Plagiat Scanner.de Redaktion | Zuletzt geprüft: 26.08.2026 | 6 Min. Lesezeit
In drei Schritten archiviert
- Sofort herunterladen. Am Tag des Scans, nicht in der Woche darauf.
- Zusammenpacken. Bericht, geprüfte Fassung, Notizen und Ausschlussliste in einen Ordner mit Datum im Namen.
- Zweimal ablegen. Ein Speicherort darf mit deinem Hochschulzugang zusammenhängen, der zweite nicht.
Warum die Ablage deine Aufgabe ist
Wir löschen nach 14 Tagen. Dokument und Auswertung verschwinden von den Servern in Deutschland, vollständig und ohne Wiederherstellungsmöglichkeit. Das ist als Datenschutzversprechen gedacht und wirkt auch so: Deine Arbeit liegt nicht dauerhaft bei einem Dienstleister herum und wandert in keine Vergleichsdatenbank.
Die Kehrseite betrifft dich. Wer den Bericht drei Wochen später sucht, findet ihn nicht mehr, und ein zweiter Scan zeigt dann den Textstand von heute statt den von damals. Der Zeitpunkt ist aber genau das, was einen archivierten Bericht wertvoll macht.
Also: herunterladen, während du ihn liest. Zwei Wochen klingen nach viel Zeit, und sie vergehen genau dann besonders schnell, wenn zwischen Scan und Abgabe noch eine Überarbeitung, ein Feiertag und eine Erkältung liegen. Die Hintergründe zur Speicherung erläutert DSGVO und Plagiatsprüfung.
Was in den Ordner gehört
Der Bericht als PDF ist der Anfang, nicht das Ganze. Lege dazu die exakte Textfassung, die du hochgeladen hast — sonst kannst du später nicht mehr zuordnen, auf welchen Stand sich eine markierte Stelle bezieht. Bei einer Arbeit, die noch dreimal überarbeitet wird, ist das nach vier Wochen bereits unklar.
Ein Beispiel dafür, wie schnell das unübersichtlich wird: Wer im März prüft, im April das Theoriekapitel umbaut und im Mai abgibt, hat drei verschiedene Fassungen im Umlauf. Die Seitenzahl im Bericht passt dann auf keine davon. Dazu kommen deine eigenen Aufzeichnungen. Welche Fundstellen hast du geprüft, welche als geklärt beiseitegelegt, welche korrigiert? Diese Liste entsteht beim Lesen ohnehin. Sie unterscheidet ein Archiv von einer Dateiablage.
Ergänzend lohnen sich Zwischenfassungen deiner Arbeit und der Versionsverlauf aus deinem Schreibprogramm. Warum solche Spuren im Ernstfall mehr zählen als ein Prüfergebnis, zeigt Versionsverlauf als Nachweis.
Wie lange aufbewahren
Bis zur bestandskräftigen Note ist das Minimum. Solange die Bewertung noch angefochten, nachgeprüft oder korrigiert werden kann, gehört dein Material griffbereit.
Bei Abschlussarbeiten ist ein längerer Zeitraum vernünftig. Verfahren wegen wissenschaftlichen Fehlverhaltens werden mitunter Jahre nach der Abgabe eingeleitet, oft ausgelöst durch Dritte. Welche Fristen konkret gelten, steht in der Ordnung deiner Hochschule; dein Prüfungsamt gibt dazu Auskunft. Wie so ein Fall verläuft, beschreibt Plagiat nachträglich entdeckt.
Bei einer Dissertation gilt die großzügigste Regel: dauerhaft. Ein PDF und ein paar Textdateien belegen weniger Platz als ein einzelnes Urlaubsfoto, und die Frage, ob du sie noch hast, stellt sich im Zweifel Jahre später. Der Speicherplatz kostet nichts.
Was du sicherst und warum
| Datei | Wozu sie später dient | Typische Aufbewahrung |
|---|---|---|
| Bericht als PDF | zeigt Prüfzeitpunkt und Fundstellen | bis Note bestandskräftig, bei Abschlussarbeiten länger |
| hochgeladene Textfassung | ordnet Markierungen dem richtigen Stand zu | zusammen mit dem Bericht |
| Notizen zu den Fundstellen | belegt deine Auseinandersetzung | zusammen mit dem Bericht |
| Ausschlussliste | erklärt beiseitegelegte Fundorte | zusammen mit dem Bericht |
| datierte Zwischenfassungen | zeigen die Entstehung des Textes | bis zum Abschluss des Studiums |
| Exzerpte und Rechercheordner | verbinden Aussage und Quelle | bis zum Abschluss des Studiums |
| Rechnung des Scans | dokumentiert Datum und Umfang | mit den übrigen Studienunterlagen |
Wo du ablegst
Zwei Orte, mindestens einer davon unabhängig von deiner Hochschule. Uni-Clouds und Studierendenkonten werden nach der Exmatrikulation abgeschaltet, häufig ohne lange Vorwarnung. Genau dann brauchst du das Archiv womöglich noch.
Benenne den Ordner so, dass du ihn in fünf Jahren wiederfindest, auch wenn dann ein anderes Betriebssystem und eine andere Ordnerstruktur im Einsatz sind. Ein Muster wie „2026-03-12_Masterarbeit_Pruefbericht" reicht völlig. Datum vorn, Inhalt hinten, keine Umlaute.
Ein Passwort auf dem Ordner ist sinnvoll, sobald du fremde Interviewdaten oder personenbezogene Angaben aus deiner Erhebung mit ablegst, denn dafür trägst du weiterhin die Verantwortung. Für den Bericht selbst braucht es keinen besonderen Schutz.
Wobei dir das Archiv später hilft
Kommt eine Nachfrage, geht es fast nie um eine Prozentzahl. Es geht um eine bestimmte Passage und um die Frage, woher sie stammt. Wer den Bericht von damals, die zugehörige Textfassung und seine Notizen vorlegen kann, beantwortet das in einem Gespräch statt in einem Verfahren.
Der zweite Nutzen ist unspektakulärer und tritt sehr viel öfter ein. Du überarbeitest dein Kapitel drei Monate später, erinnerst dich dunkel an eine Fundstelle, schlägst im alten Bericht nach und findest sie in zwei Minuten wieder. Ohne Archiv liest du stattdessen das halbe Kapitel neu. Worauf es bei einem solchen Termin ankommt, beschreibt Bericht dem Betreuer zeigen. Was bei einem tatsächlich erhobenen Vorwurf zu tun ist, ordnet Plagiatsvorwurf: was tun ein.
Was ein archivierter Bericht nicht leistet
Kein Nachweis der Eigenständigkeit
Ein Bericht dokumentiert, was ein Verfahren zu einem Zeitpunkt in einer Textfassung gefunden hat. Er beweist nicht, dass du eigenständig gearbeitet hast, und er ersetzt keine Erklärung. Wer ihn als Freibrief vorlegt, verschiebt das Gespräch auf eine Zahl und weg von seiner Arbeit. Stärker sind deine Zwischenstände, deine Exzerpte und deine Fähigkeit, zu jeder markierten Stelle den Weg von der Quelle in deinen Text zu schildern.
Was du als Nächstes tust
Lade den Bericht jetzt herunter, auch wenn du ihn erst morgen liest. Für 0,29 € je Normseite hast du ihn erstellt, und die Datei ist zwei Wochen später nicht mehr zu bekommen.
Leg danach den Ordner an und schieb die geprüfte Fassung dazu. Wenn du den Bericht ohnehin weitergeben willst, klärt Bericht als PDF teilen vorher, was der Empfänger darin sieht. Und wenn du nach der Überarbeitung erneut prüfst, kommt der neue Bericht in denselben Ordner, mit neuem Datum im Dateinamen.