Plagiat Scanner.de Redaktion | Zuletzt geprüft: 26.08.2026 | 6 Min. Lesezeit
Wofür iThenticate gebaut ist
iThenticate prüft Manuskripte im Publikationsbetrieb. Verlage, Forschungseinrichtungen und Zeitschriftenredaktionen setzen es ein, bevor ein eingereichter Text ins Begutachtungsverfahren geht. Der Abgleich soll verhindern, dass ungeklärte Übernahmen in den veröffentlichten Bestand rutschen.
Für dich als Autorin oder Autor folgt daraus ein schlichtes Zugangsproblem. Die Lizenz hält die Organisation. Sie bestimmt, wann geprüft wird, wer den Bericht öffnet und was mit dem Befund geschieht.
Wofür es dir nichts nützt: als Selbstkontrolle an dem Abend, an dem dein Kapitel fertig ist und du wissen willst, ob der Methodenteil zu eng an der Vorlage liegt.
Wer damit arbeitet und wo du stehst
Die Menschen, die das System bedienen, sitzen in Redaktionen und in Publikationsstellen. Sie prüfen fremde Texte. Du dagegen stehst mit deinem eigenen Manuskript da, meist ohne Konto und ohne jemanden, den du um einen Probelauf bitten könntest.
Zwei Lagen tauchen dabei immer wieder auf. Die erste betrifft eigene Vorarbeiten: Du reichst ein Paper ein, dessen Theorieteil auf deinem älteren Konferenzbeitrag aufbaut, und weißt nicht, wie viel davon wörtlich stehen geblieben ist. Ob das als Doppelverwertung zählt, regelt die Zeitschrift.
Eine dritte Lage betrifft Sammelbände. Wer einen Beitrag für einen Band schreibt, bekommt oft eine Formatvorlage samt Musterabschnitten mitgeliefert und übernimmt daraus mehr, als ihm bewusst ist.
Die zweite typische Lage betrifft kumulative Promotionen. Mehrere Kapitel gehen als Einzelaufsätze raus, Textbausteine wandern zwischen den Fassungen hin und her, und irgendwann weiß niemand mehr, welche Formulierung wo zuerst stand. Wie deine Fakultät das bewertet, steht in der Promotionsordnung. Mehr zum Vorgehen bei langen Texten findest du unter Plagiatsprüfung einer Dissertation.
iThenticate und unser Scan nebeneinander
| Kriterium | iThenticate | Plagiat Scan bei uns |
|---|---|---|
| Zielgruppe | Verlage, Forschungseinrichtungen, Redaktionen | Einzelpersonen mit einem eigenen Text |
| Zugang | über den Vertrag der Organisation | direkt buchbar, ohne Registrierung |
| Datenschutz | richtet sich nach dem Vertrag der Einrichtung | Server in Deutschland, DSGVO, Löschung nach 14 Tagen |
| Preismodell | Konditionen erfragst du beim Anbieter | 0,29 € je Normseite, Kombi 0,39 € statt 0,58 € |
| Ergebnis | Bericht im System der Organisation | PDF mit markierten Stellen und verlinkten Quellen |
Zwei Felder bleiben absichtlich unbestimmt. Über Umfang und Konditionen eines Produkts, das über Rahmenverträge läuft, kursieren viele Zahlen aus dritter Hand, und wir geben keine weiter, die wir nicht belegen können. Wie sinnvoll ein Zahlenvergleich bei Quellenbeständen überhaupt ist, steht unter Datenbankgröße vergleichen.
Die Grenze, die alle Systeme teilen
Kein Textabgleich findet alles. Das trifft institutionelle Systeme genauso wie unseren Scan.
Was außerhalb der Reichweite liegt
Unveröffentlichte Manuskripte stehen in keiner durchsuchbaren Quelle, weder in unserer noch in einer anderen. Gedruckte Bände ohne Digitalisat lassen sich nicht abgleichen. Und eine Passage, die aus einer fremdsprachigen Vorlage übersetzt wurde, rutscht durch einen reinen Textvergleich meist hindurch. Wer dir etwas anderes verspricht, verspricht zu viel.
Wann eine Alternative für dich passt
Nicht immer. Wenn dein Institut dir einen eigenen Zugang einrichtet und du damit Entwürfe testen darfst, nimm ihn.
Ein eigener Scan lohnt sich in anderen Lagen:
- Du reichst als externe Autorin ein und hängst an keiner Einrichtung.
- Du willst vor der Einreichung Klarheit, nicht danach.
- Dein Text baut auf eigenen Vorarbeiten auf und du brauchst einen Überblick über die Überschneidungen.
- Ein Koautor hat einen Abschnitt beigesteuert, dessen Quellenlage du nicht kennst.
- Deine Einrichtung prüft erst zur Abgabe, du aber willst früher wissen, woran du bist.
Was ein eigener Scan nicht leistet: Er sagt dir nicht, wie eine Redaktion einen Treffer wertet. Er zeigt Textübereinstimmungen. Die Einordnung bleibt bei dir.
Bei einem kurzen Beitrag von zehn Seiten fällt die Entscheidung leicht, weil der Betrag klein bleibt. Bei einer Monografie über mehrere hundert Seiten lohnt es sich, Literaturverzeichnis und Anhang vor dem Upload herauszunehmen. Beides erzeugt viele korrekte Treffer und macht den Bericht unübersichtlich.
Was unser Angebot anders macht
Wir arbeiten mit PlagAware und gleichen deinen Text gegen über 70 Milliarden Quellen ab. Du lädst hoch, bezahlst und bekommst in der Regel nach einer Viertelstunde ein PDF, in dem jede Fundstelle mit ihrer Quelle verlinkt ist. Kein Abo, keine Laufzeit, kein Konto.
Der Bericht bildet deinen kompletten Text ab. Farbig hinterlegt sind die Passagen, zu denen eine Übereinstimmung gefunden wurde, daneben steht die Quelle. Was du daraus machst, entscheidest du an jeder einzelnen Stelle selbst.
Was wir nicht bieten, sagen wir genauso deutlich: keine Anbindung an ein Redaktionssystem, keine Rückmeldung an Herausgeber, keine Aussage darüber, wie ein Verlag deinen Befund bewerten würde. Darüber entscheidet dort ein Mensch. Was passiert, wenn ein Problem erst nach dem Druck auffällt, beschreibt die Seite zum Plagiat in einer Publikation.
Ablauf und Kosten bei uns
Du wählst den Scan, lädst die Datei hoch und zahlst. Angenommen werden .docx, .doc, .pdf, .txt, .odt, .rtf und .pages bis 50 MB und bis 999 Normseiten. Der Bericht liegt meist nach 15 Minuten bereit, in seltenen Fällen dauert es bis zu 24 Stunden.
Eine Normseite fasst 1.800 Zeichen samt Leerzeichen. Ein Aufsatz mit 40 Normseiten kostet damit 11,60 € im Plagiat Scan und 15,60 € zusammen mit der KI-Prüfung. Deine genaue Seitenzahl liefert der Normseitenrechner.
Verarbeitet wird auf Servern in Deutschland nach DSGVO, gelöscht wird nach 14 Tagen, und in eine Vergleichsdatenbank kommt deine Datei nicht. Für unveröffentlichte Manuskripte ist der letzte Punkt der wichtigste. Details stehen unter DSGVO und Plagiatsprüfung.
Entscheidungshilfe
Drei Fragen reichen meistens.
- Bekommst du über deine Einrichtung einen eigenen Upload für Entwürfe? Dann brauchst du hier nichts.
- Willst du vor der Einreichung wissen, wo dein Text an fremden Formulierungen klebt? Dann prüf selbst.
- Fragt die Zeitschrift nach dem Einsatz generativer Werkzeuge? Dann nimm den Kombi-Scan.
Sieh dir im Bericht nicht die Prozentzahl an, sondern die markierten Absätze. Zwölf Prozent aus korrekt belegten Zitaten sind harmlos. Drei Prozent aus einem Absatz ohne jeden Beleg sind es nicht. Wer denselben Zugangsengpass an einer Hochschule statt in einem Verlag erlebt, findet die passende Einordnung unter Turnitin-Alternative.