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Vorbereitung

So bereitest du dein Dokument für die Prüfung vor

Ein Dokument für den Scan vorbereiten heißt: eine Kopie anlegen und darin entscheiden, welche Teile geprüft werden sollen. Der Fließtext muss rein, Deckblatt und Anhang können raus. Das Format ist selten ein Problem, die Auswahl der Bestandteile schon.

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 |  Zuletzt geprüft: 26.08.2026  |  6 Min. Lesezeit

Die Vorbereitung in drei Schritten

  1. Kopie anlegen. Dupliziere deine Datei und benenne sie eindeutig, etwa mit dem Zusatz „Prüffassung". An der Abgabefassung arbeitest du nicht.
  2. Aussortieren. Lösche aus der Kopie, was keine inhaltliche Aussage trägt: Deckblatt, Verzeichnisse, Anhang.
  3. Format prüfen. Speichern, Größe kontrollieren, hochladen. Umwandeln musst du in der Regel nichts.

Die Prüfdatei ist nicht die Abgabedatei

Daran hängt alles Weitere. Deine Abgabefassung folgt den Formvorgaben deiner Hochschule und enthält jeden vorgeschriebenen Bestandteil, vom Deckblatt bis zur unterschriebenen Erklärung. Die Prüffassung verfolgt einen anderen Zweck: Sie soll dem Verfahren genau den Text zeigen, für den du inhaltlich geradestehst.

Beides fällt selten zusammen. Ein Deckblatt trägt keine eigene Aussage, ein Abkürzungsverzeichnis auch nicht, und trotzdem wandern beide in den Abgleich, erzeugen Markierungen und schieben den Prozentwert nach oben, ohne dass darin eine Information über deine Arbeit stecken würde. Wer den Bericht später öffnet, kämpft sich dann durch Fundstellen, die von Anfang an keine waren.

Dieser Aufwand ist vermeidbar. Zehn Minuten vorher sparen dir eine halbe Stunde nachher, und sie sparen dir vor allem den Moment, in dem eine Zahl auf dem Deckblatt des Berichts größer aussieht, als deine Arbeit es verdient hat.

Was auf jeden Fall hineingehört

Der komplette Fließtext, von der Einleitung bis zum Fazit, ohne ausgelassene Kapitel. Dazu alle Fußnoten, denn dort stehen deine Belege, und ein Beleg im Fußnotentext gehört selbstverständlich zum geprüften Material. Auch Tabellenkommentare und Bildunterschriften bleiben drin, sofern du sie selbst formuliert hast.

Wörtliche Zitate gehören ebenfalls dazu, obwohl sie garantiert markiert werden. Das ist kein Fehler des Verfahrens, sondern seine Aufgabe: Es weist Übereinstimmungen mit fremden Texten nach und kann nicht wissen, ob daneben eine korrekte Quellenangabe steht. Ob eine Übereinstimmung zum Problem wird, entscheidest du beim Lesen, und wie diese Sortierung funktioniert, beschreibt echte und falsche Treffer.

Was du besser draußen lässt

Deckblatt, Inhaltsverzeichnis, Abbildungs- und Abkürzungsverzeichnis. Diese Teile bestehen aus Zahlen, Kurzformen und Standardwendungen, die in jeder zweiten Arbeit fast identisch auftauchen und deshalb zuverlässig irgendwo anschlagen. Über deine Eigenleistung sagen sie nichts.

Beim Literaturverzeichnis und beim Anhang lohnt eine bewusste Entscheidung, weil beide bei einer umfangreichen Arbeit viele Normseiten ausmachen und damit unmittelbar auf den Preis durchschlagen. Die Abwägung im Detail steht unter Literaturverzeichnis ausschließen und Anhang vom Scan ausschließen. Die Eigenständigkeitserklärung kannst du drinlassen oder streichen, sie ist zu kurz, um etwas zu bewirken.

Rechnerisch macht das mehr aus, als viele erwarten. Bei einer Bachelorarbeit schrumpft der geprüfte Umfang oft um ein Fünftel bis ein Viertel, sobald Verzeichnisse und Anhang wegfallen. Der Preis von 0,29 € je Normseite bezieht sich auf die hochgeladene Datei, nicht auf die Seitenzahl deiner Abgabefassung, und eine Normseite umfasst 1.800 Zeichen inklusive Leerzeichen. Deine eigene Zahl bestimmst du über Normseite berechnen.

Bestandteil für Bestandteil

Bestandteil Mitprüfen? Begründung
Fließtext aller Kapitel ja das eigentliche Prüfobjekt
Fußnoten und Endnoten ja enthalten deine Belege
wörtliche Zitate ja Markierung ist erwartbar und harmlos
Bildunterschriften ja selbst formulierter Text
Deckblatt nein Standardangaben ohne Aussage
Inhaltsverzeichnis nein besteht aus deinen eigenen Überschriften
Abkürzungsverzeichnis nein Definitionen sind fachüblich festgelegt
Literaturverzeichnis Abwägung viele Treffer, wenig Erkenntnis
Anhang mit Fremdmaterial nein Fragebögen und Interviews sind nicht dein Text
Anhang mit eigenen Auswertungen Abwägung zählt zur Eigenleistung, kostet aber Normseiten

Beim Format wird es selten kompliziert

Angenommen werden .docx, .doc, .txt, .pdf, .pages, .odt und .rtf. Du lädst also schlicht das hoch, worin du schreibst. Umwandeln ist der Ausnahmefall und nicht die Regel.

Zwei Situationen sprechen trotzdem dafür. Erstens eine Datei über 50 MB, bei der du zuerst über Dateigröße reduzieren gehst. Zweitens ein Dokument, das mit aufgezeichneten Änderungen und Kommentaren gespickt ist, denn dabei reist alter Text mit, den du längst gelöscht glaubst und der im Bericht plötzlich als Fundstelle auftaucht. Wie du das bereinigst, steht unter Word-Datei prüfen.

Ein Sonderfall bleibt das PDF. Es muss echten Text enthalten, kein Foto der Seiten, sonst hat das Verfahren nichts zu vergleichen. Der Test dauert Sekunden: Wenn du im PDF einen Absatz mit der Maus markieren und kopieren kannst, ist die Textebene vorhanden.

Der häufigste Fehler in diesem Schritt

Verwechselte Dateien

Wer den Anhang direkt im Originaldokument löscht und anschließend speichert, hat seine Abgabefassung beschädigt. Das passiert häufiger, als man vermutet, und fast immer spät abends. Lege deshalb zuerst die Kopie an und lösche erst danach. Ein Dateiname mit Datum verhindert, dass du zwei Tage später versehentlich die falsche Fassung hochlädst oder abgibst.

Der zweite Fehler ist stiller und fällt oft gar nicht auf. Manche kürzen die Prüffassung so weit, dass ganze Kapitel fehlen, weil beim Löschen ein Seitenumbruch zu viel erwischt wurde. Der Bericht sieht danach beruhigend aus, geprüft wurde aber nur ein Teil der Arbeit. Kontrolliere vor dem Upload die Kapitelfolge, indem du im Dokument einmal von oben nach unten scrollst und die Überschriften mitliest.

Wo dieser Schritt im Gesamtablauf steht

Die Vorbereitung ist der letzte Schritt vor dem Upload und der erste, den du überhaupt für die Prüfung unternimmst. Sie folgt auf die inhaltliche Fertigstellung und geht dem Lesen des Berichts voraus. Wann im Semester der richtige Moment dafür ist, ordnet wann du prüfen solltest ein.

Eine Reihenfolge ist dabei nicht verhandelbar: erst prüfen, dann lektorieren. Ein Lektorat glättet Formulierungen, und geglättete Sätze stimmen mit ihrer Quelle nicht mehr wörtlich überein. Treffer verschwinden, das inhaltliche Problem bleibt.

Was du als Nächstes tust

Lege jetzt die Kopie an und arbeite die Tabelle von oben nach unten durch. Danach speicherst du, kontrollierst die Dateigröße und lädst hoch. Das Ergebnis liegt meist nach einer Viertelstunde bereit.

Plane die Zeit für das Lesen des Berichts gleich mit ein. Vorbereitung und Auswertung gehören zusammen, und wer den Bericht erst drei Tage später öffnet, hat die eigenen Kapitel nicht mehr präsent genug, um jede Fundstelle zügig einzuordnen. Am selben Abend geht es doppelt so schnell.

FAQ

Häufige Fragen

Zwingend nötig ist es nicht, du kannst deine Datei so hochladen, wie sie ist. Zehn Minuten Vorbereitung machen den Bericht aber deutlich lesbarer, weil weniger harmlose Treffer entstehen. Bei 0,29 € je Normseite sparst du außerdem, wenn Anhang und Verzeichnisse draußen bleiben.
Das, in dem du schreibst. Angenommen werden .docx, .doc, .txt, .pdf, .pages, .odt und .rtf. Ein Umwandeln lohnt sich nur, wenn deine Datei größer als 50 MB ist. Beim Export aus Programmen mit komplizierten Formelsätzen solltest du danach kurz kontrollieren, ob wirklich der gesamte Text mitgekommen ist.
Besser nicht. Titel, Name der Hochschule und Semesterangabe sind Standardformulierungen, die in Tausenden Arbeiten fast gleich lauten. Sie erzeugen Markierungen, aus denen du nichts lernst, und verschieben den ersten Eindruck vom Bericht in die falsche Richtung. Für die Abgabefassung bleibt das Deckblatt selbstverständlich Pflicht.
Die bleiben drin, ausnahmslos. Fußnoten enthalten deine Belege und gehören damit zum geprüften Text. Dass wörtliche Zitate im Bericht markiert werden, ist normal und kein Alarmzeichen: Das Verfahren zeigt Übereinstimmung an, nicht Täuschung. Ob daneben eine korrekte Quellenangabe steht, beurteilst am Ende du.
Nein, und genau darauf kommt es an. Du arbeitest ausschließlich in einer Kopie. Die Fassung, die du einreichst, bleibt vollständig, mit Deckblatt, Anhang und allen Verzeichnissen. Verwechselst du die beiden Dateien, gibst du am Ende ein unvollständiges Dokument ab. Ein Dateiname mit Datum schützt dich davor zuverlässig.
Für eine Hausarbeit reichen fünf Minuten, für eine Abschlussarbeit mit umfangreichem Anhang planst du besser eine Viertelstunde ein. Der Scan selbst läuft danach ohne dein Zutun und liefert das Ergebnis meist innerhalb einer Viertelstunde. Gelegentlich zieht sich die Auswertung länger, dafür brauchst du keinen Puffer von Tagen.

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Schritt-für-Schritt durch Upload, Bericht und Korrektur.

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