Plagiat Scanner.de Redaktion | Zuletzt geprüft: 26.08.2026 | 7 Min. Lesezeit
Drei Handgriffe, dann kann die Datei hoch
- Aufzeichnung beenden. Schalte die Änderungsverfolgung ab und nimm alle offenen Änderungen an oder verwirf sie.
- Kommentare entfernen. Jede Sprechblase am Seitenrand ist Text und kann mitgelesen werden.
- Prüfkopie hochladen. Speichere die bereinigte Fassung unter neuem Namen und schicke diese Kopie in den Scan.
Mehr ist nicht nötig. Word-Dateien gehen ohne Umweg in die Prüfung, und weil du danach in genau derselben Datei weiterarbeitest, lässt sich jede auffällige Stelle direkt nach dem Bericht umschreiben. Das spart einen kompletten Arbeitsgang.
Beide Word-Formate werden angenommen
.docx ist seit Jahren der Standard, und hinter der Endung steckt nichts anderes als ein gepacktes Archiv, in dem dein Text als schlichte Zeichenfolge liegt, sauber getrennt von allem Layout. Genau deshalb lässt er sich verlässlich auslesen.
Das ältere .doc wird auch angenommen. Es legt Text und Formatierung in einem einzigen Block ab, weshalb beim Auslesen häufiger etwas verrutscht, vor allem bei Dateien, die über Jahre durch mehrere Programmversionen gewandert sind. Stammt deine Datei noch aus einer alten Vorlage, speichere sie einmal als .docx. Der Handgriff dauert zehn Sekunden.
Einen Export als PDF brauchst du nicht. Wer lieber die fertige Abgabefassung scannt, findet den Weg unter PDF auf Plagiate prüfen.
Der Zweittext, den du nicht siehst
Aufgezeichnete Änderungen sind der häufigste Grund für Treffer, die sich niemand erklären kann.
Stell dir vor, du hast im Theorieteil einen Absatz aus einem Aufsatz eingefügt, um ihn drei Tage später in eigenen Worten neu zu schreiben, und genau das tust du dann auch. Du markierst das Original und löschst es. Auf dem Bildschirm ist die Stelle weg.
In der Datei ist sie es nicht: Solange die Aufzeichnung mitläuft, hält Word den gelöschten Absatz weiter vor, damit du ihn jederzeit wiederherstellen kannst. Beim Auslesen kann er zurückkommen. Im Bericht steht dann eine farbig markierte Passage, die du in deinem eigenen Dokument vergeblich suchst, und ärgerlich ist das vor allem deshalb, weil du eine Stelle nicht korrigieren kannst, die es für dich längst nicht mehr gibt.
Der Ausweg liegt im Überprüfen-Bereich deiner Word-Version. Erst die Aufzeichnung ausschalten, danach alle Änderungen annehmen oder alle verwerfen. Ist die Liste leer, entspricht die Datei genau dem, was du siehst.
Kommentare sind Text, keine Notizzettel
Sprechblasen am Rand gehören in dieselbe Kategorie. Zwei Gründe sprechen dafür, sie vor dem Upload zu löschen. Der erste: Sie können in die Auswertung geraten und blähen den Bericht auf. Der zweite wiegt schwerer. In Kommentaren stehen Sätze wie „hier noch Quelle suchen" oder „Absatz stammt von der Website", und solche Notizen gehören in deine Arbeitsfassung, niemals in eine Datei, die du aus der Hand gibst.
Was Word an Text mitliefert
| Element in deiner Datei | Geht in die Prüfung ein | Was du damit machst |
|---|---|---|
| Fließtext und Überschriften | ja | nichts, das ist der Kern |
| Fußnoten und Endnoten | ja | Belege vorher gegenlesen |
| Kopf- und Fußzeilen | ja, ohne Trefferwirkung | stehen lassen |
| Kommentare | oft | in der Prüfkopie löschen |
| Aufgezeichnete Löschungen | möglich | alle Änderungen abschließen |
| Text in Textfeldern und Formen | häufig nicht | in den Fließtext holen |
| Beschriftungen innerhalb von Bildern | nein | ignorieren |
| Automatisches Literaturverzeichnis | ja, als normaler Text | vor dem Scan abtrennen |
Die vorletzte Zeile überrascht viele. Wer wichtige Passagen in Textfelder gesetzt hat, etwa in einer Arbeit mit vielen Abbildungen oder in einem Layout mit Randspalten, prüft diesen Text faktisch nicht mit und bekommt dafür ein trügerisch sauberes Ergebnis. Hol solche Absätze vorher in den normalen Textfluss.
Formatvorlagen: wichtig für dich, nebensächlich für den Scan
Die Prüfung wertet den Wortlaut aus, sonst nichts. Ob eine Kapitelüberschrift als Formatvorlage gesetzt ist oder nur fett und zwei Punkt größer, ändert am Ergebnis kein einziges Komma, weil Schriftschnitte für einen Textvergleich unsichtbar bleiben.
Für dich lohnen sich saubere Vorlagen trotzdem. Wenn deine Kapitel als Überschriften ausgezeichnet sind, findest du eine markierte Passage aus dem Bericht in Sekunden wieder, und bei einer Arbeit mit sechzig Seiten entscheidet das über zehn Minuten oder einen halben Nachmittag. Ohne Gliederung scrollst du. Wie du die Vorlagen einrichtest, steht unter Formatierung in Word.
Wenn es klemmt
Vier Fehler, die Zeit oder Geld kosten
- Die falsche Fassung. In vielen Ordnern liegen fünf Dateien mit ähnlichem Namen. Prüfe den Text, den du wirklich abgibst.
- Die Datei ist gesperrt. Word hält geöffnete Dokumente teilweise fest. Schließ das Programm, bevor du die Datei auswählst.
- Das Verzeichnis fährt mit. Ein automatisch erzeugtes Literaturverzeichnis liefert viele richtige Treffer und kostet zusätzliche Normseiten. Wie du es sauber abtrennst, steht unter Literaturverzeichnis ausschließen.
- Zu groß für den Upload. Über 50 MB kommt eine Word-Datei nur durch eingebettete Fotos. Der Text ist nie das Problem, kleiner rechnen hilft.
Wie viel Zeit du einplanen musst
Das Aufräumen der Datei kostet selten mehr als fünf Minuten. Änderungen abschließen, Kommentare löschen, Kopie speichern. Der Bericht kommt üblicherweise nach einer Viertelstunde zurück. Bei hoher Auslastung werden daraus im Ausnahmefall bis zu 24 Stunden, weshalb du den Scan besser nicht auf die letzte Stunde vor der Abgabe legst.
Für das Durchgehen der Treffer rechne bei einer Hausarbeit mit einer halben Stunde, bei einer längeren Abschlussarbeit eher mit zwei, denn jede markierte Stelle willst du einzeln bewerten und nicht nur überfliegen.
Wo der Word-Scan in deinen Zeitplan gehört
Der große Vorteil gegenüber einem Scan der fertigen Abgabedatei liegt darin, dass du noch mitten im Dokument steckst und Korrekturen genau dort vornimmst, wo sie hingehören. Fällt eine Stelle auf, die zu dicht am Original klebt, schreibst du sie sofort um. Kein Export, kein Hin und Her.
Deshalb passt dieser Scan in die Phase, in der der Inhalt steht und die Feinformatierung noch aussteht, und wer erst nach dem Abgabe-Export prüft, macht am Ende jede Korrektur zweimal.
Der nächste Schritt
Geh den Bericht Treffer für Treffer durch und sortiere echte von falschen Fundstellen. Fehlende Belege trägst du direkt in derselben Word-Datei nach.
Vorher lohnt ein Blick auf den Umfang: Der Normseitenrechner macht aus deiner Zeichenzahl die Normseiten, und bei 0,29 € pro Normseite bleibt eine Hausarbeit im einstelligen Eurobereich.