Vergleiche
Plagiatssoftware und KI-Detektoren im nüchternen Vergleich.
Plagiatssoftware und KI-Detektoren unterscheiden sich weniger im Marketing als in zwei nüchternen Punkten: Welche Quellen sie abdecken und wie sie ihre Ergebnisse darstellen. Alles andere folgt daraus.
Datenbasis schlägt Algorithmus
Ob ein Plagiat gefunden wird, entscheidet fast immer die Frage, ob die Quelle im Index liegt. Ein hervorragender Abgleichalgorithmus gegen einen kleinen Index findet weniger als ein durchschnittlicher gegen einen großen. Deshalb ist die erste Frage an jeden Anbieter: Welche Verlagsdatenbanken, Zeitschriftenarchive und Hochschulschriftenserver sind angebunden?
Die zweite Frage betrifft die Darstellung: Ein Bericht, der Fundstellen der Originalquelle gegenüberstellt, ist brauchbar. Eine reine Prozentzahl ist es nicht.
Bei KI-Detektoren zählt die Fehlerrate
Bei der KI-Erkennung ist die relevante Kennzahl nicht die Trefferquote, sondern die Rate falsch positiver Ergebnisse — also wie oft ein menschengeschriebener Text als KI markiert wird. Anbieter werben mit Erkennungsraten von über 99 %, nennen die Gegengröße aber selten. Für deutsche Texte liegen die veröffentlichten Werte durchweg schlechter als für englische.