Regeln & Recht
KI-Regeln, Prüfungsrecht und gute wissenschaftliche Praxis.
Was erlaubt ist, steht nicht im Gesetz, sondern in deiner Prüfungsordnung — und die ist seit dem Aufkommen generativer KI an vielen Hochschulen in Bewegung. Dieser Bereich ordnet ein, was rechtlich gilt und was Hausrecht ist.
Prüfungsrecht schlägt Bauchgefühl
Für Täuschungsverfahren gilt Verwaltungsrecht: Es braucht einen konkreten Vorwurf, Akteneinsicht, rechtliches Gehör und eine begründete Entscheidung. Der Nachweis liegt bei der Hochschule, nicht bei dir. Ein Softwareergebnis allein genügt dafür nach bisheriger Rechtsprechung nicht — bei KI-Detektoren ausdrücklich nicht.
Umgekehrt heißt das nicht, dass KI-Nutzung folgenlos ist. Wenn die Prüfungsordnung eine Kennzeichnungspflicht vorsieht und die unterbleibt, ist genau das der Verstoß — unabhängig davon, wie gut der Text ist.
Kennzeichnen ist die einfachste Absicherung
Wo KI-Einsatz erlaubt und dokumentationspflichtig ist, kostet die Kennzeichnung ein paar Sätze im Methodenteil oder in der eidesstattlichen Erklärung: welches Werkzeug, für welchen Arbeitsschritt, in welchem Umfang. Wer das tut, verliert nichts und nimmt dem Verdacht die Grundlage.