upload lesen solltest. Manche Dienste behalten sich vor, hochgeladene Texte weiterzuverwenden. Bei uns gilt für die Upload-Datei auf unserem Webserver eine Frist von 30 Tagen, danach wird sie entfernt. Für die Plagiatsprüfung setzen wir PlagAware ein; wie dieser Dienst Daten behandelt, steht in dessen Datenschutzinformation, auf die unsere Datenschutzerklärung verweist. Eine eigene Aussage zu Vergleichsbeständen machen wir hier nicht.

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