Ausfüllbares Verzeichnis mit notwendigen Feldern
Hilfsmittelverzeichnis, Nutzungserklärung und Quellenverzeichnis
Die drei Elemente erfüllen verschiedene Funktionen. Ein Quellenverzeichnis weist zitierte Literatur, Daten oder andere veröffentlichte Materialien nach. Ein Hilfsmittelverzeichnis beschreibt Werkzeuge und ihren konkreten Einsatz. Eine Nutzungserklärung fasst Verantwortung und Umfang oft in Fließtext zusammen. Ein KI-System wird nicht dadurch zur wissenschaftlichen Quelle, dass es im Hilfsmittelverzeichnis steht. Tatsachen, Zitate und Literaturangaben müssen weiterhin auf überprüfbare Originale zurückgeführt werden.
Auch der Methodenteil kann mehr Detail benötigen als das Verzeichnis. Wenn KI-Code einen Analyseschritt beeinflusst hat, gehören Datenfluss, Anpassungen und Tests in die Methodendokumentation. Das Verzeichnis schafft den Überblick und verweist auf diese Stelle. Vermeiden Sie doppelte Absätze in mehreren Teilen der Arbeit; nutzen Sie eindeutige IDs und Querverweise.
Ob ein separates KI-Hilfsmittelverzeichnis verlangt oder akzeptiert wird, ist keine universelle Frage. Manche Einrichtungen stellen konkrete Tabellen bereit, andere verlangen eine Eigenständigkeitserklärung oder fachspezifische Dokumentation. Prüfen Sie Aufgabenstellung, Prüfungsordnung und aktuelle Hinweise. Ersetzen Sie ein vorgeschriebenes Format nicht eigenmächtig durch diese Vorlage.
Vom Arbeitsprotokoll zum kompakten Verzeichnis
Ein fortlaufendes KI-Nutzungsprotokoll enthält meist mehrere Zeilen pro Werkzeug. Verdichten Sie es erst am Ende zu klaren Nutzungstypen. Gruppieren Sie beispielsweise zehn gleichartige Sitzungen zur Suche nach Synonymen, wenn Zeitraum, Thema, Auswahlprozess und Nachweise erkennbar bleiben. Trennen Sie sie von einer späteren sprachlichen Überarbeitung, weil Eingriff, Risiko und Kontrollhandlung verschieden sind.
Übernehmen Sie Werkzeugangaben aus dem zeitnahen Protokoll, nicht aus Erinnerung. Wenn die Oberfläche keine stabile Modellversion zeigte, notieren Sie dieses Fehlen. Eine vermutete Versionsnummer wirkt präzise, ist aber nicht belegt. Beim Zugriffsdatum kann ein Zeitraum genügen, wenn sich identische, wiederkehrende Nutzungen bündeln lassen und die lokale Vorgabe dies zulässt.
Die Spalte „Eingabekategorie“ beschreibt den Charakter des Materials, ohne vertrauliche Inhalte in das Verzeichnis zu kopieren. „Pseudonymisierte Interviewpassagen nach institutioneller Freigabe“ ist aussagekräftiger und sicherer als ein vollständiger Prompt mit Interviewtext. Ob eine Eingabe tatsächlich zulässig war, hängt von Einwilligung, Schutzbedarf, Dienst und institutioneller Regel ab; das Verzeichnis kann diese Prüfung nicht ersetzen.
Ein sinnvoller Platz in der fertigen Arbeit
Platzieren Sie das Verzeichnis dort, wo Ihre Vorgabe es vorsieht. Denkbar sind ein eigener Abschnitt nach dem Quellenverzeichnis, ein Teil des Anhangs oder ein von der Eigenständigkeitserklärung getrenntes Formular. Nehmen Sie es nicht ohne Prüfung in das Literaturverzeichnis auf: Werkzeugnutzung und wissenschaftlicher Quellenbeleg sind unterschiedliche Nachweisarten.
Geben Sie jeder Zeile eine ID. Im Methodenteil kann dann stehen: „Die dokumentierte Codeunterstützung H-03 betraf ausschließlich die Vorverarbeitung; Validierung und Änderungen sind in Anhang B beschrieben.“ Im Anhang trägt der relevante Prompt oder Export dieselbe Kennung. Ein solcher Verweis verhindert, dass Lesende Produktnamen, Chatdateien und Methodenabschnitte selbst zusammensuchen müssen.
Halten Sie die Gestaltung nüchtern: kurze, vollständige Sätze, ausreichend breite Spalten und verständliche Abkürzungen. Ein überfülltes Querformat mit verkleinertem Text erfüllt die Transparenzfunktion schlechter als ein mehrseitiges Verzeichnis. Lange Kontrollbeschreibungen können in eine nummerierte Erläuterung ausgelagert werden, solange der Zusammenhang eindeutig bleibt.
Was im Verzeichnis nicht stehen sollte
Vermeiden Sie auch wertende Tarnbegriffe. „Nur minimale Unterstützung“ sagt wenig; „drei Formulierungsvarianten für zwei eigene Sätze, anschließend selbst redigiert“ grenzt den Beitrag ab. Umgekehrt muss ein erheblicher Einsatz nicht dramatisiert werden. Fachlich relevant sind Funktion, Reichweite, Kontrolle und Übernahme.
Die DFG unterstreicht, dass Forschende trotz generativer Modelle für Inhalt und Form verantwortlich bleiben. Die europäischen Living Guidelines verbinden Transparenz mit Reproduzierbarkeit und Verantwortung. Diese Prinzipien sprechen für ein überprüfbares Verzeichnis, schreiben aber nicht diese konkrete Tabellenform für jede Prüfungsleistung vor.
Vollständigkeitsprüfung in acht Schritten
- Alle Werkzeuge mit den Arbeitsdateien und Browser- oder Kontonotizen abgleichen.
- Mehrere Nutzungsarten desselben Werkzeugs sachlich trennen.
- Versionen nur übernehmen, wenn sie sichtbar oder belegt waren.
- Jeden Einsatz einem konkreten Teil der Arbeit zuordnen.
- Ausgabe, Übernahme, eigene Änderung und Kontrolle unterscheiden.
- Nachweis-IDs auf tatsächliche, zugängliche Dateien oder Anhänge prüfen.
- Geschützte Inhalte entfernen oder nach genehmigtem Verfahren redigieren.
- Format, Ort und Wortlaut mit der lokalen Vorgabe vergleichen.
Lesen Sie abschließend jede Zeile als Außenstehender: Wird erkennbar, welchen Erkenntnis- oder Schreibschritt das System beeinflusst hat? Falls nicht, ersetzen Sie Sammelwörter durch eine Tätigkeit. Vertiefungen bietet der Hub KI-Transparenz. Die Grundlagenseite Wissenschaftlich arbeiten erklärt die übergeordnete Trennung von Hilfsmitteln, Quellen und Eigenleistung. Für den Fließtext ergänzt der Leitfaden KI-Nutzung im Methodenteil beschreiben das Verzeichnis.