Plagiat Scanner.de Redaktion | Zuletzt geprüft: 26.08.2026 | 6 Min. Lesezeit
In drei Schritten entschieden
- Einmal mitprüfen. Beim ersten Scan einer Abschlussarbeit lässt du das Verzeichnis drin und schaust dir die Trefferverteilung an.
- Danach ausschließen. Für jeden weiteren Durchgang löschst du es aus der Prüffassung.
- Ergebnis lesen. Der Bericht ist kürzer, der Prozentwert anders, deine Arbeitszeit deutlich geringer.
Warum das Verzeichnis fast vollständig markiert wird
Bibliografische Angaben sind genormt. „Müller, Anna (2023): Titel der Studie. Verlag, Ort." steht in deiner Arbeit exakt so wie im Bibliothekskatalog, im Verlagsprospekt und in jeder anderen Arbeit, die dieselbe Quelle nennt. Genau darin liegt ihr Zweck: Sie sollen eindeutig sein.
Ein Textabgleich sieht davon nichts. Er sieht eine Zeichenfolge, findet sie an anderer Stelle und markiert sie. Bei einem Verzeichnis mit achtzig Einträgen entsteht so eine dichte Wand aus Markierungen, die aussieht wie ein Befund und keiner ist.
Deshalb steht das Verzeichnis auf jeder Liste harmloser Treffer ganz oben. Wer seinen ersten Bericht öffnet und die letzten Seiten durchgehend rot sieht, erschrickt trotzdem — und beruhigt sich meist erst, wenn er begriffen hat, dass hier korrekte Arbeit sichtbar wird. Ausführlich sortiert das Literaturverzeichnis als Plagiat ein.
Was die Rechnung ergibt
Abgerechnet wird nach Normseiten zu 1.800 Zeichen inklusive Leerzeichen, beim Plagiat Scan zu 0,29 € und beim Kombi Scan zu 0,39 € je Normseite. Ein Verzeichnis mit achtzig Einträgen kommt bei einer Bachelorarbeit leicht auf sechs Normseiten, weil jeder Eintrag zwei bis drei Zeilen belegt und aus dichten Zeichenfolgen ohne Absätze besteht.
| Fassung | Normseiten | Plagiat Scan | Kombi Scan |
|---|---|---|---|
| komplette Arbeit | 45 | 13,05 € | 17,55 € |
| ohne Literaturverzeichnis | 39 | 11,31 € | 15,21 € |
| Differenz | 6 | 1,74 € | 2,34 € |
Zwei Euro sind kein Argument für sich. Sie werden eines, wenn du nach der Überarbeitung ein zweites Mal prüfst und beim dritten Durchgang ein drittes Mal. Bei einer Dissertation mit einem Verzeichnis von zwanzig Normseiten liegt die Ersparnis je Durchgang schon bei 5,80 €. Ob sich der Kombi Scan für dich rechnet, klärt Kombi Scan.
Der eine Grund, es doch mitzuprüfen
Es gibt eine Konstellation, in der das Verzeichnis interessant wird. Wer Quellen aus der Literaturliste einer fremden Arbeit übernimmt, ohne sie gelesen zu haben, schleppt dabei oft auch deren Reihenfolge, Schreibweise und sogar deren Tippfehler mit. Im Abgleich erscheint das als zusammenhängender Block aus einer einzigen Quelle.
Das ist ein echter Hinweis, kein Rauschen. Er betrifft nicht die Formalie, sondern die Frage, worauf deine Arbeit inhaltlich beruht. Bei einer Abschlussarbeit lohnt dieser eine Durchgang deshalb, auch wenn er ein paar Cent mehr kostet und eine halbe Stunde Lesezeit verlangt.
Danach ist der Punkt erledigt. Was du bei dieser Gelegenheit lernst, gilt für die ganze Arbeit: Eine Quelle, die du nicht in der Hand hattest, gehört nicht in dein Verzeichnis. Für jeden weiteren Scan bleibt das Verzeichnis dann draußen.
So nimmst du es heraus
Dupliziere die Datei und benenne die Kopie eindeutig, mit Datum im Namen. Öffne die Kopie, springe an das Ende des Fließtexts und markiere von der Überschrift des Verzeichnisses bis zum Ende dieses Abschnitts. Löschen, speichern, hochladen.
Ein Detail entscheidet über den Nutzen. Deine Fußnoten müssen erhalten bleiben, denn dort stehen die Kurzbelege, mit denen du im Text arbeitest. Wer das Verzeichnis löscht und dabei die Fußnoten mit entfernt, verliert genau den Teil, der zeigt, dass du belegt hast. Wie ein sauberes Verzeichnis überhaupt aufgebaut ist, steht unter Literaturverzeichnis erstellen.
Steht bei dir auch der Anhang zur Debatte, erledigst du beides im selben Durchgang, wie Anhang vom Scan ausschließen beschreibt.
Was der Ausschluss mit dem Prozentwert macht
Die Zahl verändert sich, und zwar nicht so einfach, wie viele erwarten. Der Wert setzt die Länge aller markierten Stellen ins Verhältnis zur Gesamtlänge des geprüften Texts. Fällt das Verzeichnis weg, schrumpft der Zähler stark und der Nenner ein wenig.
In der Summe sinkt der Wert meistens. Er kann in Einzelfällen aber auch steigen, wenn dein Verzeichnis vergleichsweise kurz war und der übrige Text viele Zitate enthält. Beides ist kein Grund zur Freude oder Sorge, weil sich die Zahl nur innerhalb desselben Zuschnitts vergleichen lässt. Was dahintersteckt, erklärt Prozentwert einordnen.
Was der Ausschluss nicht leistet
Eine Zahl senken heißt nichts korrigieren
Ein ausgeschlossenes Verzeichnis macht deinen Bericht lesbarer. Es macht keine einzige Passage im Fließtext richtiger. Wenn dich ein hoher Wert beunruhigt hat, ist der Ausschluss die falsche Reaktion darauf: Erst sortierst du die Treffer im Fließtext, dann räumst du die harmlosen aus dem Blick. Und für die Bewertung deiner Arbeit zählt am Ende dein vollständiges Verzeichnis, nicht die Fassung, die du hochgeladen hast.
Zeitbedarf und Reihenfolge
Zwei Minuten. So lange dauert das Löschen samt Kontrolle der Fußnoten, selbst bei einer langen Arbeit mit mehreren getrennten Verzeichnissen für Quellen, Rechtsprechung und Internetdokumente. Der Scan selbst liefert danach meist innerhalb einer Viertelstunde ein Ergebnis.
Die Reihenfolge ist wichtiger als das Tempo. Nimm das Verzeichnis erst heraus, wenn es fertig ist, sonst prüfst du eine Fassung, die mit deiner Abgabe nichts mehr zu tun hat. Den vollständigen Überblick über alle Bestandteile gibt Dokument für den Scan vorbereiten.
Was du als Nächstes tust
Entscheide anhand deiner Situation. Erster Scan einer Abschlussarbeit: Verzeichnis drin lassen, Trefferbild anschauen, Block auf übernommene Fremdlisten prüfen. Jeder weitere Durchgang: Verzeichnis raus.
Bei Hausarbeiten kannst du dir den ersten Durchgang mit Verzeichnis sparen. Zwölf Titel ergeben kein Muster, das ein Abgleich sichtbar machen könnte, und der Block ist zu kurz, um den Prozentwert nennenswert zu bewegen. Lade dann gleich die gekürzte Fassung hoch und investiere die gewonnene halbe Stunde lieber in die Treffer, die wirklich in deinem Fließtext stehen.