Plagiat Scanner.de Redaktion | Zuletzt geprüft: 26.08.2026 | 6 Min. Lesezeit
Die vier Änderungen, die im Alltag zählen
**Im Text: (Müller et al., 2021, S. 45) ab drei Autoren. Im Verzeichnis: Müller, T., Schmidt, A., & Weber, K. (2021). Titel. Verlag. https://doi.org/10.1234/beispiel**
Die 7. Auflage des APA-Regelwerks erschien 2019 und löste die 6. Auflage ab. Am Grundprinzip ändert sich nichts: Autor und Jahr im Text, Vollbeleg hinten. Vier Punkte betreffen dich beim Schreiben unmittelbar.
- Bis zu 20 Autorennamen stehen vollständig im Literaturverzeichnis.
- Der Verlagsort entfällt.
- „et al." gilt im Text ab drei Autoren, schon beim ersten Beleg.
- Der DOI erscheint als vollständige Adresse mit https.
Was sich am Kurzbeleg im Text ändert
Die Zwischenstufe für mittelgroße Autorengruppen ist weggefallen. Früher nanntest du bei drei bis fünf Autoren beim ersten Beleg alle Namen und kürztest erst danach ab. Heute kürzt du sofort.
- Ein Autor: (Müller, 2021). Unverändert.
- Zwei Autoren: (Müller & Schmidt, 2021). Unverändert, beide Namen bleiben in jedem Beleg stehen.
- Drei Autoren nach APA 6, erster Beleg: (Müller, Schmidt & Weber, 2021). Nach APA 7: (Müller et al., 2021).
- Acht Autoren: (Müller et al., 2021). In beiden Auflagen gleich.
Eine Ausnahme gibt es: Wenn zwei verschiedene Quellen aus demselben Jahr zur identischen Kurzform führen würden, nennst du so viele Namen, wie zur Unterscheidung nötig sind. Sonst weiß niemand, welche der beiden gemeint ist.
Was sich am Vollbeleg im Literaturverzeichnis ändert
Drei Stellen im Eintrag sehen anders aus als früher.
- Verlagsangabe. Aus „München: Kramer Verlag" wird „Kramer Verlag". Der Ort steht nirgends mehr.
- Autorenliste. Bis zu 20 Namen schreibst du vollständig aus. Ab 21 nennst du die ersten 19, setzt drei Auslassungspunkte und hängst den letzten Namen an.
- DOI und URL. Statt „doi:10.1234/beispiel" schreibst du https://doi.org/10.1234/beispiel. Die Einleitung „Abgerufen von" fällt weg, ein Abrufdatum brauchst du nur bei veränderlichen Inhalten.
Wie du daraus ein sortiertes Verzeichnis baust, steht unter Literaturverzeichnis erstellen.
Beispiele nach Quellenart
Die letzte Spalte zeigt, woran du einen Eintrag erkennst, der noch aus der alten Auflage stammt.
| Quellenart | Kurzbeleg im Text | Vollbeleg nach APA 7 | Merkmal der Änderung |
|---|---|---|---|
| Buch | (Müller, 2021, S. 45) | Müller, T. (2021). Lernkulturen im Wandel. Kramer Verlag. | Verlagsort entfällt |
| Beitrag im Sammelband | (Yilmaz, 2022, S. 88) | Yilmaz, D. (2022). Gruppenarbeit bewerten. In A. Schmidt (Hrsg.), Prüfen im Studium (S. 81–99). Lindau Verlag. | Verlagsort entfällt |
| Zeitschriftenartikel | (Weber et al., 2023, S. 12) | Weber, K., Kowalski, M., & Müller, T. (2023). Feedbackschleifen im Seminar. Journal für Studienforschung, 8(1), 7–24. https://doi.org/10.1234/jfs.2023.008 | et al. ab drei Autoren, DOI als Adresse |
| Website | (Schmidt, 2024) | Schmidt, A. (2024, 3. Mai). Zeitplanung für Abschlussarbeiten. Portal Studienwege. https://beispiel.example/zeitplanung | „Abgerufen von" entfällt |
| Hochschulschrift | (Kowalski, 2020, S. 130) | Kowalski, M. (2020). Peer-Feedback in Onlineseminaren [Masterarbeit, Hochschule Westtal]. Hochschulschriftenserver. | Art der Arbeit und Hochschule in eckigen Klammern |
Die Sonderfälle, die gleich geblieben sind
Mehrere Autoren. Die Regel im Text und die Regel im Verzeichnis sind zwei verschiedene Dinge. Im Text kürzt du ab drei Namen, im Verzeichnis schreibst du bis 20 aus.
Kein Datum. Fehlt das Jahr, steht (Müller, o. D.) im Text und „(o. D.)" an der Jahresstelle im Vollbeleg.
Sekundärzitat. Der Aufbau bleibt: (Weber, 1998, zitiert nach Müller, 2021, S. 45), und im Verzeichnis erscheint nur die Quelle, die du wirklich gelesen hast. Details stehen unter Sekundärzitat.
Gleicher Autor mehrfach. Zwei Titel derselben Person aus demselben Jahr trennst du weiterhin mit 2021a und 2021b.
Nicht mehr umbauen als nötig
Beim Umstieg werden oft Dinge geändert, die gar nicht betroffen sind. Die vier Sonderfälle oben funktionieren in beiden Auflagen gleich. Fass sie nicht an.
Die drei häufigsten Fehler beim Umstieg
Woran ein halb umgestelltes Verzeichnis kippt
- Gemischte Verlagsangaben. Die Hälfte der Einträge trägt noch einen Ort, die andere nicht. Das sieht nach Copy-Paste aus verschiedenen Quellen aus.
- Alte DOI-Schreibweise stehen gelassen. „doi:" und „dx.doi.org" bleiben oft übrig, weil sie so aus der Datenbank kommen.
- Im Text weiter alle Namen beim ersten Beleg. Wer aus Gewohnheit (Müller, Schmidt & Weber, 2021) schreibt, ist noch in der 6. Auflage.
Am schnellsten findest du solche Reste über die Suchfunktion: Suche im Dokument nach „doi:", nach „Abgerufen von" und nach Doppelpunkten vor Verlagsnamen.
Welche Auflage dein Institut verlangt
Eine allgemeine Pflicht zur 7. Auflage gibt es nicht. Welche Fassung für deine Arbeit gilt, steht im Merkblatt deines Lehrstuhls oder auf dem Aufgabenblatt. Gibt es dort keine Angabe, frag nach, bevor du das Verzeichnis fertig formatierst.
Zwei praktische Punkte helfen dabei:
- Prüfe in deinem Literaturverwaltungsprogramm, welcher Stil eingestellt ist. Viele Vorlagen tragen die Auflage im Namen.
- Achte auf das Datum der Vorlage. Ein Merkblatt von 2016 kann die 7. Auflage nicht meinen.
Verlangt dein Institut eine eigene Anpassung, gilt diese vor dem Originalregelwerk. Wie sich APA zu anderen Stilen verhält, zeigt der Zitierstile-Vergleich.
Wie ein Plagiatsscan Zitierfehler sichtbar macht
Beim Umstellen wird viel am Verzeichnis geschoben, und dabei gehen Belege im Fließtext verloren. Ein Scan macht diese Lücken sichtbar, weil er deinen Text mit über 70 Milliarden Quellen abgleicht und übereinstimmende Passagen farbig markiert.
Interessant sind die Stellen, an denen eine Markierung steht, aber keine Klammer. Das ist meistens eine Paraphrase, deren Kurzbeleg beim Überarbeiten verschwunden ist. Wie du die Markierungen im Bericht sortierst, steht unter Plagiatsbericht lesen.
Ein Durchlauf kostet 0,29 € pro Normseite zu 1.800 Zeichen, das Ergebnis liegt in der Regel nach 15 Minuten vor. Der Kombi-Scan mit KI-Prüfung kostet 0,39 € statt 0,58 € pro Normseite. Welche Fehler du dabei sonst noch abfängst, sammelt die Seite Zitierfehler vermeiden.