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Vorbereitung

Die Datei kleiner machen, bevor du sie hochlädst

Die Dateigröße reduzieren heißt fast immer: an den Bildern ansetzen, nicht am Text. Fotos, Screenshots und eingebettete Scans machen den Löwenanteil aus. Drei Handgriffe bringen praktisch jede Arbeit unter die Grenze von 50 MB.

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 |  Zuletzt geprüft: 26.08.2026  |  6 Min. Lesezeit

In drei Handgriffen unter die Grenze

  1. Ursache bestimmen. Zähle die Bilder, Screenshots und Scans in der Datei. Sie treiben die Dateigröße, nicht dein Text.
  2. Bilder herunterrechnen. Jede gängige Textverarbeitung komprimiert auf Wunsch alle Bilder eines Dokuments in einem Durchgang.
  3. Anhang abtrennen. Was nicht geprüft werden muss, speicherst du als zweite Datei und lädst es gar nicht erst hoch.

Warum 50 MB für eine Abschlussarbeit üppig sind

Text wiegt fast nichts. Das klingt banal, erklärt aber die ganze Sache. Eine Masterarbeit mit 80 Normseiten besteht aus rund 144.000 Zeichen, denn eine Normseite umfasst 1.800 Zeichen inklusive Leerzeichen, und diese Zeichenmenge belegt in der Datei nur einen Bruchteil eines Megabytes. Selbst eine Dissertation über mehrere hundert Seiten bleibt als reiner Fließtext weit unter der Grenze.

Stößt du trotzdem an die 50 MB, ist der Text nicht der Verursacher. Verantwortlich sind Objekte, die neben dem Text in derselben Datei liegen: Fotos aus dem Feldversuch, Bildschirmaufnahmen von Auswertungen, eingescannte Fragebögen aus dem Anhang. Wie viele Normseiten dein Text wirklich umfasst, rechnest du über die Normseitenberechnung nach, und meistens ist die Zahl kleiner, als die Seitenanzeige vermuten lässt.

Bilder verkleinern, ohne den Text anzufassen

Ziehst du ein Foto in dein Dokument, behält es seine ursprüngliche Auflösung. Auf der Seite siehst du ein handtellergroßes Bild, gespeichert ist die vollständige Aufnahme mit allen Bildpunkten, die deine Kamera liefern kann. Bei zwanzig Abbildungen aus einer empirischen Erhebung summiert sich das zu einem Vielfachen dessen, was der Fließtext ausmacht.

Alle verbreiteten Textprogramme kennen dafür dieselbe Funktion: Bilder komprimieren. Du markierst eine Abbildung, öffnest die Bildeinstellungen und lässt die Auflösung auf ein Maß für Bildschirm oder Druck herunterrechnen. Entscheidend ist die Option, die Komprimierung auf das gesamte Dokument anzuwenden. Fehlt dieser Haken, schrumpft genau ein Bild und der Rest bleibt unverändert.

Für die Prüfung verlierst du dabei nichts. Verglichen wird ausschließlich dein Fließtext. Ein Diagramm in halber Auflösung führt zu exakt demselben Bericht wie das Original in voller Größe, weil das Verfahren Buchstabenfolgen mit Quellen abgleicht und Bildpunkte dabei keine Rolle spielen. Die Bildqualität interessiert nur deine Prüfenden.

Der Umweg über den PDF-Export

Speichere dein Dokument einmal als PDF und vergleiche die beiden Dateigrößen. Häufig fällt die Exportdatei deutlich kleiner aus, weil Bilder neu berechnet werden und all die Bearbeitungsspuren wegfallen, die eine Textdatei über Monate mitschleppt: gelöschte Absätze, alte Formatvorlagen, verwaiste Objekte aus früheren Fassungen.

Eine Bedingung gibt es. Im PDF muss durchsuchbarer Text stehen, kein Abbild der Seiten. Der Test dauert fünf Sekunden. Markiere probeweise einen Absatz: Lässt er sich wie Text markieren und kopieren, ist alles in Ordnung. Was beim PDF sonst zu beachten ist, steht unter PDF auf Plagiate prüfen, der Sonderfall der reinen Seitenfotos unter gescannte Dokumente.

Anhang abtrennen statt komprimieren

Der schnellste Weg führt oft daran vorbei, überhaupt etwas zu komprimieren. Lege eine Kopie deiner Datei an, lösche darin den kompletten Anhang mit allen Abbildungen und lade ausschließlich diese Kopie hoch. An deiner Abgabefassung änderst du kein einziges Zeichen. Sie bleibt liegen, wo sie liegt.

Das löst zwei Probleme mit einem Handgriff. Die Datei wird klein, und du zahlst für weniger Normseiten, weil sich der Preis von 0,29 € je Normseite nach dem tatsächlich geprüften Umfang richtet. Wie du dabei sauber vorgehst, ohne dich zu verzetteln, beschreibt Anhang vom Scan ausschließen Schritt für Schritt.

Ursache, Hintergrund, Handgriff

Was die Datei aufbläht Warum Was du tust
Fotos aus Kamera oder Handy volle Auflösung bleibt gespeichert alle Bilder auf einmal komprimieren
eingescannte Fragebögen jede Seite ist ein Bild in eine separate Anhangsdatei auslagern
Screenshots von Auswertungen verlustfreie Formate speichern jeden Bildpunkt als komprimiertes Bildformat neu einfügen
eingebettete Diagramme die Rohdaten hängen am Objekt Diagramm als Bild einfügen statt verknüpft
eingebettete Schriftarten jede Schnitt-Variante wird mitgeliefert Einbettung beim Speichern abwählen
lange Änderungshistorie alte Textstände bleiben in der Datei Kopie ohne Nachverfolgung speichern

Wenn es trotzdem klemmt

Drei Fallen beim Verkleinern

  • Nur ein Bild komprimiert. Ohne die Option für das gesamte Dokument wirkt der Handgriff auf ein einziges Objekt. Kontrolliere danach die Dateigröße, nicht die Anzeige im Programm.
  • PDF ohne Textebene. Wer eine Arbeit am Kopierer einscannt, hält Seitenbilder in der Hand. Daraus liest das Prüfverfahren keinen einzigen Satz.
  • Am Original gearbeitet. Verkleinere niemals die Fassung, die du abgibst. Für die Abgabe brauchst du die Bildqualität, für den Scan nicht.

Bleibt die Datei nach allen Handgriffen zu groß, teilst du sie an einer Kapitelgrenze. Zwei Uploads nacheinander kosten keinen Cent mehr als einer, denn abgerechnet wird nach Normseiten. Du liest dann eben zwei Berichte statt einem.

Wie lange das dauert

Die Bildkomprimierung ist in zwei bis drei Minuten erledigt, auch bei einer umfangreichen Arbeit mit vielen Abbildungen. Der PDF-Export braucht noch einmal etwa eine Minute.

Plane insgesamt eine Viertelstunde ein, wenn du den Anhang sauber abtrennst und danach die Kapitelnummerierung im Textteil kontrollierst, damit die Verweise im Fließtext weiterhin auf die richtigen Abschnitte zeigen. Der Bericht kommt danach meistens nach 15 Minuten zurück; nur selten zieht sich die Auswertung über mehrere Stunden bis maximal einen Tag. Auf die Dateigröße kommt es dabei nicht an.

Wo dieser Schritt in deinem Ablauf steht

Dateigröße und Format prüfst du ganz am Anfang, in einem Aufwasch. Beides gehört zu der Vorbereitung, die Dokument für den Scan vorbereiten im Zusammenhang beschreibt. Danach fasst du den Text nicht mehr an, bis der Bericht vorliegt, denn jede spätere Änderung macht den Abgleich zwischen markierter Stelle und deinem aktuellen Manuskript mühsam. Erst lesen, dann korrigieren.

Arbeitest du vom Mobilgerät aus, verkleinere die Datei besser vorher am Rechner. Auf dem Handy fehlen die Komprimierungsfunktionen in der Regel, wie unter Prüfung vom Handy beschrieben. Willst du zusätzlich das Literaturverzeichnis draußen lassen, erledigst du das im selben Durchgang, wie Literaturverzeichnis ausschließen zeigt.

FAQ

Häufige Fragen

Bis 50 MB pro Datei. Reiner Fließtext bleibt weit darunter, selbst bei einer Dissertation mit mehreren hundert Seiten. Wenn deine Datei größer ausfällt, steckt darin etwas anderes als Text: hochauflösende Fotos, gescannte Fragebögen oder Grafiken, die direkt aus einem Statistikprogramm eingefügt wurden.
Weil sie meist doch mehr enthält, als du auf der Seite siehst. Ein Foto behält beim Einfügen seine volle Auflösung, auch wenn es im Layout nur acht Zentimeter breit erscheint. Ein Dutzend solcher Bilder wiegt schwerer als der komplette Fließtext einer Bachelorarbeit inklusive aller Fußnoten.
Nein. Die Komprimierungsfunktion deiner Textverarbeitung rechnet ausschließlich die Bildauflösung herunter. Buchstaben, Fußnoten, Absatzformate und Verzeichnisse bleiben unangetastet. Für die Prüfung zählt ohnehin nur der Text, denn Bildinhalte werden beim Abgleich mit den Quellen gar nicht ausgewertet und tauchen im Bericht nicht auf.
Häufig ja, weil beim Export Bilder neu berechnet werden und Bearbeitungsdaten wegfallen. Achte allerdings darauf, dass im PDF echter Text steckt und keine Seitenfotos. Sonst findet das Verfahren nichts, was es mit Quellen vergleichen könnte, und der Bericht kommt praktisch leer zurück.
Ja, und oft ist das die sauberste Lösung. Fließtext in die eine Datei, Anhang und Bildteil in die andere. Geprüft wird dann nur der Textteil. Das macht den Bericht übersichtlicher und senkt den Preis, weil bei 0,29 € je Normseite weniger Normseiten anfallen.
Dann prüfst du abschnittsweise. Teile die Arbeit an einer Kapitelgrenze, lade beide Hälften nacheinander hoch und lies die beiden Berichte nebeneinander. Am Preis ändert sich dadurch nichts, weil nach Normseiten abgerechnet wird und nicht nach der Zahl der hochgeladenen Dateien.

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