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40 Seiten

Regeln & Recht

KI-Regeln, Prüfungsrecht und gute wissenschaftliche Praxis.

Was erlaubt ist, steht nicht im Gesetz, sondern in deiner Prüfungsordnung — und die ist seit dem Aufkommen generativer KI an vielen Hochschulen in Bewegung. Dieser Bereich ordnet ein, was rechtlich gilt und was Hausrecht ist.

KI in der HausarbeitEine bundesweite Regel zur KI-Nutzung im Studium gibt es nicht.
KI in der BachelorarbeitBei der Bachelorarbeit hängt an der Frage mehr als eine Modulnote.
KI-Nutzung kennzeichnenWo du eine KI-Nutzung kennzeichnest, hängt davon ab, was du getan hast.
KI-Erklärung formulierenEs gibt keinen Mustertext, der an jeder Hochschule gilt.
Prüfungsordnung findenFast jede Frage zur KI-Nutzung endet bei einem Satz: Was steht in deiner Prüfungsordnung?
KI-Leitlinien der HochschulenViele Hochschulen haben inzwischen ein eigenes Papier zur KI-Nutzung veröffentlicht.
KI-Regeln in der SchuleFür Schulen gibt es keine bundesweiten KI-Regeln.
KI in der PromotionIn der Promotion entscheidet nicht eine Regel, sondern vier Ebenen zusammen: die Promotionsordnung deiner Fakultät, die eidesstattliche Vers
Welche Tools erlaubt sindNicht das Werkzeug entscheidet über die Zulässigkeit, sondern die Tätigkeit, die du ihm überlässt.
Rechtschreibprüfung vs. KIEine Rechtschreibprüfung markiert Fehler, ein Sprachmodell schreibt Text.
Übersetzungstools erlaubt?Zum Verstehen fremdsprachiger Literatur sind Übersetzungstools in den meisten Prüfungsordnungen unproblematisch.
KI zur RechercheRecherche mit einem Sprachmodell ist in den meisten Prüfungsordnungen erlaubt und gilt als gewöhnlicher Arbeitsschritt.
KI für die GliederungStrukturvorschläge von einem Sprachmodell gelten in vielen Prüfungsordnungen als erlaubt, solange du sie überarbeitest.
KI als FormulierungshilfeEine Formulierungshilfe bleibt zulässig, bis sie zur Textproduktion wird.
EU AI Act im StudiumDer EU AI Act richtet sich an Anbieter und Betreiber von KI-Systemen, nicht an Studierende.
Urheberrecht in der ArbeitDie Rechte an deiner wissenschaftlichen Arbeit liegen bei dir, ab dem Moment, in dem der Text existiert.
Zitatrecht § 51 UrhGZitieren ist erlaubt, ohne dass du vorher jemanden fragen musst.
DSGVO und PlagiatsprüfungBei einer Plagiatsprüfung entstehen mehr Daten als nur dein Dokument.
Datenschutz beim UploadDatenschutz beim Upload ist eine Frage von drei Minuten Vorbereitung.
Prüfungsrecht GrundlagenPrüfungsrecht klingt nach Spezialgebiet, folgt aber einer überschaubaren Ordnung.
TäuschungsversuchEin Täuschungsversuch liegt vor, wenn du eine fremde oder unerlaubt entstandene Leistung als deine eigene ausgibst.
Rechtsfolgen der TäuschungDie Spannweite reicht von der Bewertung einer einzelnen Leistung mit nicht ausreichend bis zur Exmatrikulation.
AkteneinsichtBevor du auf einen Vorwurf antwortest, solltest du wissen, worauf er sich stützt.
Weg zum VerwaltungsgerichtGegen eine Prüfungsentscheidung deiner Hochschule steht dir der Verwaltungsrechtsweg offen, in vielen Ländern erst nach einem Widerspruchsverfahren.
VG-Kassel-UrteilDas Verwaltungsgericht Kassel hat sich mit der KI-Nutzung in einer Prüfung befasst.
Plagiat und StrafrechtNein, ein eigener Straftatbestand mit dem Namen Plagiat existiert nicht.
Zivilrechtliche FolgenUnterlassung und Schadenersatz knüpfen nicht an den Verstoß gegen die Prüfungsordnung an, sondern an die Nutzung eines fremden Werkes ohne Erlaubnis.
Gute wissenschaftliche PraxisDeine Prüfungsordnung sagt dir, was sanktioniert wird.
DFG-LeitlinienDer Kodex der Deutschen Forschungsgemeinschaft beschreibt, wie sauberes wissenschaftliches Arbeiten aussieht.
OmbudspersonFast jede Hochschule hat eine Ombudsperson für gute wissenschaftliche Praxis.
PromotionsordnungFür eine Dissertation gilt nicht die allgemeine Prüfungsordnung, sondern die Promotionsordnung deiner Fakultät.
Software an HochschulenOb deine Arbeit durch eine Software läuft, entscheidet deine Hochschule selbst.
Ist die Prüfung PflichtNein, eine allgemeine Pflicht zur Plagiatsprüfung gibt es nicht.
Regeln nach BundeslandEine Landesregel, die dir sagt, ab wann ein Plagiat vorliegt, gibt es nicht.
Regeln in ÖsterreichAnders als in Deutschland setzt in Österreich der Bund den Rahmen für das Hochschulwesen.
Regeln in der SchweizEin nationales Plagiatsgesetz gibt es in der Schweiz nicht.
Regeln an der FHAn der Fachhochschule gelten keine eigenen Plagiatsregeln.
Regeln im FernstudiumAn einer Fernuniversität gelten dieselben Plagiatsregeln wie überall.
Regeln im dualen StudiumEin duales Studium hat zwei Lernorte, aber nur eine Prüfungsinstanz: Bewertet wird an der Hochschule, auch wenn die Arbeit im Betrieb entsteht.
Regeln an der BerufsakademieAn einer Berufsakademie liegt die Prüfungshoheit bei der Studienakademie, nicht beim Betrieb.

Prüfungsrecht schlägt Bauchgefühl

Für Täuschungsverfahren gilt Verwaltungsrecht: Es braucht einen konkreten Vorwurf, Akteneinsicht, rechtliches Gehör und eine begründete Entscheidung. Der Nachweis liegt bei der Hochschule, nicht bei dir. Ein Softwareergebnis allein genügt dafür nach bisheriger Rechtsprechung nicht — bei KI-Detektoren ausdrücklich nicht.

Umgekehrt heißt das nicht, dass KI-Nutzung folgenlos ist. Wenn die Prüfungsordnung eine Kennzeichnungspflicht vorsieht und die unterbleibt, ist genau das der Verstoß — unabhängig davon, wie gut der Text ist.

Kennzeichnen ist die einfachste Absicherung

Wo KI-Einsatz erlaubt und dokumentationspflichtig ist, kostet die Kennzeichnung ein paar Sätze im Methodenteil oder in der eidesstattlichen Erklärung: welches Werkzeug, für welchen Arbeitsschritt, in welchem Umfang. Wer das tut, verliert nichts und nimmt dem Verdacht die Grundlage.

Sicher in die Abgabe gehen

Prüfe deine Arbeit, bevor es jemand anderes tut. Ergebnis in der Regel in 15 Minuten.