Beginne beim tatsächlichen Abbildungsobjekt
Eine Abbildung kann Eigenleistung, Bearbeitung einer Vorlage, Visualisierung fremder Daten oder unveränderte Reproduktion sein. Die passende Formulierung ergibt sich nicht allein aus der Dateiendung. Halte Urheber oder verantwortliche Institution, Werktitel, Jahr, konkrete Fundstelle und Version fest. Ergänze in der Legende, was du selbst erstellt, übertragen, zugeschnitten, übersetzt oder hervorgehoben hast.
Danach folgt eine eigene Rechte- und Ethikprüfung. Ein vollständiger Beleg macht die Herkunft sichtbar, überträgt aber keine Rechte. Lizenz, Erlaubnis, gesetzliche Ausnahme, Persönlichkeitsinteressen und Publikationsumfeld können zu unterschiedlichen Ergebnissen führen. Bei rechtlich oder ethisch schwierigen Fällen ersetzt dieser Hub keine Einzelfallberatung.
1. Eigene, angepasste und übernommene Darstellungen
Die ersten fünf Leitfäden ordnen den schöpferischen Anteil und die Quellenschicht. Eine eigene Grafik kann fremde Daten verwenden. „Nach Vorlage“ verlangt eine andere Kennzeichnung als ein direkt übernommenes Werk. Tabellen, Diagramme und das Abbildungsverzeichnis müssen denselben Herkunftsnachweis konsistent wiedergeben.
2. Lizenz, Gemeinfreiheit und Bildzitat prüfen
Rechteangaben müssen sich auf das konkrete Bild und die geplante Nutzung beziehen. Creative-Commons-Lizenzen verlangen die korrekte Lizenzfassung und Attribution. „Public Domain“ braucht eine überprüfbare Herkunft. Stockanbieter und Archive definieren eigene Bedingungen. Ein Bildzitat wiederum erfordert einen analytischen Zweck und darf nicht nur eine Seite schmücken.
3. Fotografien, Logos, Karten und Zugänglichkeit
Ein eigenes Foto eines fremden Kunstwerks schafft mehrere Ebenen: Aufnahme, dargestelltes Werk und Ort. Logos bleiben identifizierbare Zeichen, auch wenn sie frei auffindbar sind. Onlinekarten verändern sich und benötigen einen datierten Ausschnitt. Screenshots dokumentieren einen Software- oder Webseitenzustand. Alt-Texte machen die entscheidende Information zugänglich, ohne die Legende einfach zu wiederholen.
4. Veränderliche und zusammengesetzte Medienobjekte
Generative Bilder, Social-Media-Posts, Filmframes, Onlinevideos und Memes lassen sich nicht zuverlässig mit einer bloßen Homepage-URL belegen. Sie brauchen zusätzliche Provenienzfelder: Werkzeug oder Modell, Plattformkonto, genaue Fassung, Timecode, sichtbaren Kontext oder Variantenmerkmale. Bewahre eine unveränderte Forschungsaufnahme getrennt von der redigierten Publikationsdatei.
