Plagiat Scanner.de Redaktion — redaktionell verantwortlich: Benjamin Lohrer | Zuletzt geprüft: 26.08.2026 | 8 Min. Lesezeit
Was für alle Abschlussarbeiten gleich gilt
Bachelor, Master, Diplom, Magister, Staatsexamen: Der Umfang unterscheidet sich, der prüfungsrechtliche Maßstab nicht.
In allen Fällen unterschreibst du eine Erklärung, die Arbeit selbstständig und ohne andere als die angegebenen Hilfsmittel verfasst zu haben. Genau diese Erklärung ist der Anknüpfungspunkt. Wenn sie nicht zutrifft, liegt ein Täuschungsversuch vor — unabhängig davon, wie lang die Arbeit war oder wie viele Kreditpunkte sie bringt.
Die möglichen Folgen sind ebenfalls überall ähnlich: Bewertung mit „nicht ausreichend", Anrechnung als Fehlversuch, in schweren Fällen Exmatrikulation. Was konkret gilt, steht in deiner Prüfungsordnung und im Hochschulgesetz deines Landes.
Welcher Typ bist du?
| Arbeit | Typischer Umfang | Normseiten | Preis Plagiat Scan |
|---|---|---|---|
| Bachelorarbeit | 40–60 Seiten | 45–70 | 13,05–20,30 € |
| Masterarbeit | 60–100 Seiten | 70–120 | 20,30–34,80 € |
| Diplomarbeit | 60–120 Seiten | 72–143 | 20,88–41,47 € |
| Staatsexamensarbeit | 40–80 Seiten | 45–96 | 13,05–27,84 € |
Für die spezifischen Fallen findest du eigene Seiten: Plagiatsprüfung der Bachelorarbeit, Masterarbeit, Diplomarbeit und Lehramtsexamen.
Die fünf Stellen, an denen es fast immer hängt
Wo Abschlussarbeiten am häufigsten auffallen
- Der Forschungsstand. Das längste referierende Kapitel enthält den meisten fremden Text. Hier entstehen die meisten Treffer.
- Definitionen. Fachbegriffe werden aus einer bestimmten Quelle übernommen und wirken trotzdem wie Allgemeingut.
- Die Methodenbeschreibung. Etablierte Verfahren werden in Standardformulierungen beschrieben, oft aus einem Methodenlehrbuch.
- Übersetzte Passagen. Eine aus dem Englischen übertragene Stelle ohne Beleg bleibt ein Plagiat, siehe Übersetzungsplagiat.
- Der eigene Vortext. Passagen aus Seminararbeiten oder dem Exposé wandern ungekennzeichnet in die Abschlussarbeit.
Der Zeitplan, der funktioniert
- Rohtext fertig, zwei bis drei Wochen vor Abgabe. Alle Kapitel stehen inhaltlich.
- Erster Scan. Verzeichnisse ausschließen, Dokument hochladen, Ergebnis spätestens am nächsten Werktag.
- Bericht durcharbeiten, ein bis zwei Stunden. Treffer einzeln bewerten, nicht auf die Prozentzahl schauen.
- Korrigieren, zwei bis drei Tage. Belege nachtragen, zu nahe Paraphrasen neu formulieren, wörtliche Übernahmen kennzeichnen.
- Zweiter Scan, optional. Sinnvoll, wenn du größere Passagen umgeschrieben hast.
- Formatieren und abgeben.
Wer erst am Abgabetag prüft, bekommt zwar noch ein Ergebnis, hat aber keine Zeit mehr, es zu nutzen. Mehr dazu unter wann prüfen.
Was im Bericht steht
Der Bericht ist ein PDF mit deinem vollständigen Text. Markierte Passagen sind farbig hinterlegt und mit der gefundenen Quelle verknüpft. Oben steht ein Prozentwert über die Gesamtarbeit.
Diese Zahl ist der am häufigsten überschätzte Teil. Sie sagt nur aus, welcher Anteil deines Textes irgendwo sonst ebenfalls vorkommt — nicht, ob das legitim ist. Zwölf Prozent aus sauber belegten Zitaten sind unbedenklich. Drei Prozent aus einem unbelegten Absatz sind es nicht.
- Zitat mit Anführungszeichen, Beleg und Seitenzahl: in Ordnung.
- Sinngemäße Übernahme mit „vgl." und Beleg: in Ordnung.
- Treffer im Literaturverzeichnis: normal, Titel müssen übereinstimmen.
- Fachbegriff oder feststehende Wendung: meist unkritisch.
- Ganzer Absatz ohne Beleg, der einer Quelle folgt: umschreiben und belegen.
Wie du das im Detail auseinanderhältst, steht unter Plagiatsbericht lesen.
Was dein Prüfungsamt tatsächlich bewertet
Ein verbreitetes Missverständnis lautet: Entscheidend sei der Prozentwert, den die Hochschulsoftware ausgibt. Das ist nicht der Fall.
Prüfungsämter und Gutachtende bewerten Textstellen, nicht Kennzahlen. Eine Software liefert eine Liste von Fundstellen; welche davon relevant sind, entscheidet ein Mensch. Genau deshalb kann eine Arbeit mit hohem Prozentwert unbeanstandet durchgehen, während eine mit niedrigem Wert an einer einzigen Passage scheitert.
Was in der Bewertung tatsächlich zählt:
- Gibt es zusammenhängende Passagen ohne Beleg, die einer Quelle folgen?
- Wurden wörtliche Übernahmen als Zitat gekennzeichnet?
- Deckt der Beleg den tatsächlichen Umfang der Übernahme ab?
- Stammen Struktur und Argumentationsgang von dir?
- Trifft die unterschriebene Erklärung zu?
Die letzte Frage ist die rechtlich entscheidende. Alles andere sind Indizien, die auf sie hinführen.
Wenn die Arbeit in einem Unternehmen entstanden ist
Praxisarbeiten bringen zwei zusätzliche Themen mit. Zum einen enthalten sie oft Texte aus internen Unterlagen: Handbücher, Präsentationen, Projektberichte. Diese sind fremder Text und brauchen einen Beleg, auch wenn sie nirgends öffentlich stehen und keine Software sie findet.
Zum anderen ist Vertraulichkeit ein Thema. Der Upload läuft verschlüsselt, die Datei wird für den Scan gespeichert und entlang des in der Datenschutzerklärung beschriebenen Datenwegs an beteiligte Dienste übermittelt. Die 30 Tage der Datenschutzerklärung gelten für reguläre Scan-Uploads im eigenen Webspeicher; Prüftexte beim Anbieter, Berichte und E-Mail-Kopien sind davon getrennt. Laut PlagAware wird die Arbeit nicht als Vergleichsquelle für andere Nutzer verwendet. Ein Sperrvermerk und die Vorgaben deines Unternehmens gelten unabhängig vom Scan. Verlangt dein Unternehmen eine Freigabe für externe Dienstleister, hol sie vor dem Upload bei deiner Ansprechperson ein.
Wenn du KI genutzt hast
Rechtschreibprüfung, Literaturrecherche und Gliederungsideen werden an vielen Hochschulen anders bewertet als übernommene Formulierungen. Verbindlich ist, was in deiner Prüfungsordnung oder im Merkblatt deines Instituts steht — such dort nach „Künstliche Intelligenz", „KI-Werkzeuge" oder „Hilfsmittel".
Wenn du wissen willst, wie dein Text auf einen KI-Detektor wirkt, kannst du ihn mit dem KI Scan prüfen; er zeigt satzweise KI-typische Formulierungen und ist weder Herkunftsbeweis noch Freigabe. Beide Prüfungen zusammen kosten 0,39 € statt 0,58 € pro Normseite. Zur Frage der Kennzeichnung siehe KI-Nutzung kennzeichnen.
Der Unterschied zwischen deinem Scan und dem der Hochschule
Welche Software und welches Verfahren deine Hochschule einsetzt, wissen wir nicht und sagen wir nicht zu; das legt die Hochschule fest. Der Unterschied, auf den es für dich ankommt, liegt im Zeitpunkt und in der Einordnung.
Mit dem Plagiat Scan prüfst du, solange du den Text noch ändern kannst, und du entscheidest selbst, was ein Treffer bedeutet. Eine Prüfung der Hochschule folgt deren Prüfungsordnung; sie findet typischerweise nach der Abgabe statt, und die Einordnung nehmen Gutachtende oder das Prüfungsamt vor. Ob und wann du dich zu einer Fundstelle äußern kannst, regeln Prüfungsordnung und Landesrecht.
| Eigener Scan | Prüfung der Hochschule | |
|---|---|---|
| Zeitpunkt | Vor der Abgabe | Nach der Abgabe |
| Wer bewertet die Treffer | Du selbst | Gutachter oder Prüfungsamt |
| Änderungen noch möglich | Ja | Nein |
| Ergebnis einsehbar | Ja, der Bericht kommt per E-Mail | Regelt die Hochschule |
| Folge eines Fundes | Korrektur durch dich | Regelt die Prüfungsordnung |
Deshalb ersetzt das eine nicht das andere. Der eigene Scan ist keine Freigabe und keine Unbedenklichkeitsbescheinigung. Er zeigt Übereinstimmungen mit den im Prüfsystem verfügbaren Quellen, hilft dir, Fundstellen zu prüfen und zu überarbeiten, solange du den Text noch ändern kannst, und sagt nicht voraus, was deine Hochschule später prüft oder wie sie es bewertet.
Was du nach der Abgabe aufbewahren solltest
Mit der Abgabe ist die Arbeit aus der Hand, und die meisten räumen den Rechner auf. Ein paar Dateien sollten bleiben.
- Die abgegebene Fassung, unverändert, mit Datum im Dateinamen
- Deine datierten Zwischenstände, mindestens drei über den Bearbeitungszeitraum verteilt
- Den Prüfbericht als PDF, samt deiner Notizen zu den bewerteten Treffern
- Exzerpte und Notizen, auch handschriftliche — abfotografiert reicht
- E-Mails an die Betreuung, besonders solche mit inhaltlichen Rückfragen
Der Aufwand ist ein Ordner und fünf Minuten. Der Nutzen zeigt sich nur in einem einzigen Fall — wenn Wochen später eine Rückfrage kommt. Dann ist es der Unterschied zwischen „ich kann Ihnen den Entstehungsprozess zeigen" und „daran erinnere ich mich nicht mehr genau".
Deine Daten
Verschlüsselter Upload, Verarbeitung entlang des in der Datenschutzerklärung beschriebenen Datenwegs. Die Datenschutzerklärung nennt 30 Tage für die Löschung regulärer Scan-Uploads aus unserem eigenen Webspeicher; Prüftexte beim Anbieter, Berichte und E-Mail-Kopien sind davon getrennt. Laut PlagAware wird dein eigener Scan-Upload nicht als Vergleichsquelle für andere Nutzer verwendet. Eine veröffentlichte Abschlussarbeit kann dennoch als Quelle erscheinen. Eine Registrierung ist nicht nötig, Bestelldaten werden trotzdem gespeichert.