Politikwissenschaft

Plagiatsprüfung für politikwissenschaftliche Arbeiten

Politikwissenschaftliche Arbeiten arbeiten mit Material, das frei im Netz steht: Verträge, Kommissionsberichte, Positionspapiere, Presseartikel. Genau deshalb rutscht so viel fremder Wortlaut in den eigenen Text. Ein Scan zeigt dir vor der Abgabe, wo das passiert ist.

Server in Deutschland Ergebnis in 15 Min. 70 Mrd. Quellen

 |  Zuletzt geprüft: 26.08.2026  |  6 Min. Lesezeit

Warum eine Prüfung in der Politikwissenschaft sinnvoll ist

Das Material der Politikwissenschaft ist öffentlich, digital und in Sekunden kopierbar. Ein Kommissionsbericht, ein Parteiprogramm, ein Vertragstext: Alles liegt als durchsuchbare Datei vor. Genau das macht das Fach anfällig.

Nicht weil Studierende bewusst abschreiben, sondern weil sich Dokumentpassagen beim Exzerpieren mit eigenen Notizen vermischen. Du kopierst zwei Absätze aus einem Strategiepapier in deine Materialsammlung, formulierst später drumherum und übernimmst dabei die Struktur der Argumentation. Im fertigen Text sieht das aus wie deine Analyse.

Ein zweiter Punkt kommt dazu. Politikwissenschaftliche Arbeiten enthalten viele Textsorten mit unterschiedlichen Belegregeln. Eine Fachzeitschrift belegst du anders als ein Bundestagsprotokoll und anders als einen Tweet eines Ministeriums. Wer die Regeln durcheinanderbringt, produziert formale Fehler, die im Gutachten schnell als Nachlässigkeit gelesen werden. Prüfungsrechtlich zählt eine Seminararbeit dabei wie jede andere benotete Leistung.

Die Plagiatsfallen in politikwissenschaftlichen Arbeiten

Wo es in der Politikwissenschaft am häufigsten hakt

  • Zusammenfassungen von Institutionen. Executive Summaries sind fertig formuliert. Wer sie leicht umschreibt, übernimmt Bewertung und Reihenfolge mit.
  • Think-Tank-Papiere als Forschungsstand. Positionspapiere referieren Literatur bereits. Wer diesen Überblick übernimmt, übernimmt eine fremde Auswahl.
  • Nicht gekennzeichnete Übersetzungen. Englische Passagen selbst zu übertragen ist erlaubt, sie unbelegt einzubauen ist ein Übersetzungsplagiat.
  • Presseartikel als Faktenlieferant. Ein Zeitungstext bleibt eine Quelle mit Autor und Datum, auch wenn er nur eine Zahl liefert.
  • Wikipedia im Länderkapitel. Kontextabschnitte zu politischen Systemen entstehen oft aus Überblicksartikeln, die nie im Verzeichnis auftauchen.

Institutionelle Dokumente wirken neutral, weil sie amtlich klingen. Sie sind es nicht. Ein Kommissionspapier verfolgt ein Ziel, ein Verbandspapier auch. Wie du solche Quellen einordnest, statt sie zu übernehmen, beschreibt Quellen bewerten.

Quellenarten in der Politikwissenschaft und wie du sie belegst

Quelle Was in den Beleg gehört Typischer Fehler
Gesetzestext Kurzbezeichnung, Paragraf, Absatz, Fassung, Datum Veraltete Fassung ohne Stand
Völkerrechtlicher Vertrag Vertragsname, Artikel, Fundstelle, Jahr Nur der Vertragsname im Fließtext
Dokument einer Institution Herausgeber, Dokumentnummer, Titel, Jahr, URL Nur der Link ohne Dokumentnummer
Parlamentsdrucksache oder Protokoll Wahlperiode, Drucksachennummer, Sitzung, Seite Nur „Bundestag" als Quelle
Think-Tank- oder Verbandspapier Verfasser, Organisation, Reihe, Nummer, Abruf Wird wie ein Fachaufsatz behandelt
Zeitungs- oder Onlineartikel Autor, Titel, Medium, Datum, URL, Abruf Datum fehlt, Artikel nicht auffindbar
Fachaufsatz oder Monografie Autor, Titel, Zeitschrift oder Verlag, Seiten Referiert, ohne die Studie zu nennen

Für Rechtsquellen gelten eigene Konventionen, die unter Gesetz zitieren stehen. Presse belegst du nach den Regeln unter Zeitungsartikel zitieren, Papiere ohne Verlag nach den Hinweisen zu grauer Literatur.

Wo die Software anschlägt, ohne dass ein Plagiat vorliegt

In politikwissenschaftlichen Arbeiten erzeugt der Scan viele Treffer, die niemanden beunruhigen müssen.

  • Vertrags- und Gesetzeswortlaut. Artikel 2 des EU-Vertrags steht in jeder zweiten Arbeit im selben Wortlaut, weil es keinen anderen gibt.
  • Institutionsbezeichnungen und Programmnamen wie Europäischer Rat oder Stabilitäts- und Wachstumspakt.
  • Feststehende Fachbegriffe wie Vetospieler, Pfadabhängigkeit oder Mehrebenensystem.
  • Zitierte Politikeraussagen, die in vielen Medien gleich wiedergegeben werden.
  • Zahlenreihen aus amtlichen Statistiken, etwa Wahlergebnisse oder Haushaltsdaten.

Solche Fundstellen sind kurz und über den Text verteilt. Was du mit markierten Rechtstexten machst, steht unter Gesetzestext als Plagiat markiert. Alarmierend ist etwas anderes: ein zusammenhängender Analyseabschnitt, der vollständig auf ein einziges Policy Paper zeigt.

Was die Prüfung kostet

Abgerechnet wird pro Normseite mit 1.800 Zeichen inklusive Leerzeichen. Dokumentanhänge treiben die Zeichenzahl nach oben, deshalb lohnt es sich, sie vor dem Upload zu entfernen.

Arbeit Seiten (ca.) Normseiten Plagiat Scan Kombi mit KI Scan
Essay 8 10 2,90 € 3,90 €
Seminararbeit 18 22 6,38 € 8,58 €
Bachelorarbeit 45 52 15,08 € 20,28 €
Masterarbeit 75 88 25,52 € 34,32 €

Die genaue Zahl für dein Dokument liefert der Normseitenrechner. Der Kombi-Scan prüft zusätzlich auf KI-Anteile und kostet 0,39 € statt 0,58 € pro Normseite. Ein Abo gibt es nicht, jeder Scan wird einzeln abgerechnet.

Den Bericht in der Politikwissenschaft lesen

Der Prozentwert oben im Bericht ist bei dokumentlastigen Arbeiten regelmäßig hoch. Das liegt an den zitierten Vertrags- und Gesetzestexten und sagt für sich genommen nichts.

Arbeite deshalb nach Trefferart statt nach Reihenfolge. Zuerst gehst du alle Markierungen durch, die auf Primärdokumente zeigen, und prüfst nur, ob Anführungszeichen und Fundstelle stimmen. Danach nimmst du dir die Treffer vor, die auf Fachliteratur oder Policy Paper zeigen. Dort entscheidet sich, ob dein Analyseteil eigenständig ist.

Ein einzelner markierter Satz in einem Absatz ist meist ein Zitat. Drei markierte Sätze in Folge ohne Beleg sind ein Fund, den du beheben musst, bevor die Arbeit eingereicht wird.

Der Bericht liegt in der Regel nach etwa 15 Minuten bereit, in seltenen Fällen dauert es bis zu 24 Stunden. Für das Durchgehen einer Seminararbeit solltest du eine gute Stunde einplanen.

Vertraulichkeit bei Interviews und Feldzugang

Viele Arbeiten enthalten mehr als öffentliches Material: Hintergrundgespräche mit Abgeordneten, Auskünfte aus Ministerien, interne Papiere aus einem Praktikum.

Der Upload läuft verschlüsselt, verarbeitet wird auf Servern in Deutschland nach DSGVO, und nach 14 Tagen löscht das System deine Datei automatisch. Deine Arbeit wird nicht in eine Vergleichsdatenbank aufgenommen. Ein Konto brauchst du nicht.

Wenn ein Gespräch unter Vertraulichkeit stand, gilt diese Zusage trotzdem weiter. Anonymisiere solche Passagen so, wie sie auch in der Abgabefassung stehen sollen, und prüfe im Zweifel nur die übrigen Kapitel.

Checkliste vor der Abgabe

  • Jeder Vertrags- und Gesetzesbezug nennt Artikel oder Paragraf und Fassung.
  • Institutionelle Dokumente sind mit Nummer, Jahr und Abrufdatum belegt.
  • Think-Tank-Papiere sind als interessengeleitete Quellen eingeordnet.
  • Eigene Übersetzungen sind als solche gekennzeichnet, fremde nennen den Übersetzer.
  • Presseartikel tragen Autor, Medium und Datum.
  • Der Scan ist gelaufen und jeder Treffer im Analyseteil ist geklärt.
FAQ

Häufige Fragen

Nein, solange du die Fundstelle nennst. Artikel eines EU-Vertrags oder Paragrafen eines Gesetzes sind Primärquellen und dürfen wörtlich zitiert werden. Der Scan markiert sie trotzdem, weil derselbe Wortlaut überall steht. Wichtig sind Fassung, Datum und die genaue Artikel- oder Paragrafenangabe.
Wie graue Literatur: mit Verfasser, Titel, herausgebender Organisation, Reihe oder Nummer, Jahr, URL und Abrufdatum. Nenne im Text zusätzlich, wer hinter der Organisation steht. Ein Positionspapier ist eine interessengeleitete Quelle, und diese Einordnung gehört zur wissenschaftlichen Arbeit dazu.
Ja. Eine übersetzte Passage bleibt ein Zitat und braucht einen Beleg. Kennzeichne die eigene Übertragung in der Fußnote und gib die Originalstelle an. Eine fremde Übersetzung ohne Nennung als eigene Leistung auszugeben ist ein Übersetzungsplagiat und wird wie jede andere Übernahme bewertet.
Als Beleg für Ereignisse, Aussagen und Debattenverläufe ja, als Beleg für Forschungsstände nein. Zitiere mit Autor, Titel, Zeitung, Datum und bei Onlineartikeln mit URL und Abrufdatum. Nutze Presse als Material, das du analysierst, nicht als Ersatz für Fachliteratur.
0,29 € pro Normseite mit 1.800 Zeichen. Eine Seminararbeit mit 18 Seiten kommt oft auf rund 22 Normseiten und kostet damit etwa 6,38 €. Der Kombi-Scan mit zusätzlicher KI-Prüfung liegt bei 0,39 € pro Normseite, also bei rund 8,58 €.
Ja. Die Datei wird ausschließlich für deinen eigenen Scan verarbeitet, auf Servern in Deutschland nach DSGVO, und nach 14 Tagen automatisch gelöscht. Sie wird nicht in eine Vergleichsdatenbank aufgenommen und taucht später nicht als Quelle bei fremden Prüfungen auf.

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Ergebnis in der Regel in 15 Minuten. Kein Abo, keine Registrierung.

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