Plagiat Scanner.de Redaktion | Zuletzt geprüft: 26.08.2026 | 6 Min. Lesezeit
Kurz gesagt: ODT geht ohne Umweg
- Aufzeichnung und Notizen abschließen. Änderungen annehmen oder verwerfen, Notizzettel löschen.
- Als .odt speichern. Alte Endungen aus früheren Programmversionen einmal neu ablegen.
- Datei hochladen. Umfang bestätigen, bezahlen, Bericht abwarten.
Damit bist du durch. Es gibt keinen Grund, deine Arbeit vorher durch Word zu schicken, und jeder zusätzliche Formatwechsel bringt nur neue Gelegenheiten für verrutschte Verzeichnisse. Der Scan interessiert sich nicht für dein Programm. Wer aus Gewohnheit erst nach Word konvertiert und danach prüft, verliert zehn Minuten und riskiert obendrein, später in der konvertierten Fassung weiterzuschreiben statt im Original.
Warum das offene Format so gut auszulesen ist
Hinter der Endung .odt steckt ein gepacktes Archiv mit mehreren XML-Dateien. Eine davon enthält deinen Text, eine andere die Formatierung, eine dritte die Metadaten. Das klingt technisch, hat aber einen praktischen Kern. Diese Trennung ist der eigentliche Vorteil: Wer den Text braucht, holt sich genau eine Datei und bekommt sauber getrennte Absätze, ohne dass Layoutinformationen dazwischenfunken.
Für dich hat das eine angenehme Folge. Fußnoten, Überschriften und Fließtext kommen in derselben Reihenfolge an, in der sie im Dokument stehen. Verluste wie bei einem schlecht erzeugten PDF gibt es hier nicht. Wer einmal einen Bericht vor sich hatte, in dem die Kopfzeile mitten im Satz auftauchte, weiß, was dieser Unterschied wert ist.
Der Weg in LibreOffice, in Worten
Zum Prüfen brauchst du keine besondere Funktion, nur eine gespeicherte Datei. Trotzdem lohnt ein kurzer Rundgang, bevor du sie aus der Hand gibst.
Im Menü „Bearbeiten" findest du die Änderungsverfolgung. Schalte die Aufzeichnung ab und entscheide über die offenen Punkte. Danach gehst du die Notizen am Seitenrand durch und löschst sie. Zum Schluss speicherst du die Arbeit unter einem neuen Namen, etwa mit dem Zusatz „pruefkopie", damit dein Original unangetastet bleibt.
Ein Blick lohnt sich noch auf die Dokumenteigenschaften, denn dort steht unter Umständen noch der Autorenname aus einer geliehenen Vorlage, was am Prüfergebnis zwar nichts ändert, in einer weitergegebenen Datei aber unnötig erklärungsbedürftig ist.
Diese Kopie wählst du beim Upload aus. Fertig.
Wann ein Export trotzdem sinnvoll ist
Es gibt drei Situationen, in denen du besser ein anderes Format schickst.
Die erste: Deine Hochschule verlangt eine PDF-Abgabe. Dann prüfe das PDF, denn nur diese Fassung wird bewertet, und der Weg dorthin steht unter PDF auf Plagiate prüfen. Die zweite: Deine Datei enthält so viele Bilder, dass sie über 50 MB wiegt. Ein PDF-Export mit reduzierter Bildauflösung schrumpft sie oft auf ein Zehntel, und weitere Wege dazu stehen unter Dateigröße reduzieren. Die dritte: Du willst nur ein Kapitel prüfen und kopierst es in ein neues Dokument. In allen anderen Fällen bleibt ODT die einfachste Wahl. Nimm das Format, das am Ende bewertet wird.
Welche Endungen funktionieren
| Endung | Woher sie stammt | Direkt prüfbar | Was du tust |
|---|---|---|---|
| .odt | Textdokument aus LibreOffice oder OpenOffice | ja | hochladen |
| .ott | Dokumentvorlage | nein | einmal als .odt speichern |
| .fodt | flaches XML ohne Verpackung | nein | einmal als .odt speichern |
| .sxw | OpenOffice.org, sehr alte Fassung | nein | einmal als .odt speichern |
| .docx | Speichern unter im Word-Format | ja | hochladen |
| Exportfunktion des Programms | ja | hochladen | |
| .txt | Speichern als reiner Text | ja, ohne Fußnoten | nur für Ausschnitte |
Zeile zwei erwischt mehr Leute, als man denkt. Wer die Vorlage seines Lehrstuhls geöffnet und darin geschrieben hat, ohne einmal „Speichern unter" zu benutzen, sitzt am Ende auf einer .ott-Datei mit der kompletten Abschlussarbeit darin.
Kompatibilität: dieselbe Datei, zwei Ansichten
Ein Punkt, der mit dem Scan nur mittelbar zu tun hat, dir aber am Abgabetag den Blutdruck hebt. Öffnet jemand deine ODT-Datei in Word, sieht das Dokument nicht zwingend so aus wie bei dir. Automatische Verzeichnisse werden neu berechnet, Abbildungen springen, die Seitenzahl ändert sich.
Für die Prüfung bleibt das folgenlos, weil ausschließlich der Wortlaut verglichen wird. Für die Bewertung deiner Arbeit ist es alles andere als folgenlos. Ein realistischer Fall: Du schreibst ein Jahr lang in LibreOffice, exportierst am Abgabetag nach Word, und auf einmal hat dein Inhaltsverzeichnis zwei Seitenzahlen zu viel, weil eine Abbildung umgebrochen ist. Zeitpuffer ist hier die halbe Miete. Wenn dein Institut Word-Dateien verlangt, exportiere früh genug einmal probeweise und sieh dir das Ergebnis auf einem fremden Rechner an.
Was schiefgehen kann
Vier Stolpersteine bei ODT
- Die Datei ist noch geöffnet. Manche Systeme sperren das Dokument, solange das Programm läuft. Erst schließen, dann auswählen.
- Automatisches Verzeichnis mitgeschickt. Quellenlisten erzeugen viele richtige Treffer. Wie du Anhänge und Listen abtrennst, steht unter Anhang vom Scan ausschließen.
- Alte Endung übersehen. Prüf im Dateimanager, was hinter dem Punkt steht, bevor du hochlädst.
- Zwei Fassungen im Umlauf. Nach dem Export nach Word arbeiten viele in der neuen Datei weiter und laden später die alte hoch.
Zeit, Umfang und Preis
Das Aufräumen dauert fünf Minuten, der Upload eine. Der Bericht ist meist nach einer Viertelstunde da, in Ausnahmefällen dauert es bis zu 24 Stunden.
Für den Preis zählt der Textumfang, nicht die Dateigröße. LibreOffice zeigt dir in der Wortzählung auch die Zeichen mit Leerzeichen, und dieser Wert geteilt durch 1.800 ergibt deine Normseiten. Wer nicht rechnen mag, gibt die Zahl in den Normseitenrechner ein und sieht den Preis sofort. Ein Beispiel: 54.000 Zeichen ergeben 30 Normseiten, bei 0,29 € pro Normseite macht das 8,70 €. Die Dateigröße ändert daran nichts.
Der nächste Schritt
Öffne den Bericht und geh die Markierungen von oben nach unten durch. Welche davon echte Probleme sind, klärt die Einordnung unter echte und falsche Treffer.
Korrigiert wird danach in der ODT-Datei, nicht in einer Kopie. Wie du den Bericht insgesamt liest, steht unter Plagiatsbericht lesen. Hast du viel umgeschrieben, lohnt ein zweiter Durchlauf mit derselben Datei, denn frisch formulierte Absätze liegen manchmal wieder näher am Original, als dir beim Schreiben bewusst war.