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Prüfkriterien

Datenschutz vergleichen: vier Fragen an jedes Tool

Datenschutz lässt sich bei Plagiatstools nicht am Werbetext ablesen. Vier Kriterien reichen aber, um dir selbst ein Bild zu machen: Serverstandort, Aufnahme in eine Vergleichsdatenbank, Löschfristen und die Frage der Auftragsverarbeitung.

Server in Deutschland Ergebnis in 15 Min. 70 Mrd. Quellen

 |  Zuletzt geprüft: 26.08.2026  |  6 Min. Lesezeit

Warum Datenschutz hier anders wiegt als sonst

Bei einem Plagiatstool lädst du kein Profilbild hoch, sondern eine unveröffentlichte Arbeit, an der du ein Jahr gesessen hast. Manchmal enthält sie Unternehmensdaten mit Sperrvermerk, manchmal Interviewtranskripte mit personenbezogenen Angaben Dritter. Damit steht mehr auf dem Spiel als bei einem gewöhnlichen Online-Dienst.

Vergleichen lässt sich das trotzdem, und zwar ohne Fachwissen. Vier Kriterien genügen.

Diese Seite nennt bewusst keine Bewertungen fremder Anbieter. Datenschutzpraxis ändert sich, und eine Momentaufnahme von außen wäre schnell falsch. Was bleibt, sind die Fragen, die du selbst an jedes Angebot stellen kannst.

Kriterium eins: der Serverstandort

Such in der Datenschutzerklärung nach dem Ort der Verarbeitung. Steht dort ein Land oder wenigstens „innerhalb der EU", hast du eine Grundlage. Steht dort nichts, ist das selbst eine Auskunft.

Der Standort entscheidet, welches Recht unmittelbar greift und wie realistisch es ist, Auskunft oder Löschung durchzusetzen. Bei einer Verarbeitung außerhalb der EU hängt der Schutz an vertraglichen Konstruktionen, die du als Einzelperson praktisch nicht überprüfen kannst, und im Streitfall bist du derjenige, der hinterherlaufen muss.

Wichtig ist auch, ob Unterauftragnehmer genannt werden. Viele Dienste lassen einzelne Teilschritte anderswo laufen, etwa die Texterkennung bei PDF-Dateien oder den Versand der Ergebnisse, und ein Anbieter, der diese Kette offenlegt, ist erkennbar transparenter als einer, der die Frage schlicht nicht erwähnt.

Ein praktischer Hinweis dazu: Such in der Erklärung nach dem Wort „Drittland". Taucht es auf, lies den Absatz vollständig, statt ihn zu überfliegen.

Kriterium zwei: die Vergleichsdatenbank

Diese Frage ist die wichtigste und wird am häufigsten übersehen. Wird dein Text nach der Prüfung Teil eines Bestands, gegen den später andere Dokumente abgeglichen werden?

Wenn ja, entsteht eine unangenehme Möglichkeit. Du prüfst deine Rohfassung im Mai, reichst im Juli die überarbeitete Endfassung ein, und die Hochschulprüfung findet eine sehr ähnliche Vorgängerversion in einem fremden Bestand. Aufzuklären ist das, aber es kostet dich Nerven und Erklärungen.

Bei uns wird deine Arbeit nicht aufgenommen. Warum das gerade bei einer Vorabprüfung entscheidend ist, steht ausführlich unter Wird meine Arbeit gespeichert.

Kriterium drei: die Löschfrist

Eine Frist ist eine Zahl. „Solange es für den Zweck erforderlich ist" ist keine Zahl, sondern eine Formel, die alles zulässt.

Sieh nach, ob eine konkrete Dauer genannt wird und ob die Löschung automatisch erfolgt oder nur auf deinen Antrag hin. Der Unterschied ist praktisch groß: Was automatisch verschwindet, musst du nicht im Kalender vermerken.

Bei uns wird nach 14 Tagen gelöscht, ohne dass du etwas tun musst. Diese Frist ist lang genug, damit du den Bericht in Ruhe herunterladen, ihn durchgehen und bei Bedarf noch einmal öffnen kannst, und kurz genug, dass deine Datei nicht monatelang irgendwo liegt.

Lade dir den Bericht trotzdem sofort herunter. Was auf deiner eigenen Festplatte liegt, hängt an keiner fremden Frist.

Kriterium vier: die Auftragsverarbeitung

Sobald du fremde Texte prüfst, wird aus einer privaten Nutzung eine Verarbeitung im Auftrag. Eine Redaktion, die eingekaufte Beiträge kontrolliert, eine Hochschule, die studentische Arbeiten durchlaufen lässt, eine Kanzlei mit Mandantenunterlagen: In diesen Fällen braucht es eine vertragliche Grundlage zwischen dir und dem Dienstleister.

Für die eigene Abschlussarbeit stellt sich diese Frage nicht. Wer dagegen beruflich prüft, klärt sie besser vor dem ersten Upload mit der zuständigen Stelle im eigenen Haus. Das ist keine Rechtsberatung, sondern eine Empfehlung zur Reihenfolge.

Die vier Kriterien im Überblick

Kriterium Wo du es findest Worauf du achtest
Serverstandort Datenschutzerklärung, Abschnitt Verarbeitung konkretes Land oder EU statt Schweigen
Vergleichsdatenbank Nutzungsbedingungen und Datenschutzerklärung ausdrückliche Aussage, ob Texte aufgenommen werden
Löschfrist Abschnitt Speicherdauer Zahl in Tagen, Löschung automatisch
Auftragsverarbeitung Anbieterseite für Geschäftskunden Vertrag verfügbar, Unterauftragnehmer benannt
Konto und Registrierung Anmeldeprozess wie viele Daten überhaupt anfallen

Die letzte Zeile ist ein Bonuskriterium. Daten, die gar nicht erst erhoben werden, müssen weder gespeichert noch gelöscht werden.

Was diese Kriterien nicht leisten

Was ein guter Datenschutz nicht ersetzt

Ein sauberer Datenweg sagt nichts über die Prüfqualität. Umgekehrt sagt ein großer Quellenbestand nichts darüber, wo deine Datei liegt. Die beiden Fragen sind unabhängig voneinander, und du solltest sie getrennt beantworten. Was kein Werkzeug leisten kann: Unveröffentlichte Arbeiten, gedruckte Quellen ohne Digitalisat und übersetzte Passagen entziehen sich jedem Textabgleich, unabhängig vom Serverstandort.

Ebenfalls nicht abgedeckt ist die Frage, was du selbst mit dem Bericht machst. Wer ihn in einer Cloud ablegt, per Messenger an drei Leute weiterschickt oder auf einem gemeinsam genutzten Rechner liegen lässt, verschiebt das Thema an eine Stelle, an der kein Anbieter der Welt noch etwas ausrichten kann.

Unsere Antworten auf die vier Fragen

Verarbeitet wird auf Servern in Deutschland nach der DSGVO. Deine Arbeit wird nicht in einen Vergleichsbestand übernommen. Die Löschung erfolgt automatisch nach 14 Tagen. Ein Konto legst du gar nicht erst an, weil der Scan ohne Registrierung läuft.

Für den Plagiat Scan zahlst du 0,29 € pro Normseite zu 1.800 Zeichen inklusive Leerzeichen, zusammen mit der KI-Prüfung 0,39 € statt 0,58 €. Eine Hausarbeit mit 18 Normseiten kostet damit 5,22 € beziehungsweise 7,02 €, und deine eigene Zahl liefert der Normseitenrechner. Meist liegt das Ergebnis nach 15 Minuten vor, in Ausnahmefällen nach bis zu 24 Stunden.

Was rechtlich dahintersteht, ordnet DSGVO und Plagiatsprüfung ein.

So gehst du praktisch vor

Öffne vor dem Upload die Datenschutzerklärung des Anbieters und such nach drei Wörtern: Speicherdauer, Löschung, Datenbank. Wenn du zu allen dreien innerhalb von zwei Minuten eine klare Aussage findest, ist das ein gutes Zeichen.

Prüf danach deine eigene Datei. Steht ein Sperrvermerk drin, sind Transkripte im Anhang, tauchen Namen von Interviewpartnern auf? Dann wiegt der Datenweg schwerer als der Seitenpreis, und der Anhang gehört ohnehin nicht in den Scan.

FAQ

Häufige Fragen

Weil er bestimmt, welches Recht auf die Verarbeitung durchschlägt und wie leicht du deine Rechte durchsetzen kannst. Innerhalb der EU gilt die DSGVO unmittelbar. Bei einer Verarbeitung außerhalb hängt vieles an vertraglichen Garantien, die du als Einzelperson kaum überprüfen kannst.
Manche Anbieter speichern geprüfte Texte und gleichen spätere Dokumente auch gegen diesen Bestand ab. Für dich kann das heikel werden: Lädst du eine Vorabfassung hoch und reicht deine Hochschule später die Endfassung ein, könnte deine eigene frühere Version als Treffer erscheinen.
In der Datenschutzerklärung, meist im Abschnitt zur Speicherdauer, seltener in den Nutzungsbedingungen. Wenn dort nur „solange erforderlich" steht, ist das keine Frist, sondern eine Formel. Eine konkrete Angabe in Tagen sagt dir mehr als jedes Vertrauenssiegel. Prüf außerdem, ob die Löschung automatisch läuft oder einen Antrag verlangt.
Als Privatperson für die eigene Abschlussarbeit nicht. Sobald du beruflich fremde Texte prüfst, etwa in einer Redaktion, einer Kanzlei oder einer Hochschule, wird die Frage relevant. Das ist keine Rechtsberatung, sondern der Hinweis, die Zuständigkeit in deiner Organisation zu klären.
Verarbeitung auf Servern in Deutschland, keine Aufnahme in eine Vergleichsdatenbank, automatische Löschung nach 14 Tagen und keine Registrierung, sodass gar kein Nutzerkonto entsteht. Diese Angaben stehen in unserer Datenschutzerklärung und nicht nur auf einer Werbeseite. Nachlesen kannst du sie vor dem Upload, nicht erst danach.
0,29 € pro Normseite zu 1.800 Zeichen inklusive Leerzeichen. Eine Bachelorarbeit mit 45 Normseiten kostet 13,05 €, eine Masterarbeit mit 80 Normseiten 23,20 €. Mit der KI-Prüfung im selben Durchgang zahlst du 0,39 € statt 0,58 € pro Normseite.

Prüfen mit Serverstandort Deutschland

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