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Medienbelege · Handlung · MED-06

KI-generierte Abbildung transparent kennzeichnen

Direktantwort: Kennzeichnen Sie eine KI-generierte oder wesentlich KI-bearbeitete Abbildung direkt in der Caption. Nennen Sie Werkzeug, sichtbare Modell- oder Versionsangabe, Erzeugungsdatum, Funktion der Eingabe, wesentliche menschliche Bearbeitung und fachliche Prüfung. Bewahren Sie Prompt, Ausgangsmaterial und Zwischenfassungen kontrolliert auf. Die Kennzeichnung ersetzt weder Quellen für dargestellte Fakten noch die Rechte-, Datenschutz- und Zulässigkeitsprüfung.

Kennzeichnungs- und Prüfprotokoll

Nachweisfelder für eine KI-gestützte Abbildung
Feld Zu dokumentieren
Zweck Analyse, Illustration, Schema oder Forschungsgegenstand
System Anbieter, Produkt, sichtbares Modell/Version, Datum
Input Prompt-ID, Referenzbilder, Daten und ausgeschlossene Inhalte
Output gewählte Fassung und Auswahl aus Varianten
Bearbeitung Zuschnitt, Retusche, Text, Farben, manuell ergänzte Elemente
Faktenprüfung Objekte, Beschriftungen, Beziehungen, Zahlen und Quellen
Rechteprüfung Werkzeugbedingungen, Referenzmaterial, Personen und Marken
Grenzen symbolischer Charakter, nicht maßstabsgetreu, Unsicherheit

Erzeugung und Bearbeitung unterscheiden

Eine vollständig synthetisierte Illustration, eine generative Erweiterung eines Fotos, automatische Objektentfernung und eine farbliche Korrektur sind verschiedene Eingriffe. Beschreiben Sie die tatsächliche Funktion. „Mit KI erstellt“ kann zu breit sein, wenn nur ein Hintergrund ergänzt wurde; „eigene Abbildung“ kann den wesentlichen generativen Anteil verschweigen.

War ein fremdes Bild Ausgangspunkt, zitieren und prüfen Sie es zusätzlich. Ein Prompt mit Künstlername oder geschützter Figur schafft keine Rechtefreigabe. Wurde eine eigene Fotografie bearbeitet, bleiben abgebildete Personen, Orte und vertrauliche Details relevant. Speichern Sie Ausgangs- und Endfassung getrennt, damit die Veränderung sichtbar bleibt.

Muster für sachliche Captions

Synthetische Illustration: „Abb. 9: Symbolische Darstellung des Arbeitsablaufs. KI-generiert mit [Werkzeug, sichtbares Modell], 4. September 2026, nach Prompt P-14; Auswahl und Beschriftung durch die Autorin. Keine empirische Datendarstellung.“

Bearbeitetes eigenes Bild: „Abb. 10: Versuchsaufbau. Eigene Fotografie, Hintergrund mit [Werkzeug] generativ erweitert; Messgeräte und Beschriftungen unverändert, Erweiterung grau markiert.“ Datengestützte Grafik: „Abb. 11: Visualisierung der Kategorien. Layout mit [Werkzeug] entworfen; Werte aus Datensatz X, Version 2, von der Autorin geprüft und manuell eingesetzt.“

Wenn die Hochschule einen bestimmten Wortlaut, ein Hilfsmittelverzeichnis oder einen Anhang verlangt, folgen Sie dieser Vorgabe. Die Caption sollte dennoch am Objekt erkennen lassen, dass die sichtbare Darstellung generativ beeinflusst ist.

Fachliche Prüfung statt Plausibilität

Generierte Bilder können anatomische, technische, räumliche und textliche Fehler enthalten. Prüfen Sie jedes Element, das als Tatsache gelesen werden könnte. Bei einem Laboraufbau vergleichen Sie Geräte, Anschlüsse und Sicherheitsmerkmale mit realen Unterlagen. Bei Karten, historischen Szenen oder wissenschaftlichen Schemata brauchen Orte, Zeitbezüge und Beziehungen belastbare Quellen. Rein dekorative Bilder sollten nicht den Eindruck empirischer Evidenz erzeugen.

  1. Liste aller sichtbaren Sachbehauptungen erstellen.
  2. Jede Behauptung einer unabhängigen Quelle zuordnen.
  3. Beschriftungen und Einheiten manuell prüfen.
  4. Unklare oder erfundene Elemente entfernen.
  5. Symbolische und nicht maßstabsgetreue Teile kennzeichnen.
  6. Endfassung mit Quellen und Methodenbeschreibung abgleichen.

Prüfen Sie außerdem Barrierefreiheit. Alternativtext beschreibt die für das Argument entscheidende Information und nennt bei Bedarf den synthetischen Charakter. Text im Bild sollte zusätzlich als echter Text verfügbar sein. Farbe allein darf keine Kategorie tragen.

Rechte, Datenschutz und wissenschaftliche Grenze

Diese Seite ist keine Rechtsberatung. Prüfen Sie lokale Prüfungsregeln, Anbieterbedingungen, Urheber- und Persönlichkeitsrechte, Datenschutz, Referenzmaterial und den geplanten Veröffentlichungsort.

Laden Sie keine unveröffentlichten Forschungsbilder, personenbezogenen Daten oder vertraulichen Entwürfe in ein nicht freigegebenes System. Synthetische Gesichter können realen Personen ähneln; Marken und geschützte Figuren können unbeabsichtigt erscheinen. Dokumentieren Sie die Prüfung und ersetzen Sie riskante Elemente. Metadaten des Bildes sind nützlich, ersetzen aber keine sichtbare Caption.

Eine Offenlegung macht eine fachlich falsche Grafik nicht akzeptabel. Ebenso belegt ein Bild keine wissenschaftliche Aussage, nur weil der Prompt Literatur nannte. Zitieren Sie Daten, Modelle und Fakten an ihren Originalquellen. Der Hub Medienbelege sammelt weitere Formate. KI-Nutzungserklärung hilft beim Gesamtnachweis. Die Grundlagenseite Richtig zitieren erklärt Quellenbelege.

Abgabeaudit und Archivierung

  • Ist direkt an der Abbildung erkennbar, dass KI beteiligt war?
  • Sind System, Datum und Eingriffsart konkret?
  • Bleiben Ausgangsmaterial, Prompt-ID, Varianten und Endfassung verbunden?
  • Sind dargestellte Fakten unabhängig belegt?
  • Sind menschliche Auswahl und Bearbeitung abgegrenzt?
  • Sind Rechte und sensible Inhalte geprüft?
  • Sind Grenzen und symbolischer Charakter sichtbar?
  • Stimmen Caption, Abbildungsverzeichnis, Methodik und Nutzungserklärung überein?

Vergeben Sie eine Abbildungs-ID und speichern Sie Originalinput, Rohoutput, Bearbeitungsdatei und publizierte Fassung. Notieren Sie, warum gerade diese Variante gewählt wurde. Bei späterer Änderung entsteht eine neue Version; die frühere bleibt erhalten. So wird aus einer bloßen Kennzeichnung ein prüfbarer Entstehungsnachweis.

Praxisfall: synthetisches Prozessbild

Ein generiertes Laborbild ergänzt ein Ventil und vertauscht zwei Schritte. Die Forschende prüft jedes Element am realen Aufbau, verwirft die erste Fassung und erstellt ein einfacheres Schema. Die Caption nennt weiterhin die generative Unterstützung; Versuchsdokumentation belegt die realen Prozessschritte.

Bewahren Sie verworfene Varianten mit Fehlerkategorie auf: falsche Beschriftung, erfundenes Objekt, riskantes Referenzmaterial, missverständliche Perspektive oder unzugängliches Design. So zeigt der Nachweis nicht nur den überzeugenden Endoutput. Wird Bildtext manuell ersetzt, dokumentieren und prüfen Sie diese Änderung außerhalb des Generators. In Serien bleibt jede Fassung mit Prompt und Modell verbunden.

Vergleichen Sie außerdem Caption und Alternativtext. Beide dürfen keine Sicherheit behaupten, die nur durch fotorealistische Gestaltung entsteht. Wenn ein konventionelles Diagramm den Ablauf überprüfbarer zeigt, ist der Verzicht auf das generierte Bild eine begründete Qualitätsentscheidung. Halten Sie auch sie fest. Eine anschauliche Illustration kann unterstützen, aber niemals fehlende Messdaten, reale Dokumentation oder einen Quellenbeleg ersetzen.

Offizielle Grundlagen

Prüfen Sie vor einer öffentlichen Ablage erneut, ob die Caption auch außerhalb des Thesis-Kontexts verständlich bleibt. Repositorien zeigen Abbildungen möglicherweise einzeln oder in Vorschaubildern. Ergänzen Sie deshalb keine entscheidende Einschränkung ausschließlich im fernen Fließtext. Sind Version oder Dienst später nicht mehr verfügbar, bleiben archivierte Metadaten, Rohoutput und sichtbare Kennzeichnung trotzdem als Entstehungsnachweis erhalten. Löschen Sie diese Informationen nicht zugunsten einer kürzeren Bildunterschrift.