Plagiat Scanner.de Redaktion | Zuletzt geprüft: 26.08.2026 | 6 Min. Lesezeit
In drei Schritten zum zweiten Bericht
- Alle Korrekturen fertig machen. Erst wenn keine Baustelle mehr offen ist, lohnt der Upload.
- Gleichen Zuschnitt wählen. Prüfe dieselben Bestandteile wie beim ersten Mal, sonst sind die Berichte nicht vergleichbar.
- Fundstelle für Fundstelle abgleichen. Nicht die Zahl vergleichen, sondern deine Liste vom ersten Durchgang abhaken.
Der zweite Scan ist eine Kontrolle
Beim ersten Durchgang suchst du. Beim zweiten prüfst du nach. Das ist ein anderer Vorgang, und er verlangt eine andere Lesart: Du kommst mit einer konkreten Erwartung an bestimmte Textstellen und schaust nach, ob sie eingetroffen ist. Ein Bericht ohne diese Erwartung ist verschenktes Geld.
Diese Erwartung stammt aus deiner Korrekturliste, die du beim Lesen des ersten Berichts angelegt hast und in der zu jeder Fundstelle steht, was du damit gemacht hast und warum. Dort steht, welche Passagen du umgeschrieben, welche du belegt und welche du als geklärt beiseitegelegt hast. Der zweite Bericht ist das Werkzeug, mit dem du diese Liste abhakst, und ohne die Liste hast du nur ein zweites PDF.
Der Unterschied klingt formal und entscheidet über den Nutzen. Wer den zweiten Bericht ohne Liste öffnet, liest ihn zwangsläufig wie den ersten: von oben nach unten, mit demselben Erschrecken bei denselben harmlosen Stellen. Wer nur wissen will, ob sich ein weiterer Durchgang überhaupt rechnet, findet die Abwägung unter mehrfach prüfen.
Der richtige Zeitpunkt
Warte, bis alle inhaltlichen Änderungen erledigt sind. Wirklich alle. Ein Scan mitten in der Überarbeitung zeigt einen Zwischenstand, den es zwei Tage später nicht mehr gibt, und du zahlst für eine Momentaufnahme.
Vor dem Lektorat, nicht danach. Diese Reihenfolge ist der häufigste Fehler in dieser Phase und im Detail unter Scan vor oder nach dem Lektorat beschrieben.
Und lieber ein paar Tage vor der Abgabe als am Abgabetag selbst. Das Ergebnis kommt üblicherweise in einer Viertelstunde zurück, gelegentlich später. Die Überarbeitung danach braucht jedoch Zeit, und die hast du am letzten Tag nicht mehr. Zwei Tage Puffer reichen für die meisten Arbeiten.
Was du im zweiten Bericht vergleichst
| Prüfpunkt | Erwartung | Wenn es anders ist |
|---|---|---|
| umgeschriebene Passage | nicht mehr markiert | Umformulierung war zu nah am Original |
| umgeschriebene Passage | kürzer markiert | Rest prüfen, oft ein stehender Halbsatz |
| belegte Passage | weiterhin markiert | völlig normal, Beleg ändert den Wortlaut nicht |
| Stelle mit neuem Fundort | keine neue Quelle | beim Umschreiben eine andere Vorlage getroffen |
| ausgeschlossene Quelle | unverändert vorhanden | erwartbar, steht auf deiner Liste |
| neue Textteile | wenige kurze Treffer | längere Übereinstimmung sofort ansehen |
| Quellenliste insgesamt | kürzer als vorher | gleich lang heißt: Ursachen nicht getroffen |
Die Falle des Zahlenvergleichs
Zwei Prozentwerte nebeneinanderzulegen fühlt sich richtig an und führt regelmäßig in die Irre. Der Wert setzt die Länge aller Markierungen ins Verhältnis zur Textlänge. Beim zweiten Durchgang hast du beide Größen verändert: Du hast Passagen umgeschrieben und dabei fast immer auch Text ergänzt.
Ein Beispiel dazu. Nach der Korrektur ist der Wert um zwei Punkte gesunken, und drei markierte Absätze sind tatsächlich verschwunden. Gleichzeitig ist die Arbeit um vier Seiten länger geworden, weil du ausführlicher argumentierst. Ein Teil des Rückgangs kommt also aus dem Nenner und sagt nichts über deine Korrektur.
Vergleichbar sind zwei Werte nur dann, wenn beide Berichte denselben Zuschnitt haben, die Textlänge sich kaum verändert hat und du zwischen den Durchgängen weder Kapitel ergänzt noch Verzeichnisse anders behandelt hast. Das trifft selten zu. Was die Zahl überhaupt aussagt, ordnet Prozentwert einordnen ein.
Neue Treffer an überarbeiteten Stellen
Warum aus einer Korrektur ein neuer Fund wird
Beim Umschreiben hast du die Quelle im Kopf, aber selten nur eine. Wer drei Aufsätze zum selben Thema gelesen hat, greift beim Neuformulieren zu Wendungen aus allen dreien. Die Passage stimmt danach nicht mehr mit der ursprünglichen Vorlage überein, dafür mit einer anderen. Im zweiten Bericht erscheint sie als neuer Treffer mit neuem Fundort. Das ist kein Rückschlag, sondern die Auskunft, die du gesucht hast: Deine Umformulierung war eine Verschiebung, keine eigene Aussage.
Die Lösung liegt nicht in noch mehr Synonymen. Ein dritter Anlauf mit ausgetauschten Wörtern führt zum vierten Fundort, weil die Satzstruktur weiterhin die der Vorlage ist. Schließ die Quellen, formuliere den Gedanken aus dem Kopf und belege ihn anschließend. Wie das schrittweise geht, steht unter Plagiat entfernen.
Was der zweite Durchgang kostet
Es gibt keinen Zweitscan-Tarif. Gerechnet wird wie beim ersten Mal, also 0,29 € pro Normseite von 1.800 Zeichen einschließlich Leerzeichen. Eine Bachelorarbeit mit 45 Normseiten landet damit bei 13,05 €, wovon der Rabattcode plagiat-scan10 noch einmal 10 % abzieht.
Sparen kannst du nur über den Zuschnitt. Wenn du Literaturverzeichnis und Anhang schon beim ersten Mal herausgenommen hast, bleibt es auch beim zweiten Durchgang dabei, und du zahlst für 39 statt 45 Normseiten, also 11,31 €. Eine Übersicht über die Gesamtkosten mehrerer Durchgänge gibt Kosten beim Mehrfachprüfen.
Wann du dir den zweiten Scan sparen kannst
Wenn du ausschließlich Belege ergänzt hast. Eine Fußnote verändert den Wortlaut deines Satzes nicht. Die Übereinstimmung mit der Quelle bleibt bestehen, und der zweite Bericht sieht praktisch aus wie der erste, obwohl deine Arbeit inzwischen sauber belegt ist.
Ebenfalls verzichtbar ist er bei einer Hausarbeit mit zwei korrigierten Absätzen. Dort genügt es, die betreffenden Stellen neben die Quelle zu legen und Satz für Satz zu vergleichen. Das kostet zwanzig Minuten und keinen Cent. Bei einer Abschlussarbeit mit einem Dutzend Änderungen kippt die Rechnung dagegen deutlich zugunsten des Scans.
Was du als Nächstes tust
Nimm deine Korrekturliste zur Hand, bevor du hochlädst. Ohne sie liest du den zweiten Bericht wie den ersten, und der Zweck des Durchgangs geht verloren.
Nach dem Abgleich legst du beide Berichte zusammen ab, mit Datum im Dateinamen, wie es Bericht archivieren beschreibt. Bleiben Fundstellen übrig, die du nicht einordnen kannst, hilft die Sortierung unter echte und falsche Treffer beim letzten Durchgang.