10 % Rabatt mit dem Code plagiat-scan10 im Shop!
Überblick

Welche Plagiatsarten es gibt und wie sie sich unterscheiden

Plagiat ist ein Sammelbegriff für sehr verschiedene Formen der Übernahme. Diese Übersicht ordnet sie in einer Tabelle nach Kurzdefinition und Auffindbarkeit und erklärt danach die vier Gruppen, in die sie sich sinnvoll einteilen lassen. Damit findest du die Form, die dich betrifft.

Server in Deutschland Ergebnis in 15 Min. 70 Mrd. Quellen

 |  Zuletzt geprüft: 26.08.2026  |  7 Min. Lesezeit

Wonach sich die Formen unterscheiden

Alle Plagiatsarten haben dasselbe Merkmal: Eine fremde Leistung erscheint als eigene. Unterschiedlich ist, was übernommen wird, wie sichtbar die Übernahme im fertigen Text bleibt und mit welchem Verfahren sie sich überhaupt aufspüren lässt.

Genau diese drei Fragen ordnen die Begriffe. Der Rest ist Terminologie.

Die Namen selbst stammen aus unterschiedlichen Traditionen und überschneiden sich deshalb: Manche beschreiben die Handlung, andere das Ergebnis, wieder andere den Gegenstand der Übernahme. Verlass dich nicht darauf, dass deine Prüfungsordnung dieselben Wörter benutzt wie diese Seite. Sie beschreibt meist nur, was untersagt ist, ohne es zu benennen.

Alle Formen im Überblick

Form Kurzdefinition Wie leicht auffindbar
Vollplagiat fremde Arbeit vollständig unter eigenem Namen sehr leicht
Teilplagiat einzelne Kapitel oder Abschnitte übernommen leicht
Copy-Paste-Plagiat Wortlaut unverändert eingefügt sehr leicht
Übersetzungsplagiat fremdsprachige Quelle übersetzt und nicht belegt schwer
Paraphrasenplagiat Inhalt umformuliert, Beleg fehlt mittel
Patchwriting Synonyme getauscht, Satzbau der Vorlage geblieben mittel
Mosaikplagiat Satzteile mehrerer Quellen ineinander verwoben mittel
Shake and Paste Absätze aus Fremdtexten neu gemischt mittel
Verschleierungsplagiat Übernahme planvoll unkenntlich gemacht schwer
Strukturplagiat fremde Gliederung oder Argumentationsfolge sehr schwer
Ideenplagiat fremde These in eigenen Worten als eigene ausgegeben sehr schwer
Kryptoplagiat benutzte Quelle bewusst verschwiegen schwer
Zitatplagiat Zitat ohne Kennzeichnung oder falsch zugeordnet mittel
Bauernopfer ein Beleg deckt nur einen Bruchteil der Übernahme schwer
Quellenplagiat Quellenangaben ungeprüft aus fremdem Text übernommen schwer
Fußnotenplagiat fremder Fußnotenapparat mitübernommen schwer
Selbstplagiat eigener Text erneut als neue Leistung eingereicht nur bei öffentlichem Vortext
Ghostwriting Arbeit von einer anderen Person verfasst kaum über Textabgleich
Datenfälschung Daten erfunden, ausgewählt oder geschönt nicht über Textabgleich
Bildplagiat Abbildung oder Foto ohne Quelle übernommen nur über Bildsuche
Codeplagiat Quellcode aus fremden Projekten übernommen mit Spezialwerkzeugen
Designplagiat Gestaltung oder Layout übernommen nicht über Textabgleich
Musikplagiat Melodie oder Motiv übernommen nicht über Textabgleich
Patentplagiat technische Lehre eines Schutzrechts benutzt Sache der Patentrecherche

Übernahmeformen

In dieser Gruppe wandert fremder Text mehr oder weniger direkt in deine Arbeit. Sie ist die größte und für Prüfsoftware die einfachste.

Am oberen Ende steht das Vollplagiat, also die vollständig fremde Arbeit. Praktisch häufiger sind Teilübernahmen: ein Kapitel, ein Absatz, ein Satz. Sobald der Wortlaut erhalten bleibt, meldet ihn jeder Abgleich zuverlässig, weshalb diese Formen in Prüfungsarbeiten selten geworden sind.

Interessanter sind die Zwischenformen. Beim Paraphrasenplagiat stimmt der Inhalt mit der Quelle überein, nur die Wörter sind andere und der Beleg fehlt. Beim Mosaikplagiat setzt sich ein Absatz aus Bruchstücken mehrerer Texte zusammen, wodurch jede einzelne Übereinstimmung kurz bleibt und der Prozentwert niedrig aussieht. Die Menge macht den Unterschied, nicht die Länge der einzelnen Stelle.

Verschleierungsformen

Hier liegt der Schwerpunkt nicht auf der Übernahme, sondern auf ihrer Tarnung. Diese Gruppe wird in Prüfungsverfahren am strengsten gewichtet, weil sie Planmäßigkeit erkennen lässt.

Das Verschleierungsplagiat macht eine Vorlage planvoll unkenntlich: Sätze werden zerlegt, ihre Teile umgestellt, dazwischen kommt Füllmaterial. Das Übersetzungsplagiat erreicht dasselbe Ergebnis mit einem einzigen Handgriff, weil ein deutschsprachiger Abgleich einen englischen Originalsatz schlicht nicht kennt. Der Aufwand ist gering. Die Wirkung ist groß.

Eine eigene Untergruppe bilden die Belegtricks. Beim Bauernopfer steht ein Nachweis an einer harmlosen Stelle, während der eigentliche Umfang der Übernahme ungedeckt bleibt. Verwandt sind Quellen- und Fußnotenplagiat, bei denen der Apparat einer fremden Arbeit mitwandert und Belesenheit vortäuscht, die es nicht gibt. Und das Ideenplagiat braucht überhaupt keinen übernommenen Wortlaut, weil es die These selbst betrifft.

Eigenverwertungsformen

In dieser Gruppe ist der Text deiner. Trotzdem entsteht ein Problem, nur ein anderes als bei fremden Vorlagen.

Wer eine bereits benotete Arbeit erneut einreicht, ließe dieselbe Leistung zweimal anrechnen. Wer einen veröffentlichten eigenen Aufsatz unzitiert weiterverwendet, lässt die Leserschaft an einen neuen Beitrag glauben. Die Varianten sortiert Formen des Selbstplagiats.

Ein Textabgleich hilft hier nur begrenzt. Eine unveröffentlichte Seminararbeit taucht in keinem Index auf, der Bericht bleibt an dieser Stelle also stumm; wir nehmen eingereichte Arbeiten außerdem nicht in eine Vergleichsdatenbank auf. Sichtbar wird die Wiederverwendung fast immer durch Menschen, die beide Texte gelesen haben.

Nicht-textliche Formen

Übernahme endet nicht am Fließtext. Abbildungen, Tabellen, Karten, Quellcode, Gestaltungsentwürfe und Datensätze sind ebenfalls fremde Leistungen und brauchen ebenfalls eine Zuschreibung.

Beim Bildplagiat fehlt die Quelle unter der Abbildung, was zusätzlich urheberrechtliche Fragen auslöst, weil eine Grafik ein eigenständiges Werk ist. Beim Codeplagiat stammen Funktionen aus fremden Projekten, ohne dass Lizenz oder Herkunft vermerkt wären; hier braucht es andere Werkzeuge als einen Textabgleich.

Am schwersten wiegt in dieser Gruppe die Datenfälschung, weil sie nicht die Zuschreibung betrifft, sondern die Grundlage der ganzen Arbeit: Wo Messwerte erfunden, unpassende Fälle stillschweigend aussortiert oder Ergebnisse nachträglich geglättet werden, steht jede Schlussfolgerung auf Sand. Kein Scan deckt das auf. Nötig ist die Nachprüfung der Rohdaten.

Die Gruppen in einem Satz

Übernahmeformen betreffen fremden Wortlaut, Verschleierungsformen dessen Tarnung, Eigenverwertungsformen deinen eigenen Vortext, nicht-textliche Formen alles außerhalb des Fließtextes.

Warum die Einordnung für die Bewertung zählt

Ein Prüfungsausschuss bewertet nicht den Begriff, sondern drei Dinge: den Umfang der Übernahme, ihre Erkennbarkeit als geplantes Vorgehen und den verbleibenden Anteil eigener Leistung. Die Bezeichnung hilft nur, den Fall zu beschreiben.

Deshalb kann ein einzelner unbelegter Absatz milder ausgehen als ein Kapitel voller knapp umgeschriebener Sätze, obwohl der erste Fall drastischer klingt. Wer nachweisen kann, dass die Quelle im Literaturverzeichnis steht und der Rest der Arbeit sauber belegt ist, steht besser da. Was am Ende gilt, entscheidet dein Prüfungsausschuss nach deiner Prüfungsordnung.

Was ein Scan von diesen Formen findet

Die Auffindbarkeitsspalte in der Tabelle ist keine Werbung, sondern eine Einschränkung. Verglichen werden Zeichenfolgen, und zwar gegen über 70 Milliarden Quellen; gemeldet wird dir davon alles, was den ursprünglichen Wortlaut halbwegs beibehalten hat. Weiter reicht das Verfahren nicht.

Je weiter sich eine Form vom Wortlaut entfernt, desto schwächer wird der Treffer. Bei Ideen, Strukturen und Übersetzungen bleibt oft nur ein Muster übrig: viele kurze Markierungen, die alle zum selben Titel führen. Wie du solche Signale liest, steht unter Plagiatsbericht lesen. Für 0,29 € je Normseite bekommst du diesen Abgleich, und wer die KI-Prüfung dazunimmt, zahlt für beides zusammen 0,39 € statt 0,58 €. Eine Normseite sind 1.800 Zeichen.

Womit du anfängst

Such dir zuerst die Form, die zu deiner Arbeitsweise passt, und nicht die spektakulärste aus der Liste.

Wer mit offener Quelle schreibt, sollte Paraphrase und Belegreichweite prüfen. Wer viel aus Notizen arbeitet, sollte nach vergessenen Herkunftsangaben suchen. Wer mit fremdsprachiger Literatur arbeitet, prüft die übersetzten Passagen besonders genau, weil kein Abgleich sie meldet. Danach lohnt ein Durchgang mit Software, und alles, was der Bericht nicht abdeckt, liest du selbst gegen.

FAQ

Häufige Fragen

Eine feste Zahl gibt es nicht, weil die Benennungen aus verschiedenen Traditionen stammen und sich überschneiden. Gängig sind rund zwei Dutzend Begriffe, die sich auf vier Gruppen zurückführen lassen: offene Übernahme, verschleierte Übernahme, Wiederverwendung eigener Texte und Übernahmen außerhalb von Text.
In Prüfungsarbeiten dominieren die unauffälligen Formen: zu nahe Umformulierungen, Belege, die weniger abdecken als tatsächlich übernommen wurde, und Absätze, die aus mehreren Quellen zusammengesetzt sind. Das komplette Abschreiben einer fremden Arbeit ist dagegen selten geworden, weil es sich bei jedem Textabgleich sofort und unübersehbar zeigt.
Ja, deutlich. Prüfungsausschüsse achten auf den Umfang der Übernahme, auf erkennbare Planmäßigkeit und darauf, ob von deiner eigenen Leistung noch etwas übrig bleibt. Ein vergessener Beleg in einem Nebensatz wird anders behandelt als ein systematisch umgeschriebenes Kapitel, obwohl beide unter denselben Oberbegriff fallen.
Nein, und die Reichweite wird häufig überschätzt. Ein Textabgleich vergleicht Zeichenfolgen und findet damit wörtliche sowie leicht veränderte Übernahmen zuverlässig. Übersetzungen, Ideen, Gliederungen, Abbildungen und fremd verfasste Texte entziehen sich diesem Verfahren weitgehend; sie fallen meist Fachleuten beim Lesen auf, nicht der Software.
Formal ja, denn ein Verfahren stellt zuerst den Verstoß fest und fragt erst danach nach deiner Absicht. Fehlender Vorsatz kann sich auf das Gewicht auswirken, besonders wenn der Rest deiner Arbeit sauber belegt ist und die Quelle im Verzeichnis steht. Verlassen solltest du dich darauf nicht.
Lies zuerst die Formen, die zu deinem Arbeitsstil passen, meist Paraphrase und Belegreichweite. Prüfe danach die Stellen, an denen du mit offener Quelle geschrieben hast. Ein Scan vor der Abgabe zeigt dir die wörtlichen Übereinstimmungen, den Rest musst du selbst durchsehen.

Alle Textformen in einem Durchgang prüfen lassen

Ergebnis in der Regel in 15 Minuten. Kein Abo, keine Registrierung.

Plagiat Scan 0,29 € / Normseite
Jetzt Plagiat Scan starten