Plagiat Scanner.de Redaktion | Zuletzt geprüft: 26.08.2026 | 7 Min. Lesezeit
Wofür Turnitin gedacht ist und wann du eine Alternative suchst
Turnitin ist ein Werkzeug für Institutionen. Hochschulen, Schulen und wissenschaftliche Verlage schließen eine Lizenz ab und binden es in ihre Abgabe- und Bewertungsprozesse ein. Dafür ist es gebaut.
Daraus folgt ein sehr praktisches Problem für dich. Du kommst an das Werkzeug normalerweise nur über deine Einrichtung, und die entscheidet, ob und wann du selbst etwas hochladen darfst. Vor der Abgabe kurz nachsehen, ob eine Paraphrase zu nah am Original liegt, ist auf diesem Weg selten möglich. Genau das ist der Grund, warum Menschen nach einer Alternative suchen. Es geht um Zugang, nicht um Qualität.
Wofür Turnitin dir dagegen nichts nützt: als Selbstkontrolle in der Nacht vor dem Abgabetermin, wenn du kein eigenes Konto hast.
Wer damit arbeitet und wie du davorstehst
Eingesetzt wird das System typischerweise von Prüfungsämtern, Lehrstühlen und Redaktionen wissenschaftlicher Zeitschriften. Dein Text landet dort, nachdem du ihn abgegeben hast. Welche Software deine Hochschule verwendet, steht meist nicht öffentlich; eine Übersicht über die üblichen Konstellationen findest du unter welche Software Unis nutzen.
Die Situation, in der die meisten diese Seite lesen, sieht so aus: Die Arbeit ist fertig, der Abgabetermin steht, und im Kopf hängt eine einzelne Passage aus dem Theorieteil fest. Vielleicht ein Absatz, der aus Notizen entstanden ist, bei dem niemand mehr sagen kann, was Zitat war. Solche Fälle sind der Klassiker und heißen Patchwriting: Der Satzbau stammt aus der Vorlage, nur einzelne Wörter sind ausgetauscht. Formal steht da etwas Neues, für die Bewertung ist es trotzdem übernommen.
Die zweite typische Gruppe sind Promovierende und Fachleute aus Redaktionen, die vor einer Einreichung sichergehen wollen. Auch sie haben selten ein eigenes Konto in einem Institutionssystem, sondern hängen an der Einrichtung, für die sie schreiben.
Turnitin und unser Scan nebeneinander
| Kriterium | Turnitin | Plagiat Scan bei uns |
|---|---|---|
| Zugang | überwiegend über Lizenzen von Hochschulen, Schulen und Verlagen | direkt von dir buchbar, ohne Registrierung |
| Datenbank | Umfang und Zusammensetzung bestimmt der Anbieter; Details erfragst du dort | über 70 Milliarden Quellen |
| Datenschutz | richtet sich nach dem Vertrag deiner Einrichtung | Server in Deutschland, DSGVO, Löschung nach 14 Tagen |
| Preismodell | Lizenz der Institution; zu Konditionen informierst du dich beim Anbieter | 0,29 € pro Normseite, Kombi 0,39 € statt 0,58 € |
| Ergebnisformat | Bericht innerhalb der Plattform, über die abgegeben wird | PDF mit markierten Stellen und verlinkten Quellen |
Die leeren Felder sind Absicht. Zu Preisen und Funktionsumfang eines Institutionsprodukts machst du dich am besten direkt beim Anbieter schlau, statt dich auf Angaben Dritter zu verlassen.
Wann eine Alternative sinnvoll ist
Nicht immer. Wenn deine Hochschule dir einen eigenen Zugang gibt und du deine Rohfassung dort testen darfst, nutz ihn. Das kostet dich nichts.
Ein eigener Scan lohnt sich in diesen Lagen:
- Du hast keinen persönlichen Zugang, sondern nur die Abgabe zur Bewertung.
- Du willst prüfen, bevor die Fassung offiziell wird, und danach noch korrigieren.
- Du schreibst extern, im Fernstudium oder an einer Einrichtung ohne eigene Lizenz.
- Du brauchst zusätzlich eine KI-Einschätzung, weil dein Prüfungsamt danach fragt.
- Du hast nach einem ersten Durchgang viel umgeschrieben und willst das Ergebnis kontrollieren.
Was ein eigener Scan nicht leistet: Er sagt dir nicht, wie deine Hochschule einen Treffer wertet. Er zeigt dir Textübereinstimmungen. Die Einordnung machst du selbst, im Zweifel im Gespräch mit deiner Betreuung.
Was unser Angebot anders macht, und was es nicht kann
Wir arbeiten mit PlagAware und vergleichen deinen Text gegen über 70 Milliarden Quellen. Du lädst hoch, bekommst in der Regel nach 15 Minuten einen PDF-Bericht und siehst jede Fundstelle mit ihrer Quelle. Kein Konto, kein Abo, keine Mindestlaufzeit.
Was kein Textabgleich findet
Auch unser Scan hat harte Grenzen, und die verschweigen wir nicht. Unveröffentlichte Arbeiten aus dem Archiv deines Lehrstuhls stehen in keiner öffentlichen Quelle. Gedruckte Bücher ohne Digitalisat lassen sich nicht abgleichen. Übersetzte Passagen aus einer fremdsprachigen Vorlage entziehen sich einem reinen Textvergleich weitgehend. Kein Werkzeug am Markt löst das vollständig.
Was wir dir außerdem nicht bieten: eine Einbindung in dein Campussystem, eine Rückmeldung an Lehrende oder eine Aussage darüber, wie deine Hochschule einen Befund bewerten würde. Das entscheidet dort ein Mensch.
Entscheidungshilfe für deinen Fall
Geh die Fragen der Reihe nach durch.
- Hast du über deine Hochschule einen eigenen Upload für Entwürfe? Dann brauchst du hier nichts.
- Willst du vor der offiziellen Abgabe Klarheit? Dann prüf selbst.
- Steht in deiner Prüfungsordnung etwas zur KI-Nutzung? Dann nimm den Kombi-Scan.
- Ist die Arbeit schon abgegeben? Dann bringt ein Scan wenig, aber du weißt wenigstens, worüber du im Zweifel sprichst.
Bei sehr kurzen Texten unter zehn Seiten fällt die Entscheidung leicht, weil der Betrag klein bleibt. Bei einer Dissertation mit mehreren hundert Seiten lohnt es sich, vorher den Anhang und das Literaturverzeichnis herauszunehmen. Beides erzeugt viele Treffer, die alle korrekt sind, und macht den Bericht unübersichtlich.
Ablauf, Preis und Datenschutz
Du wählst den Scan, lädst die Datei hoch und zahlst. Akzeptiert werden .docx, .doc, .pdf, .txt, .odt, .rtf und .pages bis 50 MB und bis 999 Normseiten. Das Ergebnis liegt in der Regel nach 15 Minuten bereit, in seltenen Fällen dauert es bis zu 24 Stunden.
Eine Normseite sind 1.800 Zeichen inklusive Leerzeichen. Eine Masterarbeit mit 100 Normseiten kostet 29,00 € als Plagiat Scan und 39,00 € zusammen mit der KI-Prüfung. Für Bachelorarbeiten stehen Rechenbeispiele unter Kosten der Plagiatsprüfung einer Bachelorarbeit, die genaue Seitenzahl liefert dir der Normseitenrechner.
Die Verarbeitung läuft auf Servern in Deutschland nach DSGVO, deine Datei wird nach 14 Tagen gelöscht und nicht in eine Vergleichsdatenbank aufgenommen. Was das im Detail bedeutet, steht unter DSGVO und Plagiatsprüfung.
Praktische Empfehlung
Prüf zwei bis drei Tage vor der Abgabe, nicht am Abgabetag. Dann bleibt Zeit, die Treffer zu sichten und einzelne Absätze neu zu schreiben. Rechne mit einer knappen Stunde für den Bericht.
Sieh dir nicht die Prozentzahl an, sondern die markierten Stellen. Ein Wert von 14 Prozent aus sauber belegten Zitaten ist unproblematisch, drei Prozent aus einem unbelegten Absatz sind es nicht. Wie du beides unterscheidest, erklärt die Anleitung zum Plagiatsbericht lesen.