TASL als ausfüllbarer Nachweis
Creative Commons empfiehlt bei Nachnutzung eine angemessene Namensnennung und beschreibt Titel, Urheber, Quelle und Lizenz als hilfreiche Merkhilfe. Wo der Rechteinhaber eine bestimmte Zuschreibung nennt, übernehmen Sie diese, solange sie vernünftig umsetzbar ist. Vermitteln Sie niemals den Eindruck, der Urheber unterstütze Ihre Arbeit.
Die Lizenzvariante vor der Gestaltung lesen
CC BY, CC BY-SA, CC BY-NC und CC BY-NC-SA erlauben Bearbeitungen jeweils innerhalb ihrer Bedingungen. Die ND-Varianten schränken das Teilen bearbeiteter Fassungen ein. Lesen Sie den konkreten Lizenztext und verlassen Sie sich nicht allein auf ein Symbol. Versionen können sich unterscheiden; „CC BY“ ohne Versionsangabe ist ein unvollständiger Nachweis, wenn die Werkseite eine genaue Version nennt.
CC0 ist keine der sechs Lizenzen, sondern ein Instrument, mit dem Rechte soweit wie möglich aufgegeben werden. Die Public Domain Mark kennzeichnet dagegen nach Einschätzung des Markierenden bereits gemeinfreie Werke. Beide Fälle brauchen wissenschaftlich weiterhin eine Herkunftsangabe, auch wenn die Lizenzbedingung der Namensnennung fehlen kann.
Drei Nachweise für typische Lizenzfälle
CC BY 4.0, unverändert: „Stadtbäume im Sommer“ von Mira Beispiel, Beispielarchiv, [Werk-URL], CC BY 4.0, [Lizenz-URL], Zugriff: 4. September 2026. Diese Struktur verbindet das Werk direkt mit der Lizenz. Ersetzen Sie sämtliche Beispieldaten durch die Angaben der realen Werkseite.
CC BY-SA 4.0, bearbeitet: „Klimazonen Europas“ von Institut Beispiel, [Werk-URL], CC BY-SA 4.0, [Lizenz-URL], Zugriff: [Datum]; Farblegende ergänzt und Ausschnitt verändert. Prüfen Sie zusätzlich die ShareAlike-Pflicht für die bearbeitete Fassung und machen Sie die angewandte Lizenz auffindbar.
CC BY-NC-ND 4.0: „Porträtstudie“ von [Name], [Werk-URL], CC BY-NC-ND 4.0, [Lizenz-URL], Zugriff: [Datum]; unverändert wiedergegeben. Prüfen Sie, ob Ihr Nutzungskontext nichtkommerziell ist und ob die technische Darstellung tatsächlich keine relevante Bearbeitung enthält. Ist ein Zuschnitt nötig, suchen Sie eine passend lizenzierte Alternative oder eine separate Erlaubnis.
Bearbeitung offenlegen und Originalbezug bewahren
Notieren Sie Änderungen direkt in der Legende oder in einer eindeutig verknüpften Anmerkung. Ein bloßes „bearbeitet“ ist schwach; „auf Motivbereich zugeschnitten, Kontrast erhöht, Pfeile ergänzt“ lässt die Eingriffstiefe erkennen. Geben Sie eine Bearbeitung nicht dem ursprünglichen Urheber als Originalwerk aus und behaupten Sie keine Billigung.
Für wissenschaftliche Transparenz sollte erkennbar bleiben, welche Aussage aus dem Ausgangsbild und welche aus Ihrer Annotation stammt. Nutzen Sie eine Legende für Pfeile, Farben und Markierungen. Wenn Sie eine neue Abbildung auf Grundlage mehrerer CC-Werke erstellen, dokumentieren Sie jedes Ausgangswerk und prüfen Sie, ob die Lizenzbedingungen miteinander und mit der geplanten Weitergabe vereinbar sind.
Eine reine Größenänderung ist technisch alltäglich, doch die genaue Lizenz und die deutschen gesetzlichen Grenzen können weitere Fragen aufwerfen. Diese Seite bietet keine Rechtsberatung. Bei komplexen Montagen oder Publikationsverträgen sollten Sie eine zuständige Rechte- oder Beratungsstelle einbeziehen.
Die konkrete Datei und Lizenzkette prüfen
- Originalwerkseite statt Suchergebnis oder geteiltem Vorschaubild öffnen.
- Prüfen, wer die Lizenzangabe gesetzt hat und ob diese Person oder Stelle Rechte haben kann.
- Titel, gewünschte Namensform und direkte Werk-URL sichern.
- Genaues Lizenzkürzel, Version und Lizenzlink festhalten.
- Geplante Bearbeitung, Veröffentlichungsreichweite und etwaige kommerzielle Nutzung gegen die Bedingungen prüfen.
- Abgebildete Personen, Marken oder Werke als zusätzliche Rechteebenen berücksichtigen.
- Screenshot oder PDF der Werk- und Lizenzinformation nur im zulässigen Arbeitsordner dokumentieren.
Eine Plattformkennzeichnung ist ein wichtiges Signal, aber keine Garantie, dass der Upload rechtmäßig erfolgte. Bei Widersprüchen zwischen Bildseite, Metadaten und Lizenzhinweis stoppen Sie die Nutzung und klären die Herkunft. Der Nachweis soll die überprüfte Kette darstellen, nicht Unsicherheit verdecken.
Häufige Fehler in Legende und Verzeichnis
- Nur „CC“ nennen, ohne Variante, Version oder Link.
- Die Plattform statt der konkreten Werkseite als Quelle angeben.
- Den Nutzernamen aus der Bilddatei raten, obwohl die Werkseite eine gewünschte Zuschreibung enthält.
- Zuschnitt oder Annotation verschweigen.
- Eine NC- oder ND-Bedingung bei späterer Veröffentlichung nicht neu bewerten.
- Lizenznachweis in Legende, Abbildungsverzeichnis und Quellenliste widersprüchlich führen.
Der Hub Medienbelege bündelt weitere Bildfälle. Die Grundlagenseite Wissenschaftlich arbeiten ordnet Lizenzhinweis und Quellenbeleg in die gesamte Belegpraxis ein. Bei gemeinfreien Dateien hilft Public-Domain-Bilder: Quelle trotz freier Nutzung?.