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Diplomarbeit

Plagiatsprüfung für deine Diplomarbeit

Bei einer über Jahre gewachsenen Diplomarbeit ist nicht der Prozentwert die Hauptfrage, sondern die Herkunft alter Textbausteine. Plane die Lieferung spätestens am nächsten Werktag und danach einen eigenen Arbeitsblock für jede wichtige Fundstelle ein.

— redaktionell verantwortlich: Benjamin Lohrer  |  Zuletzt geprüft: 10.09.2026  |  7 Min. Lesezeit

Warum lange Bearbeitungszeiten ein eigenes Risiko sind

Diplomarbeiten haben oft eine Vorgeschichte. Sie werden neben dem Beruf geschrieben, nach einer Unterbrechung wieder aufgenommen oder über mehrere Semester gestreckt.

Das schafft ein spezifisches Problem. Wer im ersten Bearbeitungsjahr Passagen exzerpiert und sie später weiterverarbeitet, kann ohne Herkunftsnotiz nicht mehr sicher unterscheiden, welcher Satz aus der Quelle stammt und welcher bereits eine eigene Umformulierung war.

Hinzu kommt eine technische Ebene: Dateien wandern zwischen Rechnern, Textbausteine werden aus alten Entwürfen kopiert, und Fußnoten gehen bei Formatwechseln verloren. Ein Scan kann wörtliche und nahe Übereinstimmungen sichtbar machen. Er rekonstruiert aber weder eine verlorene Fußnote noch die Entstehungsgeschichte eines Satzes.

Drei Bestände, die du vor dem Upload trennst

Bei einer Diplomarbeit ist die wichtigste Vorarbeit kein Formatkniff, sondern ein kleines Herkunftsinventar:

Bestand Beispiel Entscheidung vor dem Scan
veröffentlichte Quelle Fachaufsatz, Norm, Herstellerdokumentation genaue Fundstelle im Text und Literaturverzeichnis prüfen
eigener älterer Text Studienarbeit, Projektdokumentation, frühere Fassung Selbstübernahme kenntlich machen und Prüfungsregel klären
nicht öffentliche Unterlage internes Handbuch, Präsentation, Gesprächsnotiz Zitierform und Uploadfreigabe mit Unternehmen oder Betreuung klären

Dieses Inventar löst eine Lücke, die ein Webabgleich nicht schließen kann: PlagAware erklärt selbst, dass nicht öffentliche Quellen und fremde Lizenzbibliotheken nicht vollständig im eigenen Prüflauf verfügbar sind. Besonders ein Nulltreffer bei einer internen Unterlage ist deshalb kein Entlastungsbeleg.

Wo bei Diplomarbeiten die Treffer entstehen

Die typischen Fundstellen

  • Der Theorieteil aus der Frühphase. Meistens das zuerst geschriebene Kapitel — und das mit den ältesten, am schlechtesten dokumentierten Notizen.
  • Übernommene Abschnitte aus einer Studienarbeit. Wer vorher am selben Lehrstuhl gearbeitet hat, greift auf eigene Vorarbeit zurück. Ohne Kennzeichnung ist das ein Selbstplagiat.
  • Normen und technische Beschreibungen. DIN-Texte, Datenblätter und Verfahrensbeschreibungen sind vorformuliert. Sie brauchen einen Beleg, siehe DIN-Norm zitieren.
  • Unternehmensunterlagen. Bei Arbeiten in Kooperation mit einer Firma landen interne Texte im Dokument. Dass sie nicht öffentlich sind, macht sie nicht zu eigenen.

Was der Scan kostet

Diplomarbeit Zeichen (ca.) Normseiten Plagiat Scan Kombi mit KI
60 Seiten 130.000 72 20,88 € 28,08 €
80 Seiten 172.000 96 27,84 € 37,44 €
100 Seiten 215.000 120 34,80 € 46,80 €
120 Seiten 258.000 143 41,47 € 55,77 €

Abgerechnet wird nach Normseiten zu 1.800 Zeichen inklusive Leerzeichen. Die tatsächliche Zeichenzahl deines Dokuments steht in Word unter „Überprüfen" → „Wörter zählen"; umrechnen kannst du sie im Normseitenrechner.

So gehst du beim Prüfen vor

  1. Verzeichnisse entfernen. Literaturverzeichnis und Anhang erzeugen viele korrekte Treffer und blähen den Bericht auf. Wie das geht, steht unter Literaturverzeichnis ausschließen.
  2. Gesamtdokument hochladen. .docx, .doc, .pdf, .odt, .rtf und .pages werden akzeptiert, bis 50 MB und 999 Normseiten.
  3. Bericht auswerten. Reserviere einen eigenen Arbeitsblock; die Dauer hängt von Zahl und Bedeutung der Fundstellen ab.
  4. Frühkapitel zuerst. Beginne mit den Teilen, die du zuerst geschrieben hast. Dort ist die Trefferwahrscheinlichkeit am höchsten.
  5. Nach der Korrektur nachprüfen. Wenn du größere Passagen umgeschrieben hast, lohnt ein zweiter Scan.

Den Bericht bewerten

Die Prozentangabe im Bericht ist eine Kennzahl, kein Ergebnis. Bei technischen Diplomarbeiten liegt sie oft höher als bei geisteswissenschaftlichen — Fachterminologie, Formelbeschreibungen und Normtexte wiederholen sich zwangsläufig.

Entscheidend ist die Einzelbewertung. Frag bei jedem Treffer:

  • Steht an dieser Stelle ein Beleg, und passt er zur Art der Übernahme?
  • Ist eine wörtliche Passage als Zitat gekennzeichnet?
  • Handelt es sich um eine feststehende Fachformulierung ohne echte Alternative?
  • Stammt der Treffer aus meinem eigenen früheren Text?
  • Ist die Quelle im Literaturverzeichnis aufgeführt?

Trefferquellen, die auf Foren oder Content-Farmen zeigen, sind oft Scheintreffer: Dort wurde der Originaltext ebenfalls kopiert. Prüfe in solchen Fällen, welche Quelle die ursprüngliche ist. Mehr dazu unter echte vs. falsche Treffer.

Wenn die Arbeit in einem Unternehmen entstanden ist

Viele Diplomarbeiten sind Praxisarbeiten. Damit kommen zwei Fragen dazu.

Vertraulichkeit. Ein Sperrvermerk in der Arbeit ist keine automatische Erlaubnis, interne Unterlagen an einen externen Dienst zu übermitteln. Prüfe vor dem Upload die Vereinbarung mit Unternehmen und Hochschule und entferne Daten, die für die Textprüfung nicht nötig sind. Den aktuellen Empfänger- und Speicherweg beschreibt die Datenschutzerklärung; eine feste automatische Löschfrist wird hier nicht versprochen.

Firmentexte. Passagen aus Handbüchern, Präsentationen oder internen Berichten sind fremder Text, auch wenn sie aus deinem eigenen Arbeitsumfeld stammen. Kennzeichne sie als Quelle, mit Angabe des Unternehmens, des Dokumenttyps und des Jahres. Wenn die Unterlage vertraulich ist, gehört sie in den vertraulichen Anhang, nicht ungekennzeichnet in den Fließtext.

Wenn eine Quelle nicht mehr existiert

Bei langen Bearbeitungszeiten ist das ein realer Fall: Du hast vor zwei Jahren eine Website zitiert, und heute führt der Link ins Leere. Manchmal ist auch die Firma verschwunden, deren Datenblatt du verwendet hast.

Das macht die Angabe nicht wertlos, aber sie braucht mehr Information. Nenne, was du hast: Urheber, Titel, Datum der Veröffentlichung und ausdrücklich das Datum deines Abrufs. Ergänze den Hinweis, dass die Quelle zum Zeitpunkt der Abgabe nicht mehr erreichbar war. Wenn eine archivierte Fassung existiert, führe sie zusätzlich an.

Was du nicht tun solltest: die Angabe stillschweigend weglassen, weil sie sich nicht mehr prüfen lässt. Damit machst du aus einer belegten Übernahme eine unbelegte. Mehr dazu unter Quelle nicht mehr auffindbar.

Für die Zukunft hilft eine simple Angewohnheit: Beim Zitieren einer Onlinequelle sofort ein PDF davon speichern, benannt nach Autor und Jahr. Das kostet zehn Sekunden und löst das Problem, bevor es entsteht.

Den zweiten Scan gezielt einsetzen

Nach der Korrekturrunde stellt sich die Frage, ob sich ein weiterer Durchlauf lohnt. Bei einer Diplomarbeit mit hundert Seiten kostet er rund 35 €, das ist keine Nebensächlichkeit.

Die Antwort hängt davon ab, was du geändert hast:

Was du gemacht hast Zweiter Scan sinnvoll?
Nur Belege nachgetragen Nein — der Text ist unverändert
Einzelne Sätze umformuliert Meist nicht nötig
Ganze Absätze neu geschrieben Ja, für die betroffenen Kapitel
Ein Kapitel ergänzt Ja, mindestens für dieses Kapitel
Text aus einer älteren Fassung eingefügt Ja, unbedingt

Der letzte Fall ist der wichtigste. Wer beim Überarbeiten auf eine frühere Version zurückgreift, holt sich unter Umständen genau die Passage zurück, die im ersten Bericht auffiel.

Ein Kapitel allein zu prüfen ist deutlich günstiger als das Gesamtdokument: Zwanzig Normseiten kosten 5,80 €.

Vor der Abgabe

  1. Alle Kapitel sind geprüft — besonders die zuerst geschriebenen.
  2. Übernahmen aus eigenen früheren Arbeiten sind gekennzeichnet.
  3. Normen, Datenblätter und Firmenunterlagen haben einen Beleg.
  4. Wörtliche Zitate stehen in Anführungszeichen und mit Seitenzahl.
  5. Der Scan ist gelaufen, jeder Treffer ist bewertet.
  6. Die Eigenständigkeitserklärung deckt den tatsächlichen Sachverhalt, siehe Eigenständigkeitserklärung.

Quellen und Stand

  • PlagAware: Häufige Fragen zu PlagAware. Offizielle Anbieterangaben zu variabler technischer Dauer, erreichbaren öffentlichen Quellen, möglichen Lizenzbibliotheken und notwendiger Einzelfallbewertung; kein unabhängiger Leistungstest und keine Lieferzusage von PlagiatScanner.de.
  • PlagAware: Der Prüfbericht im Detail. Offizielle Beschreibung von Fundstellen und Berichtselementen; keine fachliche Bewertung deiner Diplomarbeit.
  • Freie Universität Berlin: Was kann Antiplagiatssoftware leisten?. Institutionelle Einordnung zum Hinweischarakter und zur notwendigen Prüfung jeder erkannten Stelle.

Alle externen Quellen und Aussagen zuletzt fachlich geprüft am 10.09.2026. Lieferfrist, Preise und Datenfluss folgen dem aktuell verifizierten Stand von Checkout, Vertrags- und Datenschutzinformationen. Vorgaben zu internen Unterlagen und Selbstübernahmen musst du mit Hochschule und Kooperationspartner klären.

FAQ

Häufige Fragen

0,29 € pro Normseite mit 1.800 Zeichen. Eine Diplomarbeit mit 80 Seiten hat rund 85 bis 100 Normseiten und kostet damit etwa 25 bis 29 €. Der Kombi-Scan mit KI-Prüfung liegt bei 0,39 € pro Normseite.
PlagiatScanner.de liefert den Bericht spätestens am nächsten Werktag. PlagAware beschreibt die reine technische Prüfung abhängig von Textlänge, Serverauslastung und Zahl der gefundenen Quellen mit wenigen Minuten bis zu einigen Stunden. Für deinen Abgabeplan zählt die zugesagte Lieferfrist plus deine eigene Auswertung, nicht ein typischer Minutenwert.
Für die Bewertung nicht, für die Sauberkeit deiner Belege schon. Je länger die Bearbeitungszeit, desto größer das Risiko, dass Exzerpte aus der Anfangsphase ungekennzeichnet im Text landen. Prüfe deshalb besonders die früh geschriebenen Kapitel.
Nicht verlässlich. PlagAware nennt öffentlich auffindbare Dokumente sowie optional in einer Lizenz hinterlegte eigene Texte als Suchraum. Nicht öffentliche Altbestände deiner Hochschule oder Firma können fehlen. Ein Nulltreffer beweist deshalb nicht, dass eine Passage selbst geschrieben oder korrekt belegt ist.
Die Datei wird bereits vor der Zahlung für Umfangs- und Preisermittlung auf dem Server von PlagiatScanner.de gespeichert und danach im beschriebenen Dienstleisterprozess verarbeitet. Der aktuelle technische Stand belegt keine feste automatische Löschfrist für Upload- und Tokendateien; maßgeblich ist die aktuelle Datenschutzerklärung.

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Lieferung spätestens am nächsten Werktag. Alte Textstände und Fundstellen bewertest du anschließend einzeln.

Vor dem Upload: Entferne vertrauliche Unternehmensunterlagen und nicht benötigte personenbezogene Angaben oder kläre ihre externe Verarbeitung mit Hochschule und Kooperationspartner.

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