GFS

Plagiatsprüfung für deine GFS

Eine GFS zählt wie eine Klassenarbeit. Trotzdem entsteht sie zu Hause, mit dem Internet in Reichweite. Genau daraus entstehen die Fehler, die Lehrkräfte finden. Ein Scan zeigt dir vorher, was auffällt.

Server in Deutschland Ergebnis in 15 Min. 70 Mrd. Quellen

 |  Zuletzt geprüft: 26.08.2026  |  6 Min. Lesezeit

Was eine GFS von einer Hausaufgabe unterscheidet

Der entscheidende Punkt steht schon im Namen: gleichwertig. Eine GFS ersetzt eine Klassenarbeit und geht mit demselben Gewicht in die Note ein.

Daraus folgt alles Weitere. Bei einer Klassenarbeit würde niemand auf die Idee kommen, einen fremden Text abzugeben — das wäre offensichtlich Täuschung. Bei einer GFS fühlt es sich anders an, weil sie zu Hause entsteht und das Material offen im Netz liegt. Rechtlich ist es dieselbe Situation.

Der zweite Unterschied betrifft die Form. Eine GFS besteht meist aus mehreren Teilen: Präsentation, Handout, schriftliche Ausarbeitung. Alle schriftlichen Teile können auf Eigenständigkeit geprüft werden.

Wo Lehrkräfte fündig werden

Die häufigsten Stellen

  • Der Erklärungsteil. Fachliche Grundlagen werden von einer Website übernommen, weil sie dort verständlich stehen.
  • Wikipedia im Einstieg. Die ersten beiden Absätze eines Artikels landen fast wörtlich in der Einleitung.
  • Schülerhilfe-Portale. Zusammenfassungen von Lernplattformen sind gut geschrieben und leicht zu finden — auch für Lehrkräfte.
  • Bilder und Grafiken. Ohne Quellenangabe eingefügt, oft mitsamt dem Wasserzeichen der Ursprungsseite.
  • KI-Texte. Sprachmodelle liefern glatte Erklärtexte, die inhaltlich oft ungenau sind und sprachlich nicht zum Rest passen.

Der letzte Punkt lohnt eine Bemerkung. Ein Lehrer, der deine Aufsätze aus dem ganzen Schuljahr kennt, erkennt einen Stilbruch sofort. Wenn plötzlich Sätze auftauchen, die nicht zu deiner Schreibweise passen, fällt das auf — ganz ohne Software.

Was du belegen musst

Die Regel ist genauso einfach wie in jeder wissenschaftlichen Arbeit: Alles, was nicht von dir kommt, bekommt eine Quelle.

Fall Quelle nötig?
Wörtlich übernommener Satz Ja, mit Anführungszeichen
Erklärung in eigenen Worten aus einer Quelle Ja
Zahl, Statistik, Jahreszahl aus einer Quelle Ja
Bild, Grafik, Diagramm Ja, unter dem Bild
Allgemeinwissen aus dem Unterricht Nein
Deine eigene Meinung oder Auswertung Nein

Am Ende der schriftlichen Ausarbeitung gehört ein Quellenverzeichnis. Bei Websites gehören URL und Abrufdatum dazu — siehe Website zitieren.

So schreibst du, ohne zu kopieren

Die Methode, die zuverlässig funktioniert, kostet ein bisschen Disziplin und keine zusätzliche Zeit:

  1. Lesen, dann Fenster schließen. Nimm dir eine Quelle vor, lies sie ganz, und schliess sie dann.
  2. Aus dem Kopf notieren. Schreib in ein bis drei Sätzen auf, was drinstand. Dazu die Quelle notieren.
  3. Aus deinen Notizen schreiben. Der Text entsteht aus dem, was du verstanden hast.
  4. Am Ende gegenprüfen. Erst dann die Quelle wieder öffnen: Stimmt es inhaltlich? Fehlt eine Zahl?

Wer so arbeitet, produziert automatisch eigenen Text. Wer mit geöffneter Quelle schreibt, produziert fast zwangsläufig eine zu nahe Paraphrase — auch mit den besten Absichten.

Was der Scan kostet

GFS-Ausarbeitung Zeichen (ca.) Normseiten Preis
4 Seiten 7.000 4 1,16 €
6 Seiten 11.000 7 2,03 €
8 Seiten 15.000 9 2,61 €
12 Seiten 23.000 13 3,77 €

Gerechnet wird in Normseiten zu 1.800 Zeichen inklusive Leerzeichen, nicht in Word-Seiten. Handout und Präsentation kannst du als PDF dazunehmen — sie enthalten wenig Text und erhöhen den Preis kaum. Umrechnen kannst du im Normseitenrechner.

Den Bericht abarbeiten

Der Bericht zeigt deinen Text mit farbig markierten Stellen. Jede Markierung ist mit der gefundenen Quelle verlinkt.

Geh von oben nach unten durch und stell dir bei jedem Treffer dieselbe Frage: Steht bei mir dazu eine Quelle? Wenn ja, ist es meistens in Ordnung. Wenn nein, hast du zwei Möglichkeiten — Quelle nachtragen oder den Satz neu schreiben. Meistens ist beides zusammen richtig.

Die Prozentzahl oben im Bericht kannst du weitgehend ignorieren. Bei kurzen Texten schwankt sie stark: Ein einziges längeres Zitat macht bei acht Seiten mehrere Prozentpunkte aus.

Wenn du KI benutzt hast

An vielen Schulen ist die Nutzung von Sprachmodellen inzwischen geregelt — oft erlaubt für Ideensammlung und Rechtschreibprüfung, nicht für das Schreiben ganzer Abschnitte. Was bei dir gilt, steht im Merkblatt zur GFS oder sagt dir deine Lehrkraft.

Zwei praktische Hinweise. Erstens: Sprachmodelle erfinden gelegentlich Quellen und Zahlen. Wenn du solche Angaben ungeprüft übernimmst, steht am Ende ein sachlicher Fehler in deiner Arbeit. Zweitens: Wenn du testen willst, wie dein Text auf eine KI-Prüfung wirkt, geht das mit dem KI Scan. Mehr zum Rahmen unter KI-Regeln in der Schule.

Wenn du die GFS als Präsentation hältst

Bei vielen GFS besteht die Leistung aus zwei Teilen: einem Vortrag und einer schriftlichen Ausarbeitung. Für die Plagiatsfrage zählt vor allem der schriftliche Teil, für die Note zählt beides.

Bei der Präsentation gibt es eine Regel, die oft übersehen wird: Auch Folien brauchen Quellenangaben. Nicht als vollständigen Beleg, aber als Kurzangabe klein am Folienrand. Bei Bildern gehört sie unter das Bild, bei Zahlen hinter die Zahl.

Eine reine Quellenfolie am Ende reicht nicht aus, wenn auf zwölf Folien Material aus fünf Quellen verteilt ist — dann lässt sich nicht mehr zuordnen, was woher stammt. Als Faustregel: Wer beim Anschauen einer einzelnen Folie nicht erkennen kann, woher die Information stammt, hat zu wenig angegeben.

Wie du dich auf Rückfragen vorbereitest

Nach dem Vortrag kommen Fragen, und sie kommen nicht, um dich zu prüfen, sondern weil das zum Format gehört. Trotzdem entscheidet dieser Teil oft über den Eindruck.

Der wirksamste Vorbereitungsschritt hat nichts mit Auswendiglernen zu tun: Geh deine eigene Ausarbeitung durch und markiere jede Stelle, bei der du nicht sofort erklären könntest, was sie bedeutet. Jede solche Stelle ist ein Hinweis, dass du sie übernommen und nicht durchdrungen hast.

  • Zu jeder Zahl wissen, woher sie stammt und worauf sie sich bezieht
  • Jeden Fachbegriff in eigenen Worten erklären können
  • Sagen können, warum du dieses Thema und diesen Schwerpunkt gewählt hast
  • Eine Stelle benennen können, die dich beim Recherchieren überrascht hat
  • Wissen, was du weggelassen hast und warum

Wer diese fünf Punkte beantworten kann, besteht jede Rückfrage — unabhängig davon, wie viel er auswendig weiß. Und wer sie nicht beantworten kann, merkt es beim Vorbereiten statt vor der Klasse.

Vor der Abgabe

  1. Jede Erklärung, die nicht von dir stammt, hat eine Quelle.
  2. Wörtliche Sätze stehen in Anführungszeichen.
  3. Unter jedem Bild steht, woher es kommt.
  4. Das Quellenverzeichnis enthält alle verwendeten Seiten mit Abrufdatum.
  5. Der Text klingt nach dir — nicht nach einer Website.
  6. Der Scan ist gelaufen und jeder Treffer geklärt.
FAQ

Häufige Fragen

0,29 € pro Normseite mit 1.800 Zeichen. Eine schriftliche Ausarbeitung mit acht Seiten hat rund acht bis zehn Normseiten und kostet damit etwa 2,50 bis 3 €.
GFS steht für gleichwertige Feststellung von Schülerleistungen. Es ist eine Leistung, die eine Klassenarbeit ersetzen kann — meist ein Referat mit schriftlicher Ausarbeitung, ein Projekt oder eine Präsentation. Die genaue Ausgestaltung regelt die Schule.
In der Regel ja, sie geht mit dem Gewicht einer Klassenarbeit in die Note ein. Entsprechend gelten dieselben Regeln zur Eigenständigkeit.
Das richtet sich nach den Regeln deiner Schule und dem Schulrecht deines Bundeslandes. Möglich ist eine Abwertung bis hin zur Bewertung mit ungenügend. Meist wirst du vorher angehört.
Für den Unterricht gelten Ausnahmen im Urheberrecht, aber eine Quellenangabe brauchst du trotzdem. Schreibe unter jedes Bild, woher es stammt.
An den meisten Schulen ja, sobald du Formulierungen übernimmst. Frag deine Lehrkraft nach der Regel, bevor du abgibst, nicht danach.

GFS prüfen, bevor du sie abgibst

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