Plagiat Scanner.de Redaktion | Zuletzt geprüft: 26.08.2026 | 6 Min. Lesezeit
Was für alle Abschlussarbeiten gleich gilt
Bachelor, Master, Diplom, Magister, Staatsexamen: Der Umfang unterscheidet sich, der prüfungsrechtliche Maßstab nicht.
In allen Fällen unterschreibst du eine Erklärung, die Arbeit selbstständig und ohne andere als die angegebenen Hilfsmittel verfasst zu haben. Genau diese Erklärung ist der Anknüpfungspunkt. Wenn sie nicht zutrifft, liegt ein Täuschungsversuch vor — unabhängig davon, wie lang die Arbeit war oder wie viele Kreditpunkte sie bringt.
Die möglichen Folgen sind ebenfalls überall ähnlich: Bewertung mit „nicht ausreichend", Anrechnung als Fehlversuch, in schweren Fällen Exmatrikulation. Was konkret gilt, steht in deiner Prüfungsordnung und im Hochschulgesetz deines Landes.
Welcher Typ bist du?
| Arbeit | Typischer Umfang | Normseiten | Preis Plagiat Scan |
|---|---|---|---|
| Bachelorarbeit | 40–60 Seiten | 45–70 | 13,05–20,30 € |
| Masterarbeit | 60–100 Seiten | 70–120 | 20,30–34,80 € |
| Diplomarbeit | 60–120 Seiten | 72–143 | 20,88–41,47 € |
| Staatsexamensarbeit | 40–80 Seiten | 45–96 | 13,05–27,84 € |
Für die spezifischen Fallen findest du eigene Seiten: Bachelorarbeit, Masterarbeit, Diplomarbeit und Lehramtsexamen.
Die fünf Stellen, an denen es fast immer hängt
Wo Abschlussarbeiten am häufigsten auffallen
- Der Forschungsstand. Das längste referierende Kapitel enthält den meisten fremden Text. Hier entstehen die meisten Treffer.
- Definitionen. Fachbegriffe werden aus einer bestimmten Quelle übernommen und wirken trotzdem wie Allgemeingut.
- Die Methodenbeschreibung. Etablierte Verfahren werden in Standardformulierungen beschrieben, oft aus einem Methodenlehrbuch.
- Übersetzte Passagen. Eine aus dem Englischen übertragene Stelle ohne Beleg bleibt ein Plagiat, siehe Übersetzungsplagiat.
- Der eigene Vortext. Passagen aus Seminararbeiten oder dem Exposé wandern ungekennzeichnet in die Abschlussarbeit.
Der Zeitplan, der funktioniert
- Rohtext fertig, zwei bis drei Wochen vor Abgabe. Alle Kapitel stehen inhaltlich.
- Erster Scan. Verzeichnisse ausschließen, Dokument hochladen, Ergebnis nach etwa 15 Minuten.
- Bericht durcharbeiten, ein bis zwei Stunden. Treffer einzeln bewerten, nicht auf die Prozentzahl schauen.
- Korrigieren, zwei bis drei Tage. Belege nachtragen, zu nahe Paraphrasen neu formulieren, wörtliche Übernahmen kennzeichnen.
- Zweiter Scan, optional. Sinnvoll, wenn du größere Passagen umgeschrieben hast.
- Formatieren und abgeben.
Wer erst am Abgabetag prüft, bekommt zwar noch ein Ergebnis, hat aber keine Zeit mehr, es zu nutzen. Mehr dazu unter wann prüfen.
Was im Bericht steht
Der Bericht ist ein PDF mit deinem vollständigen Text. Markierte Passagen sind farbig hinterlegt und mit der gefundenen Quelle verknüpft. Oben steht ein Prozentwert über die Gesamtarbeit.
Diese Zahl ist der am häufigsten überschätzte Teil. Sie sagt nur aus, welcher Anteil deines Textes irgendwo sonst ebenfalls vorkommt — nicht, ob das legitim ist. Zwölf Prozent aus sauber belegten Zitaten sind unbedenklich. Drei Prozent aus einem unbelegten Absatz sind es nicht.
- Zitat mit Anführungszeichen, Beleg und Seitenzahl: in Ordnung.
- Sinngemäße Übernahme mit „vgl." und Beleg: in Ordnung.
- Treffer im Literaturverzeichnis: normal, Titel müssen übereinstimmen.
- Fachbegriff oder feststehende Wendung: meist unkritisch.
- Ganzer Absatz ohne Beleg, der einer Quelle folgt: umschreiben und belegen.
Wie du das im Detail auseinanderhältst, steht unter Plagiatsbericht lesen.
Was dein Prüfungsamt tatsächlich bewertet
Ein verbreitetes Missverständnis lautet: Entscheidend sei der Prozentwert, den die Hochschulsoftware ausgibt. Das ist nicht der Fall.
Prüfungsämter und Gutachtende bewerten Textstellen, nicht Kennzahlen. Eine Software liefert eine Liste von Fundstellen; welche davon relevant sind, entscheidet ein Mensch. Genau deshalb kann eine Arbeit mit hohem Prozentwert unbeanstandet durchgehen, während eine mit niedrigem Wert an einer einzigen Passage scheitert.
Was in der Bewertung tatsächlich zählt:
- Gibt es zusammenhängende Passagen ohne Beleg, die einer Quelle folgen?
- Wurden wörtliche Übernahmen als Zitat gekennzeichnet?
- Deckt der Beleg den tatsächlichen Umfang der Übernahme ab?
- Stammen Struktur und Argumentationsgang von dir?
- Trifft die unterschriebene Erklärung zu?
Die letzte Frage ist die rechtlich entscheidende. Alles andere sind Indizien, die auf sie hinführen.
Wenn die Arbeit in einem Unternehmen entstanden ist
Praxisarbeiten bringen zwei zusätzliche Themen mit. Zum einen enthalten sie oft Texte aus internen Unterlagen: Handbücher, Präsentationen, Projektberichte. Diese sind fremder Text und brauchen einen Beleg, auch wenn sie nirgends öffentlich stehen und keine Software sie findet.
Zum anderen ist Vertraulichkeit ein Thema. Der Scan ändert daran nichts: Der Upload läuft verschlüsselt, die Verarbeitung findet auf Servern in Deutschland nach DSGVO statt, die Datei wird nach 14 Tagen automatisch gelöscht und geht nicht in einen Vergleichsbestand ein. Ein Sperrvermerk bleibt wirksam, denn ein Scan ist keine Veröffentlichung. Wenn dein Unternehmen eine Freigabe für externe Dienstleister verlangt, klär das vorher mit deiner Ansprechperson.
Wenn du KI genutzt hast
Rechtschreibprüfung, Literaturrecherche und Gliederungsideen werden an vielen Hochschulen anders bewertet als übernommene Formulierungen. Verbindlich ist, was in deiner Prüfungsordnung oder im Merkblatt deines Instituts steht — such dort nach „Künstliche Intelligenz", „KI-Werkzeuge" oder „Hilfsmittel".
Wenn du wissen willst, wie dein Text auf einen KI-Detektor wirkt, prüfst du ihn mit dem KI Scan. Beide Prüfungen zusammen kosten 0,39 € statt 0,58 € pro Normseite. Zur Frage der Kennzeichnung siehe KI-Nutzung kennzeichnen.
Der Unterschied zwischen deinem Scan und dem der Hochschule
Beide Prüfungen vergleichen Text mit Quellen. Trotzdem ist die Situation eine völlig andere, und der Unterschied liegt nicht in der Technik.
Er liegt im Zeitpunkt und in der Deutungshoheit. Deine Prüfung läuft, solange du den Text noch ändern kannst, und du entscheidest selbst, was ein Treffer bedeutet. Die Prüfung der Hochschule läuft nach der Abgabe, und die Einordnung nimmt jemand anderes vor — ohne dass du erklären kannst, wie eine Stelle entstanden ist.
| Eigener Scan | Prüfung der Hochschule | |
|---|---|---|
| Zeitpunkt | Vor der Abgabe | Nach der Abgabe |
| Wer bewertet die Treffer | Du selbst | Gutachter oder Prüfungsamt |
| Änderungen noch möglich | Ja | Nein |
| Ergebnis einsehbar | Immer | Oft nicht |
| Folge eines Fundes | Korrektur | Nachfrage oder Verfahren |
Deshalb ersetzt das eine nicht das andere. Der eigene Scan ist keine Freigabe und keine Unbedenklichkeitsbescheinigung — er ist die Gelegenheit, Probleme zu beheben, bevor sie jemand anderes findet.
Was du nach der Abgabe aufbewahren solltest
Mit der Abgabe ist die Arbeit aus der Hand, und die meisten räumen den Rechner auf. Ein paar Dateien sollten bleiben.
- Die abgegebene Fassung, unverändert, mit Datum im Dateinamen
- Deine datierten Zwischenstände, mindestens drei über den Bearbeitungszeitraum verteilt
- Den Prüfbericht als PDF, samt deiner Notizen zu den bewerteten Treffern
- Exzerpte und Notizen, auch handschriftliche — abfotografiert reicht
- E-Mails an die Betreuung, besonders solche mit inhaltlichen Rückfragen
Der Aufwand ist ein Ordner und fünf Minuten. Der Nutzen zeigt sich nur in einem einzigen Fall — wenn Wochen später eine Rückfrage kommt. Dann ist es der Unterschied zwischen „ich kann Ihnen den Entstehungsprozess zeigen" und „daran erinnere ich mich nicht mehr genau".
Deine Daten
Verschlüsselter Upload, Verarbeitung auf Servern in Deutschland, DSGVO-konform, automatische Löschung nach 14 Tagen. Deine Arbeit wird nicht in eine Vergleichsdatenbank aufgenommen, taucht später also nicht als Quelle auf. Eine Registrierung ist nicht nötig.